Hettstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hettstadt
Hettstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hettstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 9° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Hettstadt
Höhe: 307 m ü. NHN
Fläche: 13,92 km2
Einwohner: 3642 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 262 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97265
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 146
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 2
97265 Hettstadt
Webpräsenz: www.hettstadt.de
Bürgermeisterin: Andrea Rothenbucher (CSU-Liste)
Lage der Gemeinde Hettstadt im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Hettstadt ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hettstadt (mit den Gemeinden Hettstadt und Greußenheim).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hettstadt liegt in der Region Würzburg auf einem Hochplateau am linken Mainufer, fast in gleicher Höhe mit der Festung Marienberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hettstadt gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Hettstadt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Hettstadt besteht aus dem Personennamen Hado und dem althochdeutschen Wort stat.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1158 Hedenstat
  • 1170 Hetenstat
  • 1176 Hettinstat
  • 1196 Hetinstat
  • 1250 Hettenstat
  • 1358 Hettstat
  • 1386 Hettenstadt
  • 1495 Hettstadt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort in einem Verkaufsvertrag aus dem Jahre 1158, 1170 wurde er Pfarrsitz. Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Kloster Unterzell) wurde Hettstadt, das seit 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Deutschen Krieges fand bei den Hettstädter Höfen am 26. Juli 1866 als Teil des Großgefechts von Roßbrunn die einzige Kavallerieattacke des Mainfeldzugs statt, bei dem es dem 6. Bamberger Chevaulegers-Regiment sowie dem 1. und 2. Regiment der bayerischen Kürassiere gelang, die preußische Kavallerie in die Flucht zu treiben (vgl. auch "Der deutsche Krieg 1866" von Theodor Fontane). Durch Kämpfe zwischen amerikanischen und deutschen Streitkräften am 1. April 1945 wurde der Ort zu 80 % zerstört.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1804 Einwohner
  • 1987: 2235 Einwohner
  • 1991: 2591 Einwohner
  • 1995: 2848 Einwohner
  • 2000: 3604 Einwohner
  • 2005: 4050 Einwohner
  • 2010: 3678 Einwohner
  • 2015: 3642 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Andrea Rothenbucher (CSU-Liste).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters:

  • CSU: 7 Sitze
  • SPD/Wählergemeinschaft: 5 Sitze
  • Unabhängige Bürger: 4 Sitze
  • Urdemokraten: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hettstadt
Wappenbeschreibung: „In Rot über drei aus dem Schildfuß aufwachsenden silbernen Spitzen der silbern nimbierte, sitzende und silbern gekleidete Papst Sixtus mit goldenem Pallium und spitzer Mitra, in der Rechten ein silbernes Schwert haltend; im linken Obereck eine Traube mit silbernen Blättern und goldenen Beeren.“[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 21. Juni 1987 existiert eine Partnerschaft mit der Gemeinde Argences aus Frankreich.

Allianz Waldsassengau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. November 2014 ist Hettstadt zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[5] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 47 und im Bereich Handel und Verkehr 118 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 461. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 insgesamt 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 723 Hektar, davon waren 389 Ackerfläche und 258 Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ÖPNV wird durch das Busunternehmen Huberts Reisen abgewickelt. Als Linie 48 fahren montags bis freitags zwischen 12 und 16 und an Samstagen sieben Busse zum Würzburger Busbahnhof. Sonn- und feiertags fahren drei Busse der Linie 50 über Hettstadt nach Würzburg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 200 Kindergartenplätze mit 181 Kindern
  • Grundschule (Klassen 1 bis 4)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldemar Zorn (1938–2008), Politiker, Landrat des Landkreises Würzburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hettstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 102 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Eintrag zum Wappen von Hettstadt in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 8. September 2017.
  5. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. Abgerufen am 20. Januar 2016.