Hildegard Schmahl

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Hildegard Schmahl (* 6. Februar 1940 in Schlawe, Provinz Pommern) ist eine deutsche Theater- und Film-Schauspielerin.

Leben und beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pommern gebürtig, wuchs sie nach der Vertreibung in Hamburg auf. Sie absolvierte ihre Schauspielausbildung von 1958 bis 1960 am Hamburgischen Schauspielstudio Frese.[1] In Hamburg erhielt sie am Deutschen Schauspielhaus ihr erstes Engagement. Ihre nächsten Bühnenstationen waren Braunschweig und Bern. 1967 spielte sie am Schauspielhaus Bochum das Gretchen in Faust I.

In der Saison 1969/70 verkörperte sie an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin die Emilia Galotti und die Minna von Barnhelm. Häufig unter der Regie ihres Ehemannes Niels-Peter Rudolph stellte sie in Berlin, Stuttgart und Hamburg zahlreiche Frauengestalten klassischer Theaterstücke dar. Ab 1987 arbeitete sie im Wiener Theater Der Kreis bei George Tabori an dessen Projekten mit. Dort spielte sie 1989 in dessen Shakespeare-Bearbeitung Lears Schatten den König Lear.

1990/91 wechselte sie an das Thalia Theater in Hamburg. Dort arbeitete sie mit Regisseuren wie Jürgen Flimm, Leander Haußmann, Stephan Kimmig, Yoshi Oida, Martin Kušej und Tomaž Pandur. Mit Kušejs Inszenierung von Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald (1998) wurde sie zum Berliner Theatertreffen 1999 eingeladen.[2] Ab der Spielzeit 2001/2002 war Hildegard Schmahl Mitglied im Ensemble der Münchner Kammerspiele. Hier stand sie in Produktionen von Andreas Kriegenburg, Thomas Ostermeier, Stefan Pucher, Johan Simons und Jossi Wieler auf der Bühne.[2] 2021 gastierte sie erstmals bei den Salzburger Festspielen – in Wielers Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Schauspiel Das Bergwerk zu Falun.[2] Sporadisch übernahm sie auch Rollen im Fernsehen und im Film sowie bei Hörspielen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: George Tabori: Masada – Ein Bericht; Regie: George Tabori (RIAS Berlin)
  • 1991: George Tabori: Wie man glücklich wird, ohne sich zu verausgaben (Jokaste) – Regie: Jörg Jannings (Hörspiel – RIAS/SWF)

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oper[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hildegard Schmahl ist mit dem Regisseur Niels-Peter Rudolph verheiratet, ihre Kinder sind die Regisseurin Hannah Rudolph und der Schauspieler Sebastian Rudolph.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 614.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hildegard Schmahl bei der Agentur Divina, abgerufen am 8. November 2021.
  2. a b c Hildegard Schmahl. In: Salzburger Festspiele. 2021;.