Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
— HMUKLV —

Logo
Staatliche Ebene Land
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 1945
Hauptsitz Wiesbaden
Behördenleitung Priska Hinz (Grüne)
Bedienstete ca. 470[1]
Haushaltsvolumen 763.782.700 Euro (2021)[2]
Netzauftritt umwelt.hessen.de
Das Ministerium in der Mainzer Straße 80 in Wiesbaden
Staatsministerin Priska Hinz (2016)

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) ist eine Oberste Landesbehörde. Das HMUKLV ist das Umwelt- und gleichzeitig das Landwirtschaftsministerium des Landes Hessen. An der Spitze des Hauses steht als Mitglied der Hessischen Landesregierung Staatsministerin Priska Hinz (Grüne); vertreten wird sie von Oliver Conz als Staatssekretär.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während das Ministerium nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem die Aufgabe hatte, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen und daher als Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft benannt war, kamen in den 1970er Jahren verstärkt Aufgaben des Umweltschutzes hinzu. Im Jahr 1984 wurde im Zuge der ersten rot-grünen Koalition der Bereich Umwelt und Energie in ein neugeschaffenes Umweltministerium unter Joschka Fischer ausgelagert. Im Jahre 1999 wurden die beiden Ministerien wieder zusammengelegt. Das Ministerium deckt nun die Aufgaben des Umweltschutzes, des Verbraucherschutzes und der Landwirtschaft ab. 2009 wurde der Bereich Energie, der zuvor dem Wirtschaftsministerium unterstellt war, dem Umweltministerium hinzugefügt.

Folgende Namen trug das Ministerium und seine Vorgänger-Ministerien seit 1945:

Zeitraum Bereich Landwirtschaft Bereich Umwelt
1945–1947 Ernährung und Landwirtschaft
1947–1949 Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft
1949–1953 Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft
1953–1970 Landwirtschaft und Forsten
1970–1978 Landwirtschaft und Umwelt
1978–1984 Landesentwicklung, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten
1984–1985 Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz Arbeit, Umwelt und Soziales
1985–1987 Landwirtschaft und Forsten Umwelt und Energie
1987–1991 Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz Umweltschutz und Reaktorsicherheit
1991–1995 Landesentwicklung, Wohnen, Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten
1995–1999 Inneres und Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit
1999–2003 Umwelt, Landwirtschaft und Forsten
2003–2009 Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz
2009–2014 Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
2014–heute Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hauptsächlichen Aufgaben des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind:

  • Umweltschutz: Wahrnehmung der Atomaufsicht, Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes, Abfallwirtschaft und Lärmschutz
  • Landwirtschaft: Förderung der Landwirtschaft und Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung des ländlichen Raums
  • Verbraucherschutz: Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Gefahren und gegen Irreführung und Täuschung der Verbraucher, Lebensmittelsicherheit

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist eine oberste Verwaltungsbehörde mit rund 470 Mitarbeitern.[1] Den Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel sowie die Landkreise als untere Naturschutzbehörde übernehmen Aufgaben des Umweltschutzes, des Verbraucherschutzes sowie Aufgaben in den Bereichen Forsten, Naturschutz und Landwirtschaft.

In den Behörden des Umweltressort sind etwa 4200 Mitarbeiter beschäftigt.

Ministerium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ministerium besteht neben dem Ministerbüro aus sieben Abteilungen:

  • Abteilung I: Die Zentralabteilung ist für organisatorische Fragen, Personalentscheidungen und rechtliche Fragen zuständig
  • Abteilung II: Abfallwirtschaft, Immissions- und Strahlenschutz
  • Abteilung III: Wasser und Boden
  • Abteilung IV: Klimaschutz, nachhaltige Stadtentwicklung, biologische Vielfalt
  • Abteilung V: Verbraucherschutz, Lebensmittelüberwachung, Tierschutz, Veterinärwesen
  • Abteilung VI: Wald und nachhaltige Forstwirtschaft
  • Abteilung VII: Landwirtschaft

Nachgeordnete Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Reihe von Behörden und Institutionen sind dem Ministerium unterstellt:[3]

Staatsaufsicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ministerium übt die Staatsaufsicht über zahlreiche Einrichtungen aus:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aufgaben & Organisation. Über uns. In: umwelt.hessen.de. Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, abgerufen am 19. Dezember 2021.
  2. Einzelplan 09 für den Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. (PDF; 1,8 MB) Landeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2021. In: finanzen.hessen.de. Hessisches Ministerium der Finanzen, S. 3, abgerufen am 19. Dezember 2021.
  3. Beschluss über die Zuständigkeit der einzelnen Ministerinnen und Minister nach Artikel 104 Absatz 2 der Verfassung des Landes Hessen (GVBl) vom 28. März 2014.
  4. Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. In: vswffm.de. Abgerufen am 19. Dezember 2021.

Koordinaten: 50° 4′ 13,1″ N, 8° 14′ 58,2″ O