Himmelfahrt Fundgrube

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„Reiche Zeche“
„Alte Elisabeth“

Die Himmelfahrt Fundgrube ist ein ehemaliges Erzbergwerk in Freiberg. Sie gehört seit 2019 zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Die Himmelfahrt Fundgrube ist die letzte ständig offene Grube im Freiberger Revier. Allerdings wird seit 1968 kein Erz mehr gefördert. Die TU Bergakademie Freiberg nutzt die Himmelfahrt Fundgrube mit ihren Schachtanlagen „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“ als Lehr- und Forschungsbergwerk und ist auch der offizielle Betreiber des Bergwerkes. Seit 1991 ist die Himmelfahrt Fundgrube auch für den Besucherverkehr geöffnet. Das schon von Weitem sichtbare Fördergerüst des zur Himmelfahrt Fundgrube gehörenden Schachtes Reiche Zeche ist heute eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Freiberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abrahamschacht

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Silberbergbau in Freiberg reicht bis 1168 zurück. Laut einer Legende wurde das Fuhrwerk von Salzhändlern bei der Durchquerung des Münzbaches (Freiberger Mulde) beschädigt. Zur Reparatur benutzten die Fuhrleute einige Steine und bemerkten, dass diese Steine glitzerten. Sie nahmen die Steine mit und zeigten sie Bergleuten im heimischen Harz. Allerdings gibt es keine schriftlichen Beweise für diese Ereignisse. Friedrich Barbarossa verlieh dem Markgrafen Otto von Meißen 1170 das Bergregal.[1] Die Funde im späten 12. Jahrhundert lösten das erste Berggeschrey aus. In dieser Phase wurden gediegenes Silber und Erze mit hohen Silbergehalt aus der Oxidationszone gefördert. In dieser ersten Blütezeit entstand die Stadt Freiberg. Diese erste Blüte ging im 14 Jh. zu Ende, da die oberflächennahen Erze abnahmen und tiefer liegende Erze weniger Silbergehalt hatten. Auch die in dieser Zeit um sich greifende Pest trug zum Niedergang bei.[2]

Die zweite Blüte des Freiberger Silberbergbaus begann in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es wurden Schürfpremien für die Auffindung von Silbererz ausgelobt. Da sich die Verhüttung weiter entwickelt hatte, lohnte sich der Abbau wieder und das zweite oder große Berggeschrey nahm seinen Anfang. Abnehmende Erträge und der Dreißigjährige Krieg beendeten diese Phase im 17. Jahrhundert.[2]

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erholte sich der Bergbau in Freiberg nur langsam. Die finanziellen Belastungen des Siebenjährigen Krieges führten zu einer vom Kurfürstentum Sachsen geförderten Wiederbelebung des Bergbaus. Friedrich Anton von Heynitz wurde 1764 zum Generalbergkommisar ernannt und gründete gemeinsam mit dem Freiberger Oberberghauptmann Friedrich Wilhelm von Oppel 1765 die Bergakademie Freiberg.[1]

Die Grubenfelder des heutigen Lehr- und Forschungsbergwerkes zählen zum Zentralteil des ausgedehnten Freiberger Bergbaubezirkes und befinden sich in nordöstlicher Stadtrandlage. Der Abbau begann hier im Mittelalter in verschiedenen selbständigen Fundgruben. Insgesamt lassen sich dem Grubenfeld der späteren „Himmelfahrt Fundgrube“ 330 namentlich genannte Gruben zuordnen. Bereits 1384 nennt ein Vertrag die beiden Schächte „Vordere Reiche Zeche“ und „Hintere Reiche Zeche“, die damit zu den ältesten nachweisbaren Freiberger Bergbauanlagen gehören. 1511 wird der Schacht „Alte Elisabeth“ (nördlich des heutigen Schachtes) erwähnt. Die Grube „Sanct Elisabeth“ gehörte im 16. Jahrhundert zu den ertragreichsten Freiberger Zechen. Sie lieferte zwischen 1525 und 1673 3,7 Tonnen Silber. Die Grube „Abraham“ erbrachte zwischen 1542 und 1600 eine Tonne Silber und die „Reiche Zeche“ zwischen 1564 und 1610 0,7 Tonnen Silber.

