Hermanus Koekkoek der Ältere

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Hermanus Koekkoek der Ältere, um 1850, porträtiert von Dominicus Anthonius Peduzzi

Hermanus Koekkoek der Ältere (* 13. Mai 1815 in Middelburg, Königreich der Niederlande; † 5. November 1882 in Haarlem) war ein niederländischer Landschafts- und Marinemaler. Er signierte seine Werke gelegentlich mit dem Künstlernamen Jan van Couver. In der Literatur wird er wegen der Namensgleichheit mit seinem Sohn auch als Hermanus Koekkoek I. bezeichnet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermanus Koekkoek stammte aus der holländischen Künstlerfamilie Koekkoek. Er war der vierte Sohn von Johannes Hermanus Koekkoek und Anna van Koolwijk. Seine Brüder waren Barend Cornelis, Marinus Adrianus und Johannes Koekkoek. Er war der Vater von Hermanus dem Jüngeren, Willem, Johannes Hermanus Barend und Barend Hendrik Koekkoek, sowie der Anna Elisabeth (* 1842), Elisabeth Johanna Maria; (* 1845) und der Johanna Maria (* 1848).[1]

1930 begann Koekkoek in Durgerdam mit der Malerei. Er besuchte die Königliche Akademie der Bildenden Künste in Amsterdam, wo er als Maler, Zeichner und Lithograph ausgebildet wurde. Von 1832 bis 1834 arbeitete er in Amsterdam, dann bis 1836 wieder in Durgerdam und danach bis 1857 erneut in Amsterdam. In der Folge verlagerte er den Ort seines Schaffens nach Nieuwer-Amstel (heute Amstelveen). 1873 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er bis 1882 künstlerisch tätig war. Er verstarb im gleichen Jahr in Haarlem.

Wie sein Vater und seine Brüder ist er für Landschaften und Marineansichten bekannt. Er folgte der Familientradition und unterwies seine Söhne in Malerei. Ein weiterer Schüler war Willem Gruyter junior (1817–1880). 1841 trat er der Künstlergenossenschaft Schilderkundig Genootschap in Rotterdam bei.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koekkoeks wählte bevorzugt Stadt- und Hafenansichten sowie Fluss- und Meereslandschaften als Motive für seine Bilder.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1875 gewann er die Goldmedaille auf der Ausstellung der Sociëtait Arti et Amicitiae.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pieter A. Scheen: Lexicon Nederlandse beeldende kunstenaars, 1750–1950. Gravenhage 1981, S. 277.
  • A checklist of painters from 1200–1976 represented in the Witt Library. Courtauld Institute of Art, Mansell, London 1978. ISBN 0-7201-0718-0.
  • Jan Bervoets, Rody Chamuleau: Het dagboek van Alexander Ver Huell 1860–1865. Zutphen 1985, S. 56, 144.
  • Toni Wappenschmidt: Marinen und Landschaften der holländischen Romantik. In: Die Weltkunst, Ausgabe 62, 1992, S. 541–543.
  • R. de Leeuw, B. Tempel: Het Romantiek boek. Zwolle 2006, S. 350.
  • Old masters and 19th century art. Christie’s, Amsterdam 2012. Mit Familienstammbaum auf S. 122.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermanus Koekkoek der Ältere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerrit van Hezel: Het schildersgeslacht Koekkoek en de Zuiderzee (1800 – 1956). In: Schokland Museum, 11. März 2014