Hiddestorf

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Hiddestorf
Stadt Hemmingen
Wappen von Hiddestorf
Koordinaten: 52° 16′ 50″ N, 9° 42′ 33″ O
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 8,69 km²[1]
Einwohner: 1447 (30. Jun. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30966
Vorwahl: 05101
Hiddestorf (Niedersachsen)
Hiddestorf

Lage von Hiddestorf in Niedersachsen

St. Nikolai Kirche
St. Nikolai Kirche

Die Ortschaft Hiddestorf gehört zur Stadt Hemmingen in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich von Hiddestorf gab es bereits in der Zeit um Christi Geburt eine germanische Siedlung. Ihre Reste wurden Ende Januar 2008 bei Erschließungsarbeiten im Baugebiet am Wiesenweg entdeckt. Bis 2012 fanden dort Ausgrabungen statt. Bemerkenswert war die hohe Anzahl von 86 damaligen Brunnenanlagen.[2] Die genaue Datierung ist nach Auskunft des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege noch offen.

Im Jahr 980 wurde Hiddestorf in einem Schenkungsregister des Klosters Corvey erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund von Flurbezeichnungen (Wiek: Feld) wird vermutet, dass Hiddestorf im 7.–9. Jahrhundert ein alter Handelsplatz gewesen ist.

Am 1. März 1974 wurde Hiddestorf in die neue Gemeinde Hemmingen eingegliedert.[3]

In Hiddestorf existiert ein Thie. Das Wort Thie bedeutet „zeihen“ oder „bezichtigen“. Zeihen bedeutet anklagen, im Germanischen ist das Wort zeihen für anklagen zu thie geworden. Der Thie ist ein Gerichtsplatz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiddestorf wird auf kommunaler Ebene vom Rat der Stadt Hemmingen vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Hiddestorf stammt von dem in Gadenstedt geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der schon die Wappen von Bantorf, Barrigsen, Egestorf und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 18. Juni 1958 durch den Niedersächsischen Minister des Innern erteilt.[4]

Wappen von Hiddestorf
Blasonierung: „In Grün ein silberner, mit Kruzifix und Umschrift versehener Denkstein, begleitet von je zwei silbernen Kreuzsteinen.“[4]
Wappenbegründung: Für das Wappen boten sich die von Sagen und Erzählungen umwobenen mittelalterlichen fünf Kreuz- und Denksteine an der Straße von Hiddestorf nach Pattensen, die vor Jahren wieder ausgegraben und an dem in einer alten Karte aus dem Jahre 1780 eingezeichneten Standort erneut aufgestellt wurden, als besonderes Merkmal des Ortes dem Rat der Gemeinde an, der beschloss, sie für alle Zeit zu sichern und sie auch in den gebührenden Rang im Gemeindewappen zu erheben. Im Mittelfeld des grünen Schildes liegt der mit einem Kruzifixus gezierte Denkstein, auf dem in dem umlaufenden Schriftband in gotischen Majuskeln die Jahreszahl MCCCXCV (1395) zu erkennen ist, begleitet links und rechts von je zwei gotischen Kreuzsteinen, alle Steine in Silber. Die Steine erhielten in jüngerer Zeit einen neuen Platz an der St. Nikolai Kirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Nikolai
  • Naherholungsgebiet Bürgerholz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hiddestorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Neubürgerbroschüre – Flächen- und Einwohnerzahlen in der Stadt Hemmingen. Auf: Internetseite der Stadt Hemmingen, Seite 9 (PDF-Datei, 6 MB), abgerufen am 14. August 2017.
  2. Bronzezeit, vorrömische Eisenzeit, römische Kaiserzeit und Völkerwanderungszeit als Auszug aus: Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte, Beiheft 17.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.
  4. a b Landkreis Hannover: Wappenbuch Landkreis Hannover. Im Selbstverlag des Autors veröffentlicht, Hannover 1985.