Hiestand Holding

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Hiestand Holding AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
ISIN CH0007186981
Gründung 1967
Auflösung 2008
Auflösungsgrund Fusion mit IAWS Group
Sitz Lupfig, Schweiz
Leitung Urs Jordi
(CEO)
Wolfgang Werlé
(VR-Präsident)
Mitarbeiterzahl 3'197 (31. Dezember 2007)
Umsatz 740,7 Mio. CHF (2007)
Branche Nahrungsmittel
Website www.hiestand.ch

Die Hiestand Holding AG mit Sitz in Schlieren war eine börsennotierte Schweizer Grossbäckerei mit Schwerpunkt auf Convenience-Tiefkühlbackwaren („Aufbackwaren“) sowie Verkaufskonzepten und Dienstleistungen, die 2008 in die Aryzta-Gruppe aufging. Die gesamte Hiestand-Gruppe beschäftigte zuletzt rund 3'200 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 741 Millionen Schweizer Franken. Die Marke Hiestand wird von Aryzta in der Schweiz weiterhin für Backwaren verwendet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als 24-jähriger Jungbäcker richtete Alfred „Fredy“ Hiestand in einer ausgedienten Wäscherei seine erste Backstube mit Teigmaschinen aus zweiter Hand ein und legte im Anschluss eine Karriere zurück, die ihm den Titel „Gifpelkönig“ einbrachte. Im Jahr 1967 legte der Bauerssohn gemeinsam mit Albert Abderhalden und einem Startkapital von 5 000 Schweizer Franken den Grundstein für einen der heutigen grössten Convenience-Tiefkühlbackwarenkonzerne, der vor seiner Übernahme im Jahr 2008 mit rund 3 200 Mitarbeitenden einen Umsatz von 740,7 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftete.[2]

Massgeblich für den Erfolg des Unternehmens waren die innovativen Ideen und Serviceorientierung. Bereits nach einem Jahr entwickelte Hiestand die ersten Gipfelteiglinge als Halbfabrikat für Bäckereien, welche er an Grosskunden vertrieb. Die Buttergipfel-Innovation erstreckte sich über mehrere Jahre. Bis zum Jahr 1975 der erste tiefgekühlte Buttergifpel-Teigling der Schweiz entwickelt, der länger feucht blieb und besser schmeckte. Damit wurde ein äusserst starker Wachstumsschub erreicht.

Entscheidend war im Jahr 1988 die Vorgärung des Teiglings im Vorfeld des Einfrierens, um ihn anschliessend am Ort des Verkaufs zu einem späteren Zeitpunkt schnell und einfach backen zu können. Dieser brauchte nur 20 Minuten Backzeit und konnte auch von angelerntem Hilfspersonal ausgebacken werden. Dadurch war es Detaillisten und Tankstellenbetreibern möglich, während der gesamten Öffnungszeit ofenfrische Gipfel anzubieten.

2003 verkaufte Alfred Hiestand seinen Anteil und zog sich aus dem Unternehmen zurück. Zeitweise führte Albert Abderhalden das Unternehmen.

Seit 1989 ist Hiestand auch in Deutschland mit den Marken Hiestand und Suhr vertreten. 2006 übernahm Hiestand die Firma Fricopan in Berlin-Neukölln mit deren Zweigwerk im sachsen-anhaltischen Immekath. Hiestand hatte Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Polen, in Malaysia, in Japan und in der Türkei.

Im August 2008 fusionierte das Unternehmen mit seinem grössten Aktionär, der irischen IAWS Group, zur Aryzta.[3] Die beiden Unternehmen treten unter dem gemeinsamen Dach weiterhin mit den bestehenden Marken selbständig auf dem Markt auf. Die Aktien der Hiestand Holding waren bis am 20. August 2008 an der SWX Swiss Exchange notiert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philipp Gut: Gipfelikönig Fredy Hiestand. Vom Bauernbub zum Grossbäcker und Gesundheitspionier. Stämpfli Verlag, Bern 2017, ISBN 978-3-7272-7918-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hiestand Holding AG. Handelsregisteramt des Kantons Aargau, abgerufen am 27. Januar 2021.
  2. Fredy Hiestand, Bäcker der Nation, wird 65. In: foodaktuell. 22. Februar 2008, abgerufen am 27. Mai 2020 (deutsch).
  3. Medienmitteilung Hiestand Holding AG, 9. Juni 2008@1@2Vorlage:Toter Link/www.mergerinfo.info (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.