Hille-Werke

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Hille-Werke AG
Rechtsform AG
Gründung 1884
Auflösung 1962
Sitz Dresden
Branche Maschinenbau, Automobilhersteller
Aktie über 100 RM der Hille-Werke AG vom Februar 1935
Stehender Hille-Gasmotor, präsentiert auf der II. Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung zu München 1898
Liegender Hille-Gasmotor
Hille-Motordreirad von 1898 im Motorradmuseum Heiner Beckmann

Hille-Werke AG war ein deutscher Hersteller von Motoren, Automobilen und Nutzfahrzeugen.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1884 wurde in Dresden das Unternehmen Moritz Hille Gasmotoren- und Maschinenfabrik[1] bzw. Dresdner Gasmotorenfabrik Moritz Hille[2] gegründet. 1892 erfolgte die Umfirmierung in Dresdner Gasmotoren-Fabrik vorm. Moritz Hille und die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.[2] 1898 begann die Produktion von Automobilen.[1] Der Markenname lautete Hille.[1] 1900 endete die Personenwagenproduktion, dafür entstanden später Nutzfahrzeuge.[1] Eine weitere Umfirmierung erfolgte am 24. April 1918 in Hille-Werke AG.[3] 1926 endete die Nutzfahrzeugproduktion.[1] Nach Ende des Zweiten Weltkriegs hieß die Firma VEB Hille-Werke Dresden im VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge (WMW).[3] 1962 schloss das Unternehmen.[3]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Automobile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von 1898 bis 1900 produzierten Fahrzeuge waren Dreiräder.[1][4] Sie ähnelten den De-Dion-Bouton-Motordreirädern.[1][4] Für den Antrieb sorgte ein Einzylindermotor mit 1,25 PS Leistung.[1][4]

Hille präsentierte auf der Motorwagen-Ausstellung, die vom 17. bis zum 24. September 1898 in Düsseldorf stattfand, ein solches Motordreirad.[5] Der Motor leistete annähernd 2 PS. Das Fahrzeug wog 80 kg. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 40 km/h angegeben.

Nutzfahrzeuge[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ab 1911 produzierten Nutzfahrzeuge entstanden nach Plänen von Joseph Vollmer. Die Nutzlast betrug 2,5 bis 3,5 Tonnen. Der Monoblockmotor mit OHC-Ventilsteuerung leistete 45 PS.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden zwischen 1924 und 1926 erneut Lastkraftwagen hergestellt. Das Modell K 3 war für 3 Tonnen Nutzlast ausgelegt. Sein Vierzylindermotor leistete 45 PS. Der L 5 mit 4,5 Tonnen Nutzlast hatte einen Zweiblockmotor. Die Fahrzeuge wurden als Lieferwagen, Tankwagen, Sprengwagen, Kipper, Möbeltransporter sowie für Langholztransport karosseriert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hille-Werke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Hille.
  2. a b www.Albert-Gieseler.de (abgerufen am 18. Oktober 2012)
  3. a b c Hauptstaatsarchiv Dresden (abgerufen am 18. Oktober 2012)
  4. a b c Ulrich Kubisch: Deutsche Automarken von A–Z. VF Verlagsgesellschaft, Mainz 1993, ISBN 3-926917-09-1, S. 69.
  5. Peter Kirchberg: Automobilausstellungen und Fahrzeugtests in aller Welt. Das Beste aus "Der Motorwagen", der Zeitschrift für Automobil-Industrie und Motorenbau. Teil 1: 1898–1914. Transpress, Berlin 1985, S. 19–20.