Die Zeche „Himmelfahrt“ lieferte seit 1716 Erze, allerdings vorerst nur in geringem Umfang (1716–51: 140 Kilogramm). Das Grubenfeld dieses Bergwerkes wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch Zuschlagung der „Abraham Fundgrube“ (1752) und der „Alten Elisabeth Fundgrube“ (1796) deutlich erweitert. Ab 1828 gelang das Anschlagen reicher Silberfunde an den Gangkreuzen verschiedener Erzgänge bzw. im neu entdeckten Erzgang „Neue Hoffnung Flacher“. Die Zeche entwickelte sich in kürzester Zeit zum bedeutendsten Freiberger Bergwerk und zählte zu den größten Silberbergwerken Europas. Zwischen 1840 und 1896 hatte die Grube ein Silberausbringen von 448 Tonnen. Die Belegschaft stieg von 165 Mann (1831) auf 2.882 Mann (1856/60). Ende des 19. Jahrhunderts fuhren im Schnitt 1.500 bis 2.000 Mann auf der „Himmelfahrt Fundgrube“ an.

Scheidebank in der Grube Alte Elisabeth
Dampfmaschine in der Grube Alte Elisabeth

Das Grubenfeld war durch den Aufkauf zahlreicher ehemals selbständiger Zechen stark angewachsen, mehrere Schächte wurden neu abgeteuft bzw. durch den Einsatz von Wassergöpeln und Dampfmaschinen modernisiert. Auch die Tagesanlagen (Bergschmieden, Erzwäschen, Pochwerke, Scheidebänke) wurden deutlich erweitert. Hauptschacht war der „Abrahamschacht“, dessen Gebäudegruppe bis heute den nahezu unveränderten Zustand aus der Zeit um 1850 wiedergibt. Zweiter Hauptschacht war der ab 1835 abgeteufte „Davidschacht“. Bereits ab 1808 erfolgte die Anlage des Schachtes „Alte Elisabeth“ am heutigen Standort. Von hier aus erfolgte auch der Vortrieb des Rothschönberger Stollns in dessen nichtstaatlichem Teil. 1841 begann das Niederbringen des Richtschachtes „Reiche Zeche“ auf dem 1691 letztmals verliehenen gleichnamigen Grubenfeld.

Himmelfahrt sammt Abraham Fundgrube 1856

Mit Einführung der Goldwährung ("Goldmark") 1873 begann der Niedergang des Freiberger Silberbergbaus. Durch weltweite Überproduktion halbierte sich zwischen 1880 und 1898 der Silberpreis und auch die Preise für die Nebenprodukte Blei und Zink nahmen massiv ab. Dem bevorstehenden Zusammenbruch des Freiberger Bergbaus kam das Königreich Sachsen 1886 mit der Verstaatlichung der fünf wichtigsten Gruben, darunter auch die „Himmelfahrt Fundgrube“, zuvor. Unter Leitung der Oberdirektion der Königlichen Erzbergwerke wurden die Gruben technisch modernisiert, doch konnten auch die dadurch gesenkten Gestehungskosten mit dem Verfall der Silberpreise nicht Schritt halten. Aufgrund der mangelhaften Rentabilität wurde der Betrieb auf der „Himmelfahrt Fundgrube“ und in den weiteren Bergwerken bis 1913 planmäßig stillgelegt.

Die Reiche Zeche um 1920

Bereits 1905 fasste die Bergakademie den Beschluss zur wissenschaftlichen Nachnutzung der Schachtanlagen „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“. Die Übergabe für Lehrzwecke erfolgte verzögert durch den Ersten Weltkrieg aber erst 1919. Die Nutzung umfasste die Lehrausbildung in den Bereichen Maschinentechnik, Bergtechnik und Markscheidewesen im Schacht „Reiche Zeche“ und war mit dem Erhalt und der Pflege der historischen Anlagen um den Schacht „Alte Elisabeth“ verbunden.

Im Zuge der nationalsozialistischen Autarkiepolitik erfolgte 1937 die Wiederaufnahme des Bergbaus der Grube Himmelfahrt durch die Sachsenerz Bergwerks GmbH.[3] Dabei wurde der Schacht Reiche Zeche als Förder- und Wetterschacht genutzt. Auf dem „Davidschacht“ wurde in dieser Zeit eine Teufe von 736 m erreicht (1942). Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgten im Bereich der Grube Erkundungen auf Uran durch die SAG Wismut. Später wurde der Abbau durch das Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“ noch bis 1969 fortgeführt. Dabei erhielt die „Reiche Zeche“ 1953 ein neues eisernes Fördergerüst, das heute als Wahrzeichen des Freiberger Bergbaus gilt.

Der Lehrbetrieb wurde bereits unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Juli 1945 wieder aufgenommen. In den 1980er Jahren erfolgten dafür umfangreiche Modernisierungsarbeiten. Dabei wurden auch Zugänge zu historischen Grubenbauen ermöglicht. Das Lehrbergwerk ist in seiner Art einzigartig in Deutschland, es ist das einzige Bergwerk, welches zum Zwecke von Lehre, Forschung und Bildung von einer Universität betrieben wird. Schwerpunkt der Lehre ist die studentische Ausbildung in geowissenschaftlichen und geotechnischen Studiengängen. Darüber hinaus zählen Erhaltung, Pflege und Erschließung historischer Sachzeugen (über- und unter Tage) zu den Aufgaben. Das Bergwerk umfasst neben den beiden Seilfahrtsschächten „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“ 14 km gesicherte Auffahrungen in einer Teufe von bis zu 230 m.

Heute wird die Himmelfahrt Fundgrube von der TU Bergakademie Freiberg betrieben. Die Grube dient als Lehr- und Forschungseinrichtung.[4] Seit 1991 ist die Himmelfahrt Fundgrube für Gäste von 6 bis 75 Jahren im Rahmen von Führungen zugänglich. Die Einfahrt erfolgt meistens durch dass Besucherzentrum am Schacht Reiche Zeche. Die Führungen werden vom Freiberger Förderverein Himmelfahrt Fundgrube e.V. durchgeführt.[5]

Grubenunglück vom 29. Februar 1880[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Februar 1880 gegen 18:30 Uhr kam es im „Abrahamschacht“ zum mit 11 Toten schwersten Grubenunglück im traditionsreichen Freiberger Revier, als das Gestänge der Fahrkunst brach. Die darauf befindlichen Bergleute der anfahrenden Nachtschicht stürzten mitsamt den Trümmern der Fahrkunst etwa 20 Meter in die Tiefe. Dabei kamen 8 Bergleute sofort ums Leben, einer verstarb bei der Bergung und 2 weitere am nächsten Morgen.[6]

Die Unfallopfer waren:

  1. Ernst Louis Heym (25 J.) aus Conradsdorf, er hinterlässt eine Witwe;
  2. Karl Eduard Walther (37 J.) aus Freiberg, er hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder;
  3. Karl Gustav Prager (47 J.) aus Bräunsdorf, er hinterlässt eine Witwe und sechs Kinder;
  4. August Heinrich Matthes (46 J.) aus Conradsdorf, er hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder;
  5. Oskar Heinrich Ferdinand Eckhardt (51 J.) aus Berthelsdorf, er hinterlässt eine Witwe und fünf Kinder;
  6. Karl Heinrich Herberger (25 J.) aus Zug, er hinterlässt eine Witwe und ein Kind;
  7. Karl August Jehmlich (38 J.) aus Pobershau, er hinterlässt eine Witwe und zwei Kinder;
  8. Friedrich Wilhelm Sterzel (41 J.) aus Conradsdorf, er hinterlässt eine Witwe und ein Kind;
  9. Friedrich Theodor Lohse (56 J.) aus Freiberg starb während der Bergung aus dem Schacht, er hinterlässt eine Witwe und 5 Kinder;
  10. Gustav Eduard Koch (40 J.) aus Freiberg er wurde geborgen und starb am 1. März gegen 5:00 Uhr;
  11. Karl Friedrich Ernst Goldammer (46 J.) aus Conradsdorf starb am 1. März gegen 9:00 Uhr, er hinterlässt eine Witwe und vier Kinder.

Karl Oswald Seifert (31 J.) aus Freiberg und Friedrich August Kluge (45 J.) aus Oberschöna überlebten. Sofort wurden alle Fahrkünste im Freiberger Revier auf Befehl des Oberbergamtes Freiberg stillgelegt und einer Revision unterzogen. Mehrere Gutachten wurden erstellt. Die Gutachter stellten fest, dass gegen 18:30 Uhr eine fehlerhafte Kette der Fahrkunst gebrochen war. Außerdem trug der schlechte Allgemeinzustand der Holzteile zum Unfall bei. Die Kontrollen der Fahrkunst durch den Kunststeiger Moritz Robert Schmidt und dem Betriebsdirektor Robert Moritz Wengler wurden als ungenügend erachtet. Aufgrund dieser Anschuldigungen wurde der Betriebsdirektor im März mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert. Am 19. Januar 1882 wurden gegen Wengler und Schmidt Anklage wegen fahrlässiger Tötung in 11 Fällen in Verbindung mit Verletzung ihrer Dienstpflichten erhoben. Bei der Urteilsverkündung am 31. Januar 1882 wurden beide für schuldig befunden. Wengler wurde zu einer Haftstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verurteilt, Schmidt erhielt eine Haftstrafe von 5 Monaten. Um ähnliche Unglücke in Zukunft zu verhindern, erließ das Königliche Bergamt am 29. Oktober 1881 das „Reglement, die Unterhaltung und Benutzung der Fahrkunst im Abraham-Schachte bei Himmelfahrt Fundgrube betreffend.“ Darin wurden regelmäßige Kontrollen durch das Bergamt und den Betreiber angeordnet.[7]

Bestandteile der Himmelfahrt Fundgrube[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiche Zeche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von der Freiberger Altstadt liegt die Schachtanlage Reiche Zeche. Der Schacht der Reichen Zeche ist der wichtigste Zugang zur Himmelfahrt Fundgrube. Mit zwei gegenläufigen Förderkörben werden Universitätsangehörige, Gäste und Materialien auf die 1. Sohle in einer Teufe von 147,53 Metern befördert. Der Schacht war ursprünglich über 700 m tief, ist aber heute mit dem Förderkorb nur bis zur ersten Sohle zu erreichen. Über Fahrten kann man von dort eine Teufe von ungefähr 230 Metern erreichen. Darunter ist der Schacht "abgesoffen" und daher nicht mehr zugänglich.

Alte Elisabeth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordöstlich der Freiberger Altstadt liegt die Schachtanlage Alte Elisabeth.

Schwarzenberg-Gebläse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schwarzenberggebläse

Am Schacht „Alte Elisabeth“ ist das Schwarzenberg-Gebläse ausgestellt, welches als eines der historisch bedeutendsten Werke der deutschen Maschinenbaukunst gilt. Das in neugotischer Industrieform gestaltete Gebläse wurde von Christian Friedrich Brendel als wasserradgetriebenes Hochofengebläse für die Antonshütte konstruiert. Guss und Bau erfolgten in dem Heinrich Ludwig Lattermann gehörenden Eisenwerk in Morgenröthe. Das Gebläse erzeugte rund 45 Kubikmeter Wind pro Minute und wog ohne Wasserrad rund 33 Tonnen. Die Baukosten beliefen sich auf 7.100 Taler.

Am 4. Juli 1831 wurde das Gebläse auf der Antonshütte in Betrieb genommen. Dort war es bis zur Stilllegung der Hütte im Jahr 1860 im Einsatz. 1862 erfolgte die Umsetzung zur Halsbrücker Hütte. Hier blieb das Gebläse bis 1925 im Einsatz. Eine vorgesehene Aufstellung im Deutschen Museum München scheiterte aufgrund Raummangel im Museum, so dass das Gebläse auch nach der Stilllegung noch auf der Halsbrücker Hütte verblieb. Als auch hier der Gebläseraum im Zuge einer Betriebserweiterung umgenutzt wurde, erfolgte 1936 die Umsetzung des Gebläses auf die Halde des Schachtes „Alte Elisabeth“. Zur dauerhaften Bewahrung wurde für das Gebläse ein Schutzhaus in unmittelbarer Nachbarschaft des vorhandenen Schacht- und Maschinenhauses errichtet. Das Gebläse kann auf Anfrage besichtigt werden.

