Hertie-Stiftung

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Gemeinnützige Hertie-Stiftung
HES LOGO V2 RGB.jpg
Rechtsform: Stiftung des bürgerlichen Rechts
Zweck: Vorschule und Schule, Hochschule und Neurowissenschaften, Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Vorsitz: Frank-Jürgen Weise
Bestehen: seit 1974
Stifter: Hans-Georg Karg und Brigitte Gräfin von Norman

(auf Initiative ihres 1972 verstorbenen Vaters Georg Karg, Inhaber der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH)

Stiftungskapital: Marktwert des Anlagevolumens 1 Milliarde Euro (per 31.12.2014)
Mitarbeiterzahl: 50
Sitz: Frankfurt am Main
Website: www.ghst.de

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung baut auf dem Lebenswerk des 1972 verstorbenen Stifters Georg Karg, Inhaber der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH, auf.[1]

Vorstandsvorsitzender ist Frank-Jürgen Weise, der zugleich Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit ist.

Stiftungsvermögen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktwert des Anlagevolumens beträgt 1 Milliarde Euro (per 31. Dezember 2014). Mit einem jährlichen Fördervolumen zwischen 20 und 25 Mio. Euro gehört die Hertie-Stiftung zu den größten privaten Stiftungen Deutschlands. Seit 1998 besteht keinerlei Unternehmensbindung mehr.

Förderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihren drei Förderbereichen Neurowissenschaften, Erziehung zur Demokratie sowie Europäische Integration versteht sich die Gemeinnützige Hertie-Stiftung als gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Impulsgeber. Sie will ihr Privileg nutzen, abseits politischer Interessen sinnvollen Neuerungen zum Durchbruch zu verhelfen und langfristig Perspektiven aufzuzeigen.

Daraus abgeleitet fördert die gemeinnützige Stiftung in den Themenfeldern:

  • Bildung: Erziehung zur Demokratie und Bildungsübergänge erfolgreich gestalten. Hier bündelt die Stiftung Projekte aus den Bereichen Vorschule, Schule und Hochschule.
  • Neurowissenschaften: Die Förderung zukunftsweisender Forschungsfelder und –strukturen. Im Mittelpunkt stehen die Hirnforschung, insbesondere die Felder Multiple Sklerose und neurodegenerative Erkrankungen (u.a. durch Gründung des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung im Universitätsklinikum Tübingen).
  • Gesellschaftliche Innovationen: In diesem Arbeitsgebiet ist die Europäische Integration das Leitthema.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Die 1998 von der Hertie-Stiftung gegründete berufundfamilie gGmbH widmet sich der konkreten Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuratorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder des Kuratoriums prägen die Gesamtentwicklung der Stiftung. Vorsitzender des Kuratoriums ist Michael Endres, stellvertretende Vorsitzende ist Dagmar Schipanski. Zum Ehrenvorsitzenden wurde der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog ernannt.[2]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand leitet und überwacht die Arbeit der Stiftung. Vorsitzender ist Frank-Jürgen Weise, stellvertretender Vorsitzender ist Bernd Knobloch (ehemaliges Vorstandsmitglied der Commerzbank AG). Weitere Vorstandsmitglieder sind Sabine Gräfin von Norman, Rainer Neske (ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutsche Bank AG) und Gordon Riske (Vorsitzender des Vorstands der KION GROUP AG).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht 2014
  2. Mitglieder des Kuratoriums der Hertie-Stiftung. Abgerufen am 30. November 2015