Himmelpforten

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Dieser Artikel behandelt die niedersächsische Gemeinde Himmelpforten, in der Weihnachtszeit bekannt als „Christkinddorf“. Zu den Klöstern gleichen oder ähnlichen Namens siehe Kloster Himmelpforten.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Himmelpforten
Himmelpforten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Himmelpforten hervorgehoben
53.6166666666679.36Koordinaten: 53° 37′ N, 9° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Oldendorf-Himmelpforten
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 18,29 km²
Einwohner: 4990 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 273 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21709
Vorwahl: 04144
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 025
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mittelweg 2
21709 Himmelpforten
Webpräsenz: www.himmelpforten.de
Bürgermeister: Bernd Reimers (SPD)
Lage der Gemeinde Himmelpforten im Landkreis Stade
Balje Krummendeich Freiburg/Elbe Oederquart Wischhafen Drochtersen Großenwörden Engelschoff Hammah Düdenbüttel Himmelpforten Burweg Kranenburg Estorf Oldendorf Heinbockel Stade Deinste Fredenbeck Kutenholz Jork Buxtehude Apensen Beckdorf Sauensiek Ahlerstedt Brest Bargstedt Harsefeld Nottensdorf Bliedersdorf Horneburg Dollern Agathenburg Landkreis Stade Niedersachsen Landkreis Cuxhaven Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Harburg Hamburg Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Grünendeich Mittelnkirchen Neuenkirchen Guderhandviertel Steinkirchen Hollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild
Luftbild, im Vordergrund die Horsterbeck
Die evangelisch-lutherische St. Marienkirche

Himmelpforten (plattdeutsch: Himmelporten) ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten im Landkreis Stade. Neben dem Hauptort Himmelpforten gehören auch die Orte Kuhla und Breitenwisch zur Gemeinde.

Himmelpforten ist besonders in der Weihnachtszeit in aller Munde. Der Ort wird dann zum Christkinddorf. Für zahlreiche Kinder in der ganzen Welt ist der Ort die Postadresse des Weihnachtsmannes. Diese Tradition wird seit den 1960er Jahren gepflegt, siehe auch: Weihnachtspostamt

Geschichte[Bearbeiten]

1255 zog das Zisterzienserinnen-Kloster von Rhaden bei Lamstedt nach dem Ort, der damals Eulsete hieß, und nannte sich forthin Porta Coeli, was eingedeutscht als plattdeutsches Himmelporten bzw. hochdeutsches Himmelpforten als Name auf den Ort überging. Der Zug der Zisterzienserinnen wurde anlässlich des 750-jährigen Jubiläums 2005 nachgestellt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Breitenwisch und Kuhla eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2011 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bernd Reimers (SPD)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Himmelpforten zeigt auf blauem Untergrund ein goldenes, gotisches Tor, in dem eine silbern gekleidete Äbtissin mit goldenem Krummstab steht.

Dieses Wappen steht für das Porta-Coeli-Kloster, um das sich das heutige Himmelpforten bildete.

Die Farben der Gemeinde sind blau-gelb (quergestreift).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

In Himmelpforten gibt es ein Heimatmuseum, in dem man auch so einiges über die Entwicklung der Schule in den letzten Jahrhunderten aus der Umgebung erfahren kann.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Himmelpforten sind mehrere Gewerbe-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ansässig. Zu den regional bzw. im Elbe-Weser-Dreieck bekannten Unternehmen gehören u. a.:

  • das 1953 gegründete Familienunternehmen Brödenfeldt (Heiz- und Baustoffhandel, Transporte und Erdarbeiten).
  • der Haushalts-, Heimwerker- und Gartenmarkt Wehbers Mühle mit einem angeschlossenen Restaurant im Mühlenturm und im ehemaligen Kornspeicher der Windmühle Himmelpforten, einer 1871 erbauten und 1985/86 vollständig restaurierten Holländerwindmühle, deren gesamtes Gebäudeensemble unter Denkmalschutz steht.

Der regelmäßig in der Vorweihnachtszeit veranstaltete Christkindmarkt Himmelpforten, bei dem der Ort zum Christkinddorf wird, ist über die Region hinaus bekannt. Der Weihnachtsmarkt wurde 2005 in Ergänzung des seit 1962 bestehenden Weihnachtspostamts Himmelpforten gegründet. Er findet rund um die Himmelpfortener Kultur- und Tagungsstätte Villa von Issendorff statt und umfasst inzwischen über 50 Kunsthandwerksstände.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Himmelpforten führt die Bundesstraße 73, die den Ort mit Stade und Hamburg verbindet. Himmelpforten verfügt zudem über einen Bahnhof an der Strecke der Niederelbebahn zwischen Cuxhaven und Hamburg.

Seit Oktober 2007 wird das Raumordnungsverfahren für die geplante Bundesautobahn 22/20 durchgeführt, die durch den Ortsteil Breitenwisch verlaufen soll und den Ort unmittelbar am westlichen Ortsrand tangieren wird. Gegen die Autobahn kämpft eine Bürgerinitiative mit fast 400 Mitgliedern[3].

Bildung[Bearbeiten]

Himmelpforten verfügt neben der Porta-Coeli-Schule, einem Schulzentrum mit Klassen vom 5. bis zum 10. Schuljahr, über eine eigene Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • August Elfers (1897–1959), Missionsdirektor der Hermannsburger Mission
  • Udo Pollmer (* 1954), Lebensmittelchemiker, Ernährungsexperte und Buchautor

Personen, die mit Himmelpforten in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Himmelpforten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 245.
  3. Bürgerinitiative gegen Westtrasse A20