Himmelfahrt Fundgrube als Typlokalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akanthit auf Calcit aus dem Schacht „Abraham“, Himmelfahrt Fundgrube (Größe: 4 × 3 cm)

Die Himmelfahrt Fundgrube ist nicht nur ein bekannter Fundort für viele verschiedene und teilweise seltene Minerale bzw. ihre Varietäten, ihre Schachtanlage „Reiche Zeche“ ist zudem Typlokalität für den 1831 von Karl Gustav Adalbert von Weissenbach als eigenständiges Mineral beschriebenen und 1853 durch Gustav Adolf Kenngott benannten Freibergit.[8] Insgesamt konnten in der Grube bisher 46 Mineralarten und 8 Varietäten nachgewiesen werden (Stand 2013) wie unter anderem Akanthit, Chalkopyrit, Galenit, Hämatit, Pyrit, Siderit, Stephanit und Xanthokon.[9]

Touristische Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die touristische Nutzung der Anlagen über- und unter Tage kümmert sich seit 1992 der Freiberger Förderverein Himmelfahrt Fundgrube e.V. Der Förderverein bietet verschiedene Touren mit einer Länge von einer bis zu fünf Stunden für Besucher von 6 bis 75 Jahren an. Es gibt auch ein Programm für Schulklassen. Außerdem können über den Förderverein verschiedene Räume unter Tage gemietet werden.[10]

Führungen wurden bisher an folgenden Standorten angeboten:

  • Reiche Zeche (Einfahrt für alle regulären Touren)
  • Alte Elisabeth (Einfahrt auf Anfrage)

Im Frühjahr 2013 wurde die Schließung des Besucherbergwerkes „Reiche Zeche“ angekündigt. Seit 19. August 2013 waren keine touristischen Einfahrten mehr möglich um „unabdingbare Sanierungsarbeiten“ durchführen zu können. Auch das Lehr- und Forschungsbergwerk wurde stark eingeschränkt.

Der touristische Besucherbetrieb wurde nach Abschluss der Arbeiten wieder aufgenommen.

Für die 4. Sächsische Landesausstellung wurde das Besucherzentrum neu gestaltet. Die ursprünglich für den 25. April 2020 geplante Öffnung der Landesausstellung am Standort Freiberg musste wegen der Quarantänemaßnahmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie auf den 11. July 2020 verschoben werden. Außerdem musste die Landesausstellung wegen der Quarantänemaßnahmen am 2. November 2020 vorzeitig beendet werden.

