Hildebrand de Hemptinne

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Hildebrand de Hemptinne OSB (* 10. Juni 1849 in Gent; † 13. August 1913 in Beuron) war ein belgischer Benediktinermönch, Abt und erster Abtprimas des Benediktinerordens.

Grab in der Abteikirche Beuron

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Félix de Hemptinne entstammte einer belgischen Industriellenfamilie. Nach dem freiwilligen Militärdienst bei den Päpstlichen Zuaven trat er am Aschermittwoch 1869 als Postulant in die (1863 als Priorat gegründete) Benediktinerabtei St. Martin zu Beuron ein, wo er den Ordensnamen Hildebrand erhielt. Am 12. Juni 1872 wurde er im Limburger Dom von Bischof Peter Josef Blum zum Priester geweiht. Pater Hildebrand gehörte noch im selben Jahr dem Gründungskonvent der belgischen Abtei Maredsous an, ab 1874 wirkte er wieder in Beuron, ab 1875 (nach der Vertreibung der Benediktiner) im Servitenkloster Volders, schließlich in Erdington (Birmingham). Von 1881 bis 1885 war er Prior in Maredsous, dann Hauptmitarbeiter von Erzabt Maurus Wolter in Beuron, ab 1890 bis 1909 zweiter Abt von Maredsous. Papst Leo XIII. ernannte ihn am 12. Juli 1893 gleichzeitig zum Gründungsabt der Primatialabtei Sant’Anselmo auf dem Aventin in Rom sowie zum ersten Abtprimas der mit dem Breve Summum semper neugegründeten Benediktinischen Konföderation. De Hemptinne war maßgeblich an der Gründung der Benediktinerinnenabtei Maredret beteiligt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hadelin de Moreau: Dom Hildebrand de Hemptinne. Desclée de Brouwer, Paris 1930.
    • deutsch: Hildebrand de Hemptinne. Mönch von Beuron, Abt von Maredsous, erster Primas des Benediktinerordens 1849–1913. Beuroner Kunstverlag, Beuron 1938.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]