Herzo Base

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Herzo Base
Koordinaten: 49° 34′ 53″ N, 10° 54′ 34″ O
Höhe: 328 m ü. NHN
Einwohner: 562 (2007)
Postleitzahl: 91074
Vorwahl: 09132
Karte
Herzo Base im nördlichen Bereich der Gemarkung Niederndorf
Herzo Base (2012)
Herzo Base (2012)

Die Herzo Base (früher Herbertsacker) ist ein Gemeindeteil der Stadt Herzogenaurach im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 114 Hektar große ehemalige Kasernengelände, das seit der amerikanischen Besatzung in den Nachkriegsjahren Herzo Base genannt wird, liegt etwa zwei Kilometer nordöstlich des Kernortes von Herzogenaurach ganz im Norden der Gemarkung Niederndorf, hart an der Grenze zur Gemarkung Haundorf.

Unmittelbar nördlich des Gemeindeteiles fließt der Bimbach, der dort 19 fischwirtschaftlich genutzte Weiher speist. Im benachbarten Haundorf fließt ihm von Nordwesten der Bimbachgraben zu.[1]

Durch ihre leicht exponierte Lage auf einer markanten Anhöhe, die das Tal des Bimbaches von dem der Mittleren Aurach trennt, ist die Herzo Base der weithin sichtbare, prägende Anblick der östlichen Ortszufahrten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gelände war bis in die 1930er Jahre ausschließlich landwirtschaftlich genutzt und trug den Flurnamen Herbertsacker.[2] 1935 wurde dort die zum Fliegerhorst Herzogenaurach gehörige Kaserne der deutschen Luftwaffe gebaut. Durch die, nur aus der Luft sichtbare, markante Anordnung der Gebäude zueinander, wurden sie damals Kammbau genannt.[3] Im Zweiten Weltkrieg blieben die Einrichtungen nahezu völlig intakt. Am 16. April 1945 übernahmen Amerikanische Einheiten die Kaserne und auch den nahen Fliegerhorst. Von der Nachkriegszeit bis zum Ende des Kalten Krieges waren dort unterschiedliche US-Truppen stationiert und der Name Herzo Base bürgerte sich im gesamten Großraum ein. Im Jahre 1992 wurde das Gelände an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben[4] und in den Folgejahren zu einem Gewerbestandort umgewidmet.[5] Mittlerweile ist dort auch ein Wohngebiet entstanden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich und westlich verläuft die Kreisstraße ERH 3 und östlich die ERH 25. Etwa 1,5 km im Osten führt die A 3 vorbei (Anschlussstelle 82 Erlangen-Herzogenaurach). Südlich verläuft die Ortsumgehung von Herzogenaurach. Der ÖPNV erschließt Herzo Base mit verschiedenen Buslinien. Der Flugplatz Herzogenaurach (Verkehrslandeplatz, ICAO-Code EDQH) befindet sich 2 km westlich. Die geplante Stadtumlandbahn Erlangen Nürnberg soll ebenfalls die Herzo Base anbinden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Herzo Base – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herzo Base im BayernAtlas
  2. [1] Nach der historischen Flurkarte im BayernAtlas lag der Herbers-Acker nicht mehr in der Gemarkung Niederndorf, sondern bereits in der nördlich angrenzenden Gemarkung Haundorf.
  3. 1935 -1945 (Memento des Originals vom 23. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.herzogenaurach.de
  4. US Army at Herzo Base (Memento des Originals vom 23. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.herzogenaurach.de
  5. Kammgebäude, Gewerbeansiedlung, Luftbild (Memento des Originals vom 23. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.herzogenaurach.de