Himmelsbeobachtung

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Unter Himmelsbeobachtung wird im Allgemeinen die Beobachtung des Sternhimmels mit freiem Auge oder Fernglas verstanden – was in diesem Artikel der Schwerpunkt sein soll. In weiterem Sinn zählen auch Beobachtungen mit dem Fernrohr oder mittels Kamera dazu, wofür Details unter Beobachtende bzw. Visuelle Astronomie zu finden sind. Vereinzelt steht der Begriff jedoch auch für die Beobachtung von Wolken und anderen meteorologischen Erscheinungen.

Freiäugige Beobachtungsobjekte und -Phänomene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenstand der freiäugigen Himmelsbeobachtung sind vor allem

Weiters gibt es zu beobachten:

Beobachtung mit Fernglas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfehlenswert sind Vergrößerungen von 7- bis 10-fach (sonst gibt es störendes Bildzittern) und eine Öffnung von mindestens 40 mm (Feldstecher 7x50, 8x40, maximal 10x50). Beobachtungsobjekte sind

Einstieg in die Himmelsbeobachtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst sollte sich der angehende Sternfreund mit den Grundbegriffen der Astronomie vertraut machen, wozu freisichtige Beobachtungen den besten Einstieg bilden. Abgesehen vom Feldstecher sollte erst später die Anschaffung eines Teleskops gