Hersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Hersdorf führt kein Wappen
Hersdorf
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 10′ N, 6° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 12,86 km2
Einwohner: 397 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54597
Vorwahl: 06553
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 332
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.pruem.de
Ortsbürgermeister: Peter Thelen
Lage der Ortsgemeinde Hersdorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Gutshof in Hersdorf

Hersdorf ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Eifel zwischen Prüm und Gerolstein. Der westliche Teil des Gemeindegebiets liegt im Naturpark Nordeifel. Hersdorf gliedert sich in die Ortsteile Niederhersdorf, Oberhersdorf, Jakobsknopp, Hexler und Weißenseifen; zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Am Rödelberg und Anzelterhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahre 893 im Prümer Urbar als Herlendorpht erstmals urkundlich erwähnt.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Hersdorf zu zwei verschiedenen Territorien. Niederhersdorf gehörte zum Kurfürstentum Trier und unterstand als gesonderte Zennerei dem Amt Prüm, Oberhersdorf dagegen gehörte zur Herrschaft Fleringen, die landesherrlich der Trierer Abtei St. Irminen gehörte und vom Herzog von Arenberg als Vogt verwaltet wurde.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung waren die beiden Ortschaften von 1798 an dem Kanton Prüm im Saardepartement zugeordnet.

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurden 1815 wesentliche Teile des Rheinlands dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung gehörten die beiden Gemeinden von 1816 an zur Bürgermeisterei Wallersheim im Kreis Prüm des Regierungsbezirks Trier, der von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teil der Rheinprovinz war.

Die heutige Gemeinde Hersdorf entstand am 20. März 1971 durch Zusammenschluss der beiden Gemeinden Niederhersdorf (damals 315 Einwohner) und Oberhersdorf (76).[3]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hersdorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 194
1835 288
1871 358
1905 319
1939 369
Jahr Einwohner
1950 387
1961 396
1970 399
1987 367
2005 413

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hersdorf besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hersdorfer Schlösschen ist ein ehemaliger Adels- und Gutsherrenhof und wurde für die Adelsfamilie „von Aer“ errichtet. Das Anwesen wurde 1509 erbaut. Es verfügt über ein Portal mit zweiläufiger Freitreppe von 1660. Die auf dem Bild nicht sichtbaren, etwa 2 m hohen Außenmauern, die das Gebäude umgeben, zeugen von dessen Bedeutung und Wehrhaftigkeit. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hersdorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 69 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 179 (PDF; 2,6 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Eintrag zu Hersdorfer Schlösschen in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 20. September 2015.