Hermann von Richthofen

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Hermann Manfred Georg Freiherr von Richthofen (* 20. November 1933 in Breslau) ist ein ehemaliger deutscher Diplomat. Der promovierte Jurist war deutscher Botschafter in London von 1989 bis 1993 und bei der NATO von 1993 bis 1998.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richthofen ist das zweite von drei Kindern des Friedrich Herbert von Richthofen (1900–1966) und seiner Ehefrau Gisela, geb. Schoeller (* 1908)

Nach dem Schulbesuch studierte von Richthofen von 1955 bis 1958 Jura in München, Heidelberg und Bonn. Er schloss seine Ausbildung 1963 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln mit der Promotion zum Dr. jur., mit einer Arbeit über Zulässigkeit und Schranken vergleichende Warentests zur Verbraucheraufklärung ab.

1963 trat von Richthofen in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik ein. Seine Laufbahn führte ihn nach Saigon (1966–1968), Jakarta (1968–1970) und in die DDR. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er in den 1980er Jahren mit der Ernennung zum deutschen Botschafter in London. Zuletzt war er deutscher Vertreter bei der NATO.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richthofen heiratete am 26. März 1966 in Urfeld bei Köln Christa Gräfin von Schwerin (* 9. Juni 1942 in Königsberg), eine Tochter des Otto Grafen von Schwerin und seiner Ehefrau Esther, geb. Gräfin Eckbrecht v. Dürckheim-Montmartin. Aus der Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor.

Der bekannte Jagdflieger des Ersten Weltkriegs, Manfred von Richthofen, war ein Großonkel Richthofens.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zulässigkeit und Schranken vergleichender Warentests zur Verbraucheraufklärung, Köln 1963. (Dissertation)
Vorgänger Amt Nachfolger
Hans-Friedrich von Ploetz Ständiger Vertreter zum NATO-Rat der Bundesrepublik Deutschland
1993–1998
Joachim Bitterlich