Higashimatsushima

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Higashimatsushima-shi
東松島市
Higashimatsushima
Geographische Lage in Japan
Higashimatsushima (Japan)
Red pog.svg
Region: Tōhoku
Präfektur: Miyagi
Koordinaten: 38° 26′ N, 141° 13′ OKoordinaten: 38° 25′ 35″ N, 141° 12′ 38″ O
Basisdaten
Fläche: 101,86 km²
Einwohner: 39.460
(1. April 2018)
Bevölkerungsdichte: 387 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 04214-5
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Higashimatsushima
Baum: Kiefer
Blume: Kirschblüte
Rathaus
Adresse: Higashimatsushima City Hall
36-1, Aza Kamikawado, Yamoto
Higashimatsushima-shi
Miyagi 981-0503
Webadresse: http://www.city.higashimatsushima.miyagi.jp/
Lage Higashimatsushimas in der Präfektur Miyagi
Lage Higashimatsushimas in der Präfektur

Higashimatsushima (jap. 東松島市, -shi) ist eine Stadt in der Präfektur Miyagi auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Higashimatsushima liegt südlich von Ishinomaki und nördlich von Sendai an der Sendai-Bucht des Pazifischen Ozeans. Zur Gemeinde gehört die bewohnte Insel Miyato-jima.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Higashimatsushima entstand am 1. April 2005 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Yamoto (矢本町, -machi) und Naruse (鳴瀬町, -machi) im Landkreis Monō.

Katastrophe durch Tōhoku-Erdbeben 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tsunamiüberflutungen in Higashimatsushima (Mitte der linken Bildhälfte), das Matsushima Air Field (darunter) und Ishinomaki (rechte Bildhälfte).
Satellitenbilder in Falschfarbendarstellung: Wasser oder Schlammwasser ist blau/dunkelblau, vegetationsbedecktes Land ist rot, offenliegener Boden oder Brachland ist braun/beige-brown und städtisch versiegelte Flächen oder Gebäude sind silber/blaugrau dargestellt.

Am 11. März 2011 wurde die Stadt vom Tōhoku-Erdbeben und der darauffolgenden Tsunami getroffen. Es brachen Brände aus und eine Hälfte der Stadt stand unter Wasser.[1] Mehr als 5500 Wohnhäuser wurden völlig und über 5500 weitere teilweise zerstört.[2] Viele Menschen starben Medienangaben zufolge aufgrund von Unterkühlung, da die Katastrophe die Elektrizitäts- und Gasversorgung unterbrochen hatte, die in der Winterzeit üblicherweise die Wohnraumbeheizung gewährleistete.[3]

Bis zum 20. Mai 2011 wurden 1031 Tote und 395 Vermisste,[4] bis März 2018 1132 Tote und noch 23 weiterhin Vermisste gezählt.[2] Gemessen an der Gesamtbevölkerung Higashimatsushimas, die bei der Volkszählung von 2010 mit 42.903 angegeben worden war,[5] betrug die Opferrate durch die Katastrophe von 2011 2,7 %, wenn alle in dem 157. FDMA-Schadensbericht vom 7. März 2018 registrierten Toten und Vermissten berücksichtigt werden[2] beziehungsweise 2,53 %, wenn die in dem 153. FDMA-Schadensbericht vom 8. März 2016 registrierten Opfer (1.129 Tote und 23 Vermisste) abzüglich der von der Wiederaufbaubehörde (Reconstruction Agency, RA) gemeldeten katastrophenbedingten Todesfälle berücksichtigt werden, wodurch sich eine Zahl von 1.086 Toten und Vermissten ergibt. Mit der gleichen Datengrundlage, aber allein auf das Überflutungsgebiet des Tsunamis in Higashimatsushima bezogen, das eine Fläche von 37 km2 umfasste, ergab sich eine Opferquote von 3,19 %.[6][7]

Schiffe, wie die Chokai Maru (鳥海丸), ein rund 50 Meter langes und auf 2000 Tonnen geschätztes Fischereischulungsschiff der Kamo Fisheries High School (加茂水産高校) aus Tsuruoka (鶴岡市) in der Präfektur Yamagata, wurden vom Tsunami über den Hafendamm gehoben und in bewohnte Viertel von Higashimatsushima oder Ishinomaki gespült.[8][9][10][11][12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Massive tsunami submerges towns, washes away houses, cars (Memento vom 13. März 2011 im Internet Archive)
  2. a b c 平成23年(2011年)東北地方太平洋沖地震(東日本大震災)について(第157報) (Memento vom 18. März 2018 auf WebCite) (PDF (Memento vom 18. März 2018 auf WebCite)), 総務省消防庁 (Fire and Disaster Management Agency), 7. März 2018.
  3. Tsunami-hit city aims to be reborn (Memento vom 14. März 2016 auf WebCite) (englisch), japantimes.co.jp (The Japan Times), 1. Januar 2013, von Maya Kaneko.
  4. 東日本大震災 図説集. In: mainichi.jp. Mainichi Shimbun-sha, 20. Mai 2011, archiviert vom Original am 19. Juni 2011; abgerufen am 19. Juni 2011 (japanisch, Übersicht über gemeldete Tote, Vermisste und Evakuierte).
  5. 平成 22年国勢調査 - 人口等基本集計結果 -(岩手県,宮城県及び福島県) (Memento vom 24. März 2018 auf WebCite) (PDF, japanisch), stat.go.jp (Statistics Japan - Statistics Bureau, Ministry of Internal Affairs and communication), Volkszählung 2010, Zusammenfassung der Ergebnisse für die Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima, URL: http://www.stat.go.jp/data/kokusei/2010/index.html.
  6. Tadashi Nakasu, Yuichi Ono, Wiraporn Pothisiri: Why did Rikuzentakata have a high death toll in the 2011 Great East Japan Earthquake and Tsunami disaster? Finding the devastating disaster’s root causes. In: International Journal of Disaster Risk Reduction. Band 27, 2018, S. 21–36, doi:10.1016/j.ijdrr.2017.08.001. (Online veröffentlicht am 15. August 2017), hier S. 22, Tabelle 2.
  7. 平成23年(2011年)東北地方太平洋沖地震(東日本大震災)について(第153報) (Memento vom 10. März 2016 auf WebCite), 総務省消防庁 (Fire and Disaster Management Agency), 153. Bericht, 8. März 2016.
  8. Tsunami survivors face monstrous cleanup task (Memento vom 14. März 2016 auf WebCite) (englisch), japantimes.co.jp (The Japan Times), 26. März 2011, von Tim Sullivan (AP).
  9. Grounding, Japan Tsunami - Tsunami: Chokai Maru (Memento vom 14. März 2016 auf WebCite) (englisch), shipwrecklog.com, am 11. März 2011 gepostet von "Paul Hancock".
  10. Report: Der Tsunami (Memento vom 14. März 2016 auf WebCite), focus.de, 21. März 2011 (Focus Magazin, Nr. 12, 2011).
  11. Nach der Katastrophe - Japan räumt auf – aber wo zuerst? (Memento vom 14. März 2016 auf WebCite), blick.ch, 24. März 2011 (aktualisiert: 20. Januar 2012) (SDA).
  12. 「鳥海丸」住宅街を裂く 東松島市・加茂水産高の4代目実習船 (Memento vom 14. März 2016 auf WebCite) (japanisch), yamagata-np.jp (Yamagata News Online), 24. März 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Higashimatsushima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien