Herzogtum Bar

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Territorium im Heiligen Römischen Reich

Grafschaft - Herzogtum Bar 955 - 1419
Wappen
Wappen Bar Lorraine Arms 1430.svg
Karte
Herzogtum Bar (18. Jahrhundert)
Lage im Reichskreis
Alternativnamen Duché de Lorraine et de Bar ; Herzogtum Bar-Lothringen
Entstanden aus Lotharii Regnum Grafschaft Bar
Herrschaftsform Herzogtum
Herrscher/Regierung Herzog
Heutige Region/en FR-54 FR-55 FR-88 FR-57 FR-52
Reichskreis Oberrheinischer Kreis als Teilgebiet des Herzogtums Lothringen
Kreistag Worms ; Frankfurt am Main
Hauptstädte/Residenzen Bar-le-Duc
Dynastien Haus Scarponnois ; Haus Anjou; Haus Habsburg-Lothringen
Konfession/Religionen römisch-katholisch
Sprache/n Französisch Lothringisch
Aufgegangen in 1766 : Französisches Königreich

Das Herzogtum Bar (französisch: Duché de Bar) war ein historisches Territorium am Oberlauf der Maas in Lothringen im heutigen Frankreich mit dem Zentrum Bar-le-Duc.

Territoriale Entwicklung zwischen zwei Reichen[Bearbeiten]

Bar-le-Duc war bereits um 955 Mittelpunkt einer Grafschaft, als Friedrich I., der spätere Herzog von Oberlothringen diese Ländereien durch einen Gebietstausch mit dem Bischof von Toul erwarb.

1354 wurde die Grafschaft Bar zum Herzogtum erhoben. Es gehörte teilweise zu Frankreich (das im Westen der Grafschaft gelegene Barrois mouvant wurde 1301 vom römisch-deutschen Kaiser Albrecht von Habsburg an Philip den Schönen von Burgund abgetreten) und teilweise zum Heiligen Römischen Reich. Die deutsche Hälfte wurde 1380 (de facto erst 1419) wieder mit dem Herzogtum Lothringen vereinigt. Das Barrois mouvant, das seinen Namen von der Übergabe (mouvance, terre mouvante) der Lehnsherrschaft durch den französischen König an den Landesfürsten erhielt, blieb unter der Oberhoheit der französischen Krone. 1766 wurde Bar von Frankreich annektiert.

Das Territorium des Herzogtums zog sich entlang der Maas vom Bassigny im Süden bis Stenay im Norden und umfasste das Gebiet zwischen Argonnen und Mosel, die Woëvre und das Gebiet nördlich Toul.

Grafen von Bar[Bearbeiten]

Wigeriche[Bearbeiten]

Haus Scarponnois[Bearbeiten]

  • Dietrich I., † 1105, deren Sohn, Graf in Altkirch und Pfirt, 1093 Graf von Bar
  • Rainald I. der Einäugige, † 1149, dessen jüngerer Sohn, Graf von Bar und Graf von Mousson
  • Rainald II., † 1170, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1149
  • Heinrich I., † 1190, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1170
  • Theobald I., † 1214, dessen Bruder, Graf von Bar und Mousson 1191, 1198 Graf von Luxemburg (uxor nomine)
  • Heinrich II., † 1239, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1214
  • Theobald II., † 1291, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1240
  • Heinrich III., † 1302, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1291
  • Eduard I., † 1336, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1302
  • Heinrich IV., † 1344, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1337
  • Eduard II., † 1352, dessen Sohn, Graf von Bar und Mousson 1349
  • Robert I., † 1411, dessen Bruder, Graf von Bar und Mousson 1352, Herzog von Bar 1354

Herzöge von Bar[Bearbeiten]

Haus Scarponnois[Bearbeiten]

Jüngeres Haus Anjou[Bearbeiten]

Haus Châtenois[Bearbeiten]

  • René II., † 1508, deren Sohn, 1473 Herzog von Lothringen, 1480 Herzog von Bar

Das Herzogtum Bar wird mit Lothringen vereinigt.

Otto von Habsburg benutzte den Titel während seines Studiums an der Universität Löwen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Mohr, Geschichte des Herzogtums Lothringen. Teil IV: Das Herzogtum Lothringen zwischen Frankreich und Deutschland (14.–17. Jahrhundert), 1986 (G. Michaux) Trier (Akademische Buchhandlung Interbook) (französisch) - Auszüge in deutsche Übersetzung
  • Gerhard Köbler, Historisches Lexikon der Deutschen Länder: die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C:H.Beck S.391