Herseler Werth

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Herseler Werth
Rheininsel Herseler Werth
Rheininsel Herseler Werth
Gewässer Rhein
Geographische Lage 50° 46′ 40″ N, 7° 2′ 40″ OKoordinaten: 50° 46′ 40″ N, 7° 2′ 40″ O
Herseler Werth (Nordrhein-Westfalen)
Herseler Werth
Länge 1,678 5 km
Fläche 14,8 ha
Einwohner (unbewohnt)

Die Rheininsel Herseler Werth liegt zwischen Bonn und Köln an der Ortschaft Bornheim-Hersel (Rheinkilometer 660,80 L) und ist ein Naturschutzgebiet.[1] Sie ist 1.678,5 Meter lang und hat eine Fläche von 14,8 Hektar. Seit Dezember 1993 darf das Werth nicht mehr betreten werden und ist somit die letzte nicht frei zugängliche Rheininsel in Nordrhein-Westfalen. Zwischen 1202 und 1237 gab es einen großen Wassereinbruch des Rheines nach Westen. Dabei wurden wohl Teile von Hersel und der alten Römerstraße zwischen Bonn und Köln weggeschwemmt und die Rheininsel entstand.

Die Insel ist durchgehend mit Pappeln bepflanzt, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Menschenhand gesetzt wurden. Nachdem das Herseler Werth seit Ende 1993 nicht mehr betreten werden darf, wachsen dort Pflanzen und leben auf der Insel Tiere, die sehr gefährdet sind und zum Teil in der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen sind.

Zwischen der Insel und dem Herseler Ufer entwickelt der Rhein eine ungewöhnlich starke Strömung. Im Jahr 2004 ertrank hier ein Jugendlicher. Am 27. Oktober 2009 wurde während Uferarbeiten bei Niedrigwasser eine 500-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Im Zuge der Entschärfungsarbeiten wurden Bereiche der Ortschaften Hersel und Uedorf (linksrheinisch) sowie Rheidt und Mondorf (rechtsrheinisch) evakuiert. Die Bombe konnte nicht entschärft, sondern musste von den Fachmännern kontrolliert gesprengt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturschutzgebiet „Herseler Werth“ (SU-031) im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]