Heupelzen

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Heupelzen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heupelzen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 43′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen (Westerwald)
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 2,58 km2
Einwohner: 253 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57612
Vorwahl: 02681
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 051
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Webpräsenz: www.vg-altenkirchen.de
Ortsbürgermeister: Rainer Düngen
Lage der Ortsgemeinde Heupelzen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Holzskulptur eines Adlers am Ortsrand von Heupelzen

Heupelzen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in 309 m Höhe gelegene Hauptort Heupelzen ist von Weiden und Wäldern des Staatsforstes Altenkirchen umgeben.

Die Gemeinde umfasst zwei Ortsteile: Heupelzen und das 1 km nordöstlich gelegene Beul. Nur die linke, westliche Straßenseite von Beul gehört allerdings zur Gemeinde Heupelzen, die andere Seite von Beul ist ein Ortsteil von Busenhausen.

Weitere Nachbargemeinden sind Ölsen im Nordwesten, Birkenbeul im Norden, Busenhausen im Osten, Kettenhausen im Süden sowie Oberirsen und Wölmersen im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heupelzen wurde erstmals 1493 urkundlich als Huypeltzhusen erwähnt, als ein örtlicher Hof an die Kirche in Hilgenroth verkauft wurde. Der heutige Ortsname setzt sich vermutlich zusammen aus der Endung „-zen“ als Zusammenziehung von „-hausen“ und der näheren Bestimmung „Heupel“, vermutlich in der Bedeutung Hübbel/Hügel. Dies könnte auf den nahen Beulskopf hinweisen, die höchste Erhebung in der Verbandsgemeinde Altenkirchen.

Heupelzen gehörte zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Sayn, die bereits seit dem 12. Jahrhundert umfangreiche Besitzungen im Westerwald und in der Eifel hatten. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[2] Nachdem die ältere Linie der Grafen von Sayn 1606 erloschen war, kam die Grafschaft Sayn an die Grafen von Sayn-Wittgenstein-Sayn. Nach dem Tode des letzten Grafen 1636 erbten die beiden Erbtöchter die Grafschaft und teilten sie im 17. Jahrhundert schließlich in Sayn-Hachenburg und Sayn-Altenkirchen. Beul und Heupelzen gehörten zu Sayn-Altenkirchen und lagen damit im Grenzbereich zu den Kirchspielen Hamm und Birnbach, welche Sayn-Hachenburg zugeordnet wurden. Der Grenzbereich der Grafschaften ist noch heute teilweise durch Grenzgräben und alte Grenzsteine erkennbar.

Auf Grundlage der Vereinbarungen des Wiener Kongresses (1815) wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten. Unter der preußischen Verwaltung wurden Heupelzen und Beul der Bürgermeisterei Altenkirchen im neu errichten Kreis Altenkirchen (Regierungsbezirk Koblenz) zugeordnet und gehörten von 1822 an zur Rheinprovinz.

Wahrzeichen des Ortes ist heute der 35 m hohe Raiffeisen-Aussichtsturm.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Heupelzen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 78
1835 118
1871 154
1905 174
1939 187
1950 178
Jahr Einwohner
1961 180
1970 202
1987 204
1997 243
2005 272
2015 253

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Heupelzen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Beulskopf befindet sich der Raiffeisen-Turm mit Aussicht in das Rothaargebirge, Siebengebirge sowie bis zur Hohen Acht (747 m) in der Eifel (Entfernung 57 km).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heupelzen ist noch landwirtschaftlich geprägt, entwickelt sich jedoch zunehmend zu einer Wohngemeinde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nähe zur Stadt Altenkirchen sowie zum Bahnhof Au (Sieg) bietet gute Verbindungsmöglichkeiten. Zwischen Altenkirchen, Heupelzen und Hamm verkehrt eine Buslinie.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Heupelzen (Hrsg.): 500 Jahre Heupelzen. 1493–1993, Heupelzen 1993.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heupelzen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74-80.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.