Hermann von Busse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hermann von Busse (* 12. Januar 1818 in Weidenbach bei Oels; † 7. März 1894 in Lottin) war deutscher Jurist und Mitglied des deutschen Reichstags.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren Karl Konrad Leopold von Busse (* 12. November 1771; † 25. Dezember 1836) und dessen Ehefrau Amalie von Zitzewitz (* 10. Oktober 1786; † 2. März 1860). Seine Mutter war die Tochter des Geheimen Kriegs- und Domänenrats Otto Wedig von Zitzewitz (1749–1829)[1]. Sein Vater war preußischer Hauptmann sowie Herr auf Weidenbach.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busse besuchte das Gymnasium in Oels, die Ritterakademie in Liegnitz und die Universität zu Berlin, wo er Rechtswissenschaften studierte. Von 1840 bis 1842 war er Auskultator bei dem Stadt- und Landgericht zu Halle, von da ab bis 1846 Referendar bei der Regierung zu Oppeln und von 1848 bis 1874 Landrat des Kreises Neustettin.

Mitglied des Preußischen Hauses der Abgeordneten war er in den Jahren 1861 bis 1865 und von 1876 bis zu seinem Tode.[2] 1876 wurde er in einer Nachwahl für den verstorbenen Abgeordneten Heinrich Leonhard von Arnim-Heinrichsdorf erstmals in den Reichstag gewählt, dem er bis 1893 angehörte. Er vertrat dort immer die Konservative Partei und den Wahlkreis Regierungsbezirk Köslin 5 (Neustettin).

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete am 22. Juli 1851 Alexandrine Theodore von Bonin (* 11. November 1824; † 24. Juni 1864). Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Friedrich Wilhelm Karl Theodor (* 16. August 1852; † 1914), preußischer Generalleutnant ∞ 1885 Freiin Eugenie Mathilde Elisabeth Magarethe von Humbold-Dachröden (* 7. Oktober 1860)
  • Guido (1853–1872), preußischer Leutnant
  • Eva (* 13. August 1856; † 8. März 1933) ∞ 1875 Ernst von Hertzberg (* 5. Juli 1852; † 16. Dezember 1920), Herr auf Lottin, Mitglied des Herrenhauses
  • Hugo (1861–1862)
  • Kurt (* 30. September 1863; † 1885)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto Wedig von Zitzewitz
  2. Mann, Bernhard (Bearb.) : Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 92 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3); zu den Wahlergebnissen siehe Kühne, Thomas : Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867 – 1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten. Düsseldorf : Droste Verlag, 1994, S. 262-265 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 6)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus (1867–1918). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien, Band 3)
  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 5)
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser 1907. Erster Jahrgang, S.87f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]