Heukewalde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heukewalde
Heukewalde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heukewalde hervorgehoben
Koordinaten: 50° 50′ N, 12° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberes Sprottental
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 5,9 km2
Einwohner: 182 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034496
Kfz-Kennzeichen: ABG, SLN
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 016
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 30
04626 Heukewalde
Webpräsenz: www.heukewalde.de
Bürgermeister: Maik Piewak
Lage der Gemeinde Heukewalde im Landkreis Altenburger Land
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Über dieses Bild
Heukewalde, Luftaufnahme (2018)

Heukewalde ist eine Gemeinde im Süden des thüringischen Landkreises Altenburger Land. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heukewalde wird zum Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet gezählt. Das Dorf wird von Süden nach Norden von der Heukewalder Sprotte durchflossen, die zwischen Vollmershain und Posterstein in die Mannichswalder Sprotte mündet. Die nächsten Städte sind Ronneburg (7 km nordwestlich), Schmölln (9 km nordöstlich) und Crimmitschau (9 km östlich).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Jonaswalde, Posterstein und Vollmershain im Landkreis Altenburger Land sowie Rückersdorf und Paitzdorf im Landkreis Greiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort am 9. Dezember 1152.[2] Der Ort stellt ein typisches Straßendorf von dreieinhalb Kilometern Länge dar und ist somit als deutsche Gründung zu erkennen. Das Ortsbild wird hauptsächlich von den typischen Altenburger Fachwerkhöfen geprägt. Von 1826 bis 1918 gehörte Heukewalde zum Herzogtum Sachsen-Altenburg, danach bis zum 1. Mai 1920 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der dann in Thüringen aufging. Am 1. Oktober 1922 kam der Ort zum Landkreis Gera, da sich das Landratsamt Ronneburg aufteilte, zu dem Heukewalde seit dem 1. April 1900 gehörte.[3] 1952 ging Heukewalde an den Kreis Schmölln.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1910 hatte Heukewalde 322 Einwohner,[3] 1933 waren es 256 und 1939 245 Einwohner.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 215
  • 1995: 236
  • 1996: 242
  • 1997: 240
  • 1998: 236
  • 1999: 245
  • 2000: 241
  • 2001: 236
  • 2002: 237
  • 2003: 244
  • 2004: 229
  • 2005: 226
  • 2006: 229
  • 2007: 220
  • 2008: 210
  • 2009: 218
  • 2010: 222
  • 2011: 211
  • 2012: 204
  • 2013: 203
  • 2014: 201
  • 2015: 189
  • 2016: 195
  • 2017: 182
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen[4]:

Die Wahlbeteiligung lag bei 86,9 % (+9,5 %p).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl 1994 erhielt Lutz Wolf von der CDU im ersten Wahlgang 88,5 % der gültigen Stimmen. 1999 wurde er mit 86,9 % der Stimmen im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. 2004 wurde der unabhängige Maik Piewak im ersten Wahlgang mit 80,5 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. 2010 setzte er sich im ersten Wahlgang mit 62,0 % der Stimmen erneut gegen den CDU-Kandidaten durch. Die Wahl am 5. Juni 2016 gewann er ohne Gegenkandidaten mit einer Mehrheit von 75,2 % und einer Wahlbeteiligung von 85,3 % (- 6,8 %p).[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen

Wappenbeschreibung: „Dreigeteilt mit einer eingepfropften flachen silbernen Spitze, rechts oben in Gold ein rotbewehrter schwarzer Adler am Spalt, links oben in Rot eine goldene Weizenähre und unten in Silber eine rote heraldische Rose.“

Der Adler steht für die ehemalige Rechtsunmittelbarkeit des Gebietes um Heukewalde. Die Ähre verdeutlicht den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde. Die rote Rose steht für die Zugehörigkeit zur Burggrafschaft Altenburg. Die Gemeindefarben sind gold und rot.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Ortsmittelpunkt stellt ein Landgasthof mit Pension dar, der einen Bürgersaal und eine Kegelanlage unterhält. Im Ort existieren insgesamt vier Pensionen und mehrere Wanderwege zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heukewalde ist über die Kreisstraße K 502 mit den Nachbarorten Nischwitz und Posterstein verbunden. Eine weitere Ortsverbindungsstraße führt nach Jonaswalde. Die Gemeinde liegt im Mitteldeutschen Verkehrsverbund und ist über die an Werktagen außer an Samstagen verkehrenden Buslinien 355 Schmölln–Untschen–Thonhausen sowie 357 Schmölln–Selka–Weißbach–Brandrübel–Schönhaide–Thonhausen–Nischwitz der THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft angebunden. Die nächste Bahnstation befindet sich im vier Kilometer nördlich gelegenen Nöbdenitz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Brumme (* 6. August 1909 in Heukewalde; † 23. September 1967), Pädagoge, antifaschistischer Widerstandskämpfer, ehemaliger KZ-Häftling, Schulreformer und Hochschullehrer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heukewalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Heukewalde.de
  3. a b Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Herzogtum Sachsen-Altenburg – Landratsamt Ronneburg. Abgerufen am 25. September 2012.
  4. Gemeinderatswahl 2014 abgerufen am 4. August 2014
  5. Ergebnisse der Bürgermeisterwahl auf der Seite des Landeswahlleiter Thüringen, abgerufen am 1. August 2016