Hermodr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hermodr reitet auf Sleipnir zur Totengöttin Hel, um über die Freilassung seines toten Bruders Balder zu verhandeln. Aus einer isländischen Handschrift des 18. Jhs.

Hermodr (altnordisch: Hermóðr „Heermut“), auch Hermod, ist in der nordischen Mythologie ein Gott von geringerer Bedeutung.

Er ist der Sohn Odins und seine Brüder sind Balder und Hödur. Nachdem letzterer den Balder durch eine List Lokis getötet hatte, bekommt Hermodr von Odin den Auftrag, den toten Balder aus der Totenwelt zurückzuholen. Hierzu erhält er Odins Pferd Sleipnir. Mit der Totengöttin Hel verhandelt Hermóðr über die Entlassung seines Bruders Balder aus dem Totenreich, was aber wiederum durch eine List Lokis verhindert wird.

Neun Tage dauerte der Ritt durch tiefe, dunkle Täler, er verweilte eine Nacht in der Unterwelt, um dann mit dem Bescheid nach Asgard zurückzukehren und Odin den Ring Draupnir zurückzubringen, den Odin dem toten Balder auf den Scheiterhaufen gelegt hatte. Nach ihm ist der Asteroid des äußeren Hauptgürtels (2630) Hermod benannt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 186–187.
  • Arnulf Krause: Reclams Lexikon der germanischen Mythologie und Heldensage. Stuttgart 2010, S. 127.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hermóðr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lutz D. Schmadel: Dictionary of Minor Planet Names. Fifth Revised and Enlarged Edition. Hrsg.: Lutz D. Schmadel. 5. Auflage. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 2003, ISBN 978-3-540-29925-7, S. 186 (englisch, 992 S., link.springer.com [ONLINE; abgerufen am 31. August 2019] Originaltitel: Dictionary of Minor Planet Names. Erstausgabe: Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 1992): “1980 TF3. Discovered 1980 Oct. 14 at the Haute Provence Observatory at St. Michel.”