Hermann Stechmann

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Hermann Stechmann (* 23. März 1840 in Rügenwalde, Pommern; † 3. September 1900 in Breslau)[1] war ein deutscher Zoologe und Direktor des Zoologischen Gartens Breslau.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stechmann studierte in Greifswald Medizin und Zoologie, wo er sich dem Corps Borussia anschloss [2]. Vom 15. Mai 1882 bis zu seinem Tod 3. September 1900 war er Direktor des Breslauer Zoologischen Gartens. Unter Stechmann nahm der Zoologische Garten Breslau eine rasante Entwicklung, die den Zoo international bekannt machte. Der Zoo wurde um viele Arten bereichert. Stechmann ließ das Vogelhaus, ein Bärengehege, das Elefantenhaus und die Raubkatzenanlage errichten. Die Gebäude sind bis heute erhalten und werden noch immer für den ursprünglichen Verwendungszweck genutzt. Zum 25-jährigen Jubiläum des Zoos 1890 erschien der von Stechmann herausgegebene Zooführer mit Lageplan und 48 Fotoansichten des Zoos und seiner Tiere. Dies war einer der ersten Zooführer der Welt. Bei Stechmanns Tod umfasste der Tierbestand 1800 Tiere und 650 Arten [3].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst G.W. Gleiss: Unter Robben, Gnus und Tigerschlangen. Chronik des Zoologischen Gartens Breslau 1865–1965, Natura et Patria Verlag, Wedel 1967.
  • Werner Kourist: 400 Jahre Zoo. Im Spiegel der Sammlung Werner Kourist, Bonn 1976, S. 154–157.
  • Annelore Rieke-Müller, Lothar Dittrich: Der Löwe brüllt nebenan. Die Gründung Zoologischer Gärten im deutschsprachigen Raum 1833–1869, Köln/Weimar/Wien 1998, S. 185–187.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [1] Die Breslauer Zoodirektoren
  • [2] Geschichte des Breslauer Zoos

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederverzeichnis des Corps Borussia Greifswald 1921.
  2. Kösener Korpslisten 1910, 90, 205.
  3. Werner Kourist: 400 Jahre Zoo, S. 154. / vgl. Literatur