Hilda Flavia Nakabuye

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Hilda Flavia Nakabuye (* 1997 oder 1998[1]) ist eine ugandische Bürgerrechtlerin. Sie gilt als eine der führenden Persönlichkeiten der Umweltbewegung in Afrika.[2]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nakabuye stammt aus Wakiso, einem Stadtteil Kampalas, in dem sie früh die vielfältigen Schäden an der Artenvielfalt feststellen konnte.[2] In ihrem Elternhaus – ihre Mutter ist Stylistin, ihr Vater Logistiker – wurde die Umweltproblematik kaum thematisiert, auch nicht in der Schule oder Zeitungen.[3] Sie erhielt ein Stipendium für das Studium der Logistik und Beschaffung an der Kampala International University.[3]

Ihr Engagement begann 2017, nachdem sie an einer Konferenz der Green Climate Campaign Africa teilnahm, weil sie dabei erkannte, dass all diese Schäden auf die Klimakrise zurückzuführen sind.[2] Sie schrieb über diesen Moment: „Gleichzeitig fühlte ich mich schlecht, aber ich entschied mich auch, bei der Lösungsfindung eine Schlüsselrolle zu spielen“.[2]

Sie organisierte bald eine Umweltinitiative zur Beseitigung von Abfällen aus dem Uferbereich des Viktoriasees.[2] Nakabuye übertrug danach die Schülerprotesten der Bewegung Fridays for Future auf Kampala, um Politiker zu einem Ausrufen des Klimanotstands aufzufordern.[2] Über ihre Gespräche mit Politikern, wie dem Präsidenten Yoweri Museveni berichtet sie: „Es ist schwierig, mit Politikern über das Klima zu sprechen, weil sie sich nur um die Entwicklung kümmern, jedoch nicht die nachhaltige Entwicklung.“[2] Sie berichtet zudem: „Das Überzeugen von Menschen ist nicht immer einfach, insbesondere derjenigen, die Geld durch die Ausübung von Tätigkeiten verdinen, die nicht sonderlich umweltverträglich sind.“[2] Mittlerweile trat Nakabuye auf internationalen Konferenzen auf, etwa dem Treffen der C40 im Jahr 2019.

In der Tat ist Uganda auf besondere Weise von den Folgen der Klimakrise betroffen.[2] So leidet das Land unter „steigenden Temperaturen, die Plantagen austrocknen, und massiver Entwaldung zur Produktion von Kohle, die das Land austrocknet“, wie Nakabuye es beschreibt.[2] Mit einer Abholzungsrate von 1,8 % pro Jahr verschwinden die ugandischen Wälder nach Angaben der Vereinten Nationen in besorgniserregendem Tempo. Auch gibt es in vielen Jahren Todesopfer durch Erdrutsche.[2]

Im Jahr 2019 war Sie zudem eine der drei Protagonistinnen in dem Dokumentarfilm "Prayers Do Nothing", welcher sich mit jungen Aktivisten beschäftigt.[4]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Climate Warriors: After Greta, now meet Hilda. In: downtoearth.org.in. Abgerufen am 26. Oktober 2019 (englisch).
  2. a b c d e f g h i j k Nakabuye Hilda Flavia, figure de l’écologie en Ouganda: «Greta Thunberg est mon inspiration». In: Ségolène Allemandou. France 24, abgerufen am 26. Oktober 2019 (französisch).
  3. a b Hilda Flavia Nakabuye, l’étudiante en grève pour sauver le lac Victoria. In: Marion Douet. Le Monde, abgerufen am 26. Oktober 2019 (französisch).
  4. Prayers Do Nothing - A film about young activists worldwide. Abgerufen am 14. Januar 2020.