Wegen einer Überholung des Fördergerüsts wird der Besucherverkehr von Mai 2021 bis voraussichtlich Oktober 2021 eingestellt.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Berg: Das Pochwerksrad am Thurmhofschacht in Freiberg. In: Petra Binder (Hrsg.): Landkalenderbuch für die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge 2009. Schütze-Engler-Weber, Dresden 2008, ISBN 978-3-936203-11-0, S. 19–21.
  • Reimund Brendler: Zur Geschichte der Alte-Elisabeth-Fundgrube. In: TU Bergakademie Freiberg (Hrsg.): 800 Jahre Freiberger Bergbau (= Freiberger Forschungshefte). D 70. Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1970, ISBN 3-86012-238-X, S. 33–50 (Reprint Freiberg 2004).
  • Otto Fritsche: Das Schwarzenberg-Gebläse. Seine Erhaltung auf der Alten Elisabeth in Freiberg. Ein Denkmal sächsischer Maschinenbaukunst. In: Mitteilungen des Landesverein Sächsischer Heimatschutz. Band XXVI, Heft 9–12/1937. Dresden 1937, S. 255–268.
  • Gerd Grabow: Das Schwarzenberg-Gebläse. Ein Technikdenkmal auf der „Alten Elisabeth“ in Freiberg (= Sächsische Heimatblätter. Heft 1/2007). S. 15–19.
  • Jens Kugler: Die technischen Anlagen vom Abraham Kunst- und Treibeschacht der Himmelfahrt Fundgrube (Freiberg). In: Tagungsband 17. Internationaler Bergbau & Montanhistorikworkshop Freiberg 2014. ISBN 978-3-86948-364-1, S. 91–112.
  • Jens Pfeifer: Die Eisenbahnen zur Förderung auf der Himmelfahrt Fundgrube in Freiberg/Sachsen. In: Tagungsband 17. Internationaler Bergbau & Montanhistorikworkshop Freiberg 2014. ISBN 978-3-86948-364-1, S. 113–124.
  • Herbert Pforr: Das Freiberger Silberbergwerk Himmelfahrt-Fundgrube 1168–1969. Freiberg 1994.
  • Axel Rüthrich: Zur Geschichte der Himmelfahrt samt Abraham Fundgrube vor dem Donatstor von ihrer Aufnahme 1715 bis zum großen Erzfund von 1828. In: Tagungsband 17. Internationaler Bergbau & Montanhistorikworkshop Freiberg 2014. ISBN 978-3-86948-364-1, S. 83–90.
  • TU Bergakademie Freiberg (Hrsg.): Die Himmelfahrt Fundgrube. Ein Führer durch das Lehr- und Besucherbergwerk der TU Bergakademie Freiberg. Freiberg 1999.
  • Dieter Schräber: Der Abraham Schacht der Himmelfahrt Fundgrube zu Freiberg – eine große Schachtanlage des erzgebirgischen Silberbergbaus im 18. und 19. Jahrhundert. In: Bergbau Zeitschrift für Rohstoffgewinnung, Energie, Umwelt. 64(2013)10, S. 448–453 ([1] PDF, Digitalisat)
  • Otfried Wagenbreth: Der Freiberger Bergbau. Technische Denkmale und Geschichte. Hrsg.: Eberhard Wächtler. 2. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1988, ISBN 3-342-00117-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Himmelfahrt Fundgrube – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zur Geschichte des Freiberger Bergbaues | TU Bergakademie Freiberg. Abgerufen am 3. März 2021.
  2. a b Dr. Bayer, Lehrbergwerk: Die Himmelfahrt Fundgrube. Ein Führer durch das Lehr- und Besucherbergwerk der TU Bergakademie Freiberg. Hrsg.: Der Rektor der TU Bergakademie Freiberg. druckspecht, ? 1997.
  3. archiv.sachsen.de (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive)
  4. Forschungs- und Lehrbergwerk | TU Bergakademie Freiberg. Abgerufen am 3. März 2021.
  5. w3work: Verein. In: Silberbergwerk Freiberg. Abgerufen am 3. März 2021 (deutsch).
  6. Bericht im Jahrbuch für das sächsische Berg- und Hüttenwesen. Jahrgang 1882, Teil 2, S. (397)/161.
  7. Jens Pfeifer: Die Fahrkünste im Freiberger Revier mit besonderer Berücksichtigung des Fahrkunstunglücks vom 29. Februar 1880 auf dem Abrahamschacht der Himmelfahrt Fundgrube. In: Wolfgang Ingenhaeff, Johann Bair (Hrsg.): Technische Künste (Wasserkunst, Wetterkunst, Markscheidekunst, Förderkunst, Fahrkunst, Schmelzkunst etc.), Tagungsband 11. Montanhistorischer Kongress Schwaz, Hall in Tirol. Bergbau und Kunst., Band III. Sterzing 2012, S. 201–207 (untertage.com [PDF]).
  8. Mindat - Fundortbeschreibung und Mineralliste für Reiche Zeche Mine, Himmelfahrt Mine, Freiberg, Freiberg District, Erzgebirge, Saxony, Germany (englisch).
  9. Mindat – Fundortbeschreibung und Mineralliste für Himmelfahrt Mine, Freiberg, Freiberg District, Erzgebirge, Saxony, Germany (englisch.)
  10. https://www.silberbergwerk-freiberg.de/

Koordinaten: 50° 55′ 42″ N, 13° 21′ 29″ O