Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung
Hessische Landesregierung.svg
Staatliche Ebene Landesbehörde
Stellung Ministerium
Hauptsitz Georg-August-Zinn-Str. 1
Wiesbaden
Behördenleitung Kristina Sinemus
Netzauftritt [1]

Das Hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung ist eines von neun Ministerien des Landes Hessen. Es hat seinen Sitz in der Staatskanzlei in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Das Ministerium wurde bei der Bildung des Kabinetts Bouffier III am 18. Januar 2019 neu gegründet. Kristina Sinemus wurde zugleich zur ersten Staatsministerin des neuen Ministeriums ernannt, während Patrick Burghardt als Staatssekretär in die Landesbehörde einzog.

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Mai 2019 stellte Sinemus der Presse die Schwerpunkte ihrer künftigen Arbeit vor und lobte dabei Hessens bundes- und europaweite Vorreiterrolle im internationalen Digitalisierungswettbewerb.[1][2] Die 5 Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Ausbau der digitalen Infrastruktur: Ziel ist es, alle Haushalte und Institutionen in Hessen bis 2025 gigabitfähig anzubinden und bis 2030 eine flächendeckende Glasfaseranbindung bis in die Gebäude sicherzustellen. Ab 2020 soll der neue Mobilfunkstandard 5G in ausgewählten Modellregionen eingeführt werden.[3]
  • Stadt und Land für die Zukunft stärken: mit dem von Sinemus initiierten Förderprojekt Digitale Dorflinde werden Städte und Gemeinden bei der Einrichtung kommunaler WLAN-Infrastrukturen finanziell unterstützt.[4] Für die integrierte Verkehrssteuerung in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ist die Einrichtung einer Geschäftsstelle Smart Region vorgesehen.[5]
  • Digitales Rathaus ausbauen: Verwaltungsleistungen sollen verstärkt über eine gemeinsame Onlineplattform abgerufen werden können.[6]
  • Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen: Mit dem TechCampus soll die Grundlagen- und Innovationsforschung gestärkt und ein starker Anwendungsbezug erreicht werden. Geplant ist darüber hinaus ein Kompetenzzentrum Verantwortungsbewusste Digitalisierung, das mit dem Rat für Digitalethik, den Sinemus leitet, verzahnt werden soll.
  • Digitalstrategie Hessen voranbringen: die Strategie Digitales Hessen soll laufend fortgeschrieben werden und daraus bürger- und nutzenorientierte, ressortübergreifende Kooperationsprojekte entwickelt werden

Die erste Pressekonferenz der hessischen Digitalministerin wurde in der Presse und von Vertretern der Parteien im Hessischen Landtag kritisch kommentiert.[7][8][9][10][11][12][13]

Im Mai 2019 kündigte Sinemus an, dass die vom IT-Planungsrat etablierte Föderale IT-Kooperation (FITKO)[14] ihren Sitz in Frankfurt am Main haben wird.[15]

Am 27. September 2019 fand am Internet-Knoten DE-CX in Frankfurt am Main das erste Treffen der im Bund und in den Bundesländern für die Digitalisierung zuständigen Ministerinnen und Minister statt.[16] Gemeinsam wurden fünf Handlungsfelder beschlossen, die in der "Frankfurter Erklärung der D17" zusammengefasst wurden.[17]

Im November 2019 wurde der Aufbau eines Hessischen Kompetenzzentrums für verantwortungsbewusste Digitalisierung mit der TU Darmstadt vereinbart.[18][19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Digitalisierung für und mit den Menschen: Hessen als Vorreiter | Hessische Staatskanzlei. Pressestelle Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, 20. Februar 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  2. Digitalministerin Sinemus stellt Arbeitsschwerpunkte vor. Wiesbadener Tagblatt, 20. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  3. Gigabitstrategie für Hessen. Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, 22. Januar 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  4. Hessen WLAN - Digitale Dorflinde. Abgerufen am 21. Mai 2019.
  5. Digitalisierung in Stadt und Land unterstützen. Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, 10. Juli 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  6. Digitales Rathaus. Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, 22. Januar 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  7. Sinemus lobt Hessens digitale Vorreiterrolle in Europa. Wiesbadener Tagblatt, 20. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  8. Ewald Hetrodt: Künftige Arbeitsschwerpunkte: Opposition verspottet Hessens Digitalministerin. 20. Mai 2019, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 21. Mai 2019]).
  9. Sinemus: Digitalisierung für und mit den Menschen - Hessen als Vorreiter. In: fuldainfo.de. 20. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  10. Pitt v. Bebenburg: Hessische Digitalministerin Sinemus sucht „weiße Flecken“. Frankfurter Rundschau, 21. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  11. Gerhard Kneier: Ministerium ohne Zuhause. Mannheimer Morgen, 21. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  12. Oliver Stirböck: Zur Pressekonferenz der Digitalministerin. FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, abgerufen am 21. Mai 2019.
  13. Torsten Felstehausen: „Regierungserklärung“ der Digitalministerin: Viel heiße Luft. Pressestelle DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag, 20. Mai 2019, abgerufen am 21. Mai 2019.
  14. FITKO. Aufbaustab Föderale IT-Koordination, abgerufen am 3. September 2019.
  15. Pitt v. Bebenburg: Fitko kommt an den Main. Frankfurter Rundschau, 22. Mai 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  16. Erstes bundesweites Treffen der Digitalministerinnen- und Digitalminister. Pressestelle: Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, 27. September 2019, abgerufen am 1. November 2019.
  17. D17 – Frankfurter Erklärung. Pressestelle: Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung (PDF), 27. September 2019, abgerufen am 1. November 2019.
  18. Kooperationsvereinbarung zum Aufbau eines Hessischen Kompetenzzentrums für verantwortungsbewusste Digitalisierung unterzeichnet. Hessisches Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung, 4. November 2019, abgerufen am 6. November 2019.
  19. Technische Universität Darmstadt: Mensch und Gesellschaft im Mittelpunkt. 4. November 2019, abgerufen am 6. November 2019.

Koordinaten: 50° 5′ 9,9″ N, 8° 14′ 35,4″ O