Herringhausen (Herford)

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Herringhausen
Stadt Herford
Koordinaten: 52° 7′ 50″ N, 8° 36′ 50″ O
Höhe: 122 m ü. NN
Fläche: 2,16 km²
Einwohner: 2736 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 1.267 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 32051
Vorwahl: 05221
Herford-Stadt Diebrock Eickum Elverdissen Falkendiek Herringhausen Laar Schwarzenmoor Schwarzenmoor StedefreundKarte
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Lage von Herringhausen in Herford

Herringhausen ist ein Stadtteil von Herford. Im Westen schließt sich unmittelbar der Stadtteil Herringhausen der Stadt Enger an. Vor 1969 bildeten diese beiden Teile eine gemeinsame Gemeinde im Landkreis Herford. Zur Unterscheidung vom Stadtteil Engers wird Herford-Herringhausen auch Herringhausen Ost genannt.

Herford-Herringhausen von der Tennishalle in Eickum aus gesehen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wird der Ort als Hetheredingusen in einer Schenkungsurkunde von 1151. Im Ravensburger Urbar von 1556 tritt Herringhausen mit 23 Höfen auf. Hauptachse des Ortes ist die alte Handelsstraße von Herford nach Osnabrück, die heute Engerstraße genannt wird. Bis 1968 war Herringhausen eine selbstständige Gemeinde. Im Zuge der Gebietsreform wurde der Ort am 1. Januar 1969 geteilt und den benachbarten Städten Herford und Enger zugeschlagen.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herringhausen Ost wurde ein Stadtteil Herfords. Am 31. Dezember 2015 zählte er 2.736 Einwohner[2]. Herringhausen ist damit deutlich größer als der gleichnamige Stadtteil Engers.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herringhausen grenzt im Osten an die Radewiger Feldmark der Stadt Herford, im Süden an Herford-Diebrock und Herford-Eickum, im Westen an Enger-Herringhausen und im Norden an Hiddenhausen-Oetinghausen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Herford-Herringhausen gibt es eine städtische Grundschule und einen Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche Herringhausen

Die evangelische Kirche wurde 1958 erbaut. Die Kirchengemeinde, die zuvor zur Herforder Münstergemeinde gehört hatte, wurde am 1. Januar 1964 selbständig. Die Gemeinde umfasst auch einige Teile von Diebrock und Eickum. Das schlichte Gebäude ist geprägt durch holländischen Klinker. Der Turm steht östlich neben dem Kirchenschiff. Auch im Innenraum wurden die Klinker belassen. Dagegen sind Altar, Taufstein, Kanzel und Fensterlaibungen aus Sandstein gefertigt. Die Fenster sind aus antikem Glas. Die Empore an der Rückwand der Kirche erhält ihr Licht durch ein rundes Fenster.

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gewerbegebiet Herringhausen ist eines der größten Gewerbegebiete der Stadt Herford. Dort sind unter anderem die Poggenpohl-Küchenmöbelwerke, und der Büromöbelhersteller Febrü beheimatet.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte in Herringhausen ansässigen Verein ist F.A. 1910 Herringhausen-Eickum, ein Sportverein mit den Sparten Fußball, Tischtennis, Laufen, Turnen und Gymnastik.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An das Gewerbegebiet Herringhausen schließt sich das Naturschutzgebiet Füllenbruch an. Südlich der Engerstraße entspringt der Lambach, der das Tränental durchfließt und nach 2,8 km in Eickum in die Kinsbeke mündet. Er ist Teil des Naturschutzgebiets Asbeke-Kinzbachtal.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Helmert-Corvey: 1200 Jahre Herford, Maximilian-Verlag, Herford 1989, Seite 437 ff., ISBN 3-7869-0249-6

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 74.
  2. Stadt Herford: Zahlen, Daten, Fakten