Hexylamin

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Strukturformel
Strukturformel von Hexylamin
Allgemeines
Name Hexylamin
Andere Namen
  • n-Hexylamin
  • 1-Hexylamin
  • 1-Aminohexan
Summenformel C6H15N
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 111-26-2
EG-Nummer 203-851-8
ECHA-InfoCard 100.003.502
PubChem 8102
Wikidata Q426238
Eigenschaften
Molare Masse 101,19 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,77 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−23 °C[1]

Siedepunkt

131 °C[1]

Dampfdruck
pKs-Wert

10,56 (25 °C)[2]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser (12 g·l−1 bei 20 °C)[1][3]
  • löslich in Chloroform[3]
  • mischbar mit Ethanol und Diethylether[3]
Brechungsindex

1,418 (20 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​290​‐​301+311​‐​314
P: 210​‐​280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​308+310 [1]
Toxikologische Daten

670 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Hexylamin (genauer n-Hexylamin) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Amine. Es ist zugleich ein primäres Amin.

Darstellung und Gewinnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hexylamin kann durch die Umsetzung von 1-Hexanol oder 1-Hexylhalogeniden mit Ammoniak gewonnen werden.[2]

Eine weitere Herstellung kann durch die Hydrierung von Hexannitril erfolgen.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hexylamin ist eine entzündliche, flüchtige, farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch, welche wenig löslich in Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung, wobei Stickoxide, Nitrose Gase und Nitrosamine entstehen. Ihre wässrige Lösung reagiert stark alkalisch.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hexylamin wird als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kautschukchemikalien, Arzneimitteln und Farbstoffen verwendet.[3]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dämpfe von Hexylamin können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden.[1] Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 27 °C.[1][5] Der Explosionsbereich liegt zwischen 2,1 Vol.‑% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 9,3 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n Eintrag zu Hexylamin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 7. Januar 2019 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Roose, Peter; Eller, Karsten; Henkes, Erhard; Rossbacher, Roland; Höke, Hartmut: Amines, Aliphatic. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, 2015, ISBN 978-3-527-30673-2, doi:10.1002/14356007.a02_001.pub2.
  3. a b c d Eintrag zu Hexan-1-amin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 7. Januar 2019.
  4. Datenblatt Hexylamine, 99 % bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 28. Januar 2012 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Abruf nicht angegeben
  5. E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen. Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase. Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft, Bremerhaven 2003.