Hilbringen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hilbringen
Stadt Merzig
Ehemaliges Gemeindewappen von Hilbringen
Koordinaten: 49° 26′ 28″ N, 6° 37′ 1″ O
Höhe: 178 m
Einwohner: 2569 (30. Jun. 2011)
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66663
Vorwahl: 06861
Hilbringen (Saarland)
Hilbringen

Lage von Hilbringen im Saarland

Blick vom Kreuzberg in westliche Richtung auf Hilbringen
Blick vom Kreuzberg in westliche Richtung auf Hilbringen
Schloss Hilbringen

Hilbringen ist einer von 17 Stadtteilen der Stadt Merzig im Landkreis Merzig-Wadern (Saarland) und liegt gegenüber der Kernstadt am linken Saarufer. Hilbringen ist mit rund 2500 Einwohnern hinter Brotdorf und Besseringen der drittgrößte Stadtteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelpunkt von Hilbringen ist der Schlossberg, auf dem wahrscheinlich bereits im 13. Jahrhundert ein „festes Haus“ stand, das den Rittern von Hilbringen, deren Geschlecht mit Reinhard von Hilbringen im Jahr 1611 ausstarb, als Stammsitz diente.[1]

Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wohnten in den sieben Orten der Obermeierei Saargau, zu der auch Hilbringen gehörte, im Jahr 1663 zusammen nur noch 16 Einwohner. Im Jahr 1680 gründete der Hilbringer Pfarrer Calmes eine St. Sebastian-Bruderschaft und stellte in der Kirche einen Sebastian-Altar auf, was als Hinweis dafür gilt, dass damals die Pest in der Region herrschte.[1]

Nach dem Ende der französischen Herrschaft fällt Hilbringen nach 1815 an die preußische Rheinprovinz. Im Jahr 1835 begann der industrielle Aufschwung für Hilbringen in dessen Umgebung in schneller Folge 14 Ziegeleien entstanden, 8 davon in Hilbringen selbst. Vierzig Jahre später beschäftigten diese Betriebe rund 300 Arbeiter. Im Jahr 1885 erfolgte der Neubau einer Straße, heute noch die „nau Strooß“ genannt, den Hang des Nackberges hinauf nach Mondorf, Silwingen und Biringen, die die bis dahin abgelegenen Dörfer erschloss. Im Jahr 1900 kam es zum Bau einer Wasserleitung von Mechern nach Hilbringen und dem Bau einer Petroleum-Straßenbeleuchtung. Die Gründung des Nonnenklosters St. Elisabeth in der Fitter Straße fand im Jahr 1921 statt. Im Rahmen der Begradigung der Saar wurde eine neue Saarbrücke nach Merzig gebaut, die 1944 von Pionieren der Wehrmacht gesprengt wurde.[1]

Im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland wurde die Gemeinde Hilbringen mit Wirkung zum 1. Januar 1974 in die Kreisstadt Merzig eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzverteilung im Ortsrat nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 lautet wie folgt:[2]

(Stand: Mai 2014)

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Stefan Dorbach (CDU).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Hilbringer Bann befinden sich einige Freizeiteinrichtungen wie Zeltoper, das Schwimmbad DAS BAD, ein Yachthafen und das Merziger Brauhaus.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hilbringen befinden sich mehrere Bauwerke, die in der Denkmalliste des Saarlandes als Einzeldenkmale aufgeführt sind:[3] Die katholische Pfarrkirche St. Petrus in Ketten, errichtet nach Plänen von Wilhelm Hector in den Jahren 1890 bis 1891, das sogenannte Schloss, ein Barockbau errichtet den Jahren 1745 bis 1755 und zwei historische Bauernhäuser, errichtet um 1800 bzw. 1902.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am östlichen Ortsrand von Hilbringen liegt die Autobahnanschlussstelle Merzig der Bundesautobahn 8. Durch Hilbringen verlaufen die Landesstraßen L 173 von Merzig nach Waldwisse und L 170 von Wellingen (Stadt Merzig) nach Saarlouis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hilbringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Hilbringen Auf: www.merzig.de, abgerufen am 30. April 2014
  2. a b Ortsrat Hilbringen Auf: www.merzig.de, abgerufen am 30. April 2014
  3. Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Landkreis Merzig-Wadern (PDF), abgerufen am 29. April 2014