Hermann Weiß (Historiker)

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Hermann Weiß (* 29. Februar[1] 1932 in Gunzenhausen; † 11. Oktober 2015[2]) war ein deutscher Historiker mit dem Forschungsschwerpunkt Nationalsozialismus.

Hermann Weiß studierte Germanistik, Geschichte und Anglistik an den Universitäten München und Tübingen. Von 1961 bis 1997 war er Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München, ab 1972 auch stellvertretender Archivleiter.[2] 1979/80 leitete er das Archiv des IfZ kommissarisch.

Hauptgebiet seiner Arbeit war die Zeit des Nationalsozialismus sowie Zeitgeschichte. Zusammen mit Wolfgang Benz und Hermann Graml war er Herausgeber des Standardwerkes Enzyklopädie des Nationalsozialismus. Des Weiteren war er Herausgeber des Werkes Biographisches Lexikon zum Dritten Reich.

Schriften[Bearbeiten]

Bearbeitungen

  • Robert S. Wistrich: Wer war wer im Dritten Reich. Anhänger, Mitläufer, Gegner aus Politik, Wirtschaft, Militär, Kunst und Wissenschaft. Harnack, München 1983, ISBN 3-88966-004-5 (von Hermann Weiß überarbeitete und erweiterte deutsche Ausgabe von Who’s who in Nazi Germany. Weidenfeld and Nicolson, London 1982); zuletzt 1993.
  • mit Heinz Boberach und Rolf Thommes: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates. Handbuch für die Benutzung von Quellen der nationalsozialistischen Zeit. Amtsbezeichnungen, Ränge und Verwaltungsgliederungen, Abkürzungen und nichtmilitärische Tarnbezeichnungen. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte. Saur, München 1997, ISBN 3-598-11271-8.

Herausgeberschaften

Aufsätze

  • Die Aufzeichnungen Hermann Görings im Institut für Zeitgeschichte. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 31 (1983), S. 365–368 (PDF).
  • Le fonti sulla storia del collaborazionismo nell’Institut für Zeitgeschichte di Monaco. In: Luigi Cajani, Brunello Mantelli (Hrsg.): Una certa Europa. Il collaborazionismo con le potenze dell’Asse 1939–1945. Le fonti. Fondazione Luigi Micheletti, Brescia 1994, S. 89–116.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Traueranzeige, Süddeutsche Zeitung, 17. Oktober 2015.
  2. a b Im Gedenken, Website des Instituts für Zeitgeschichte, 15. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.