Hexafluorpropen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Hexafluorpropen
Allgemeines
Name Hexafluorpropen
Andere Namen
  • Perfluorpropylen
  • R-1216
  • Hexafluorpropylen
  • HFP
Summenformel C3F6
CAS-Nummer 116-15-4
PubChem 8302
Kurzbeschreibung

farb- und fast geruchloses, nicht brennbares Gas[1]

Eigenschaften
Molare Masse 150,02 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

6,91 g·cm−3 (0 °C)[1]

Schmelzpunkt

−156,5 °C[1]

Siedepunkt

−30,3 °C[1]

Dampfdruck

674 kPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

0,52 mol·l−1 in Wasser[2]

Brechungsindex

1,583 (−40 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [4]
04 – Gasflasche 07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 280​‐​332​‐​335
P: 261​‐​410+403 [5]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [4]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 20​‐​37
S: (2)​‐​41
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexafluorpropen (C3F6) ist die vollständig fluorierte Form des Propens. Das Molekül weist eine Doppelbindung zwischen den Kohlenstoffatomen auf.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Hexafluorpropen kann durch thermische Behandlung von Tetrafluorethen, Octafluorcyclobutan oder Chlortetrafluorethan sowie durch gemeinsame Pyrolyse von Chlordifluormethan und 2-Chlor-1,1,1,2-tetrafluorethan gewonnen werden.[7] Es tritt auch bei extremer thermischer Belastung von Polytetrafluorethylen (PTFE) aus.[8]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Das farblose Gas ist fast geruchlos. Hexafluorpropen reizt die Atemwege und ist gesundheitsschädlich beim Einatmen. Es besitzt eine kritische Temperatur von 124,6 °C, einen kritischen Druck von 54,95 bar und eine Tripelpunkt-Temperatur von −156,5 °C (Schmelztemperatur).[1]

Die Auswirkungen von Hexafluorpropen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt werden unter REACH im Jahr 2015 im Rahmen der Stoffbewertung von Italien geprüft.[9]

Verwendung[Bearbeiten]

Hexafluorpropen wird als Prozessgas in der Plasmatechnik eingesetzt, um PTFE ähnliche Schichten auf Oberflächen abzuscheiden. Es dient dabei als Comonomer für die technische Herstellung von Polymerisaten auf Basis von Tetrafluorethen (z.B. EFEP = Ethylen-TFE-HFP = Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropen).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 116-15-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 18. August 2007 (JavaScript erforderlich)
  2. E. Wilhelm, R. Battino, R.J. Wilcock: Low pressure solubility of gases in liquid water, Chemical Reviews 77 (2), S. 219–266 (1977).
  3. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-420.
  4. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 116-15-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  5. Datenblatt Hexafluoropropene bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. April 2011 (PDF).
  6. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  7. Process for the preparation of hexafluor propene (freepatentsonline)
  8. Umweltrisiko Bratpfanne? (Berliner Zeitung)
  9. Community Rolling Action Plan (CoRAP) vom 17. März 2015, abgerufen am 15. Juni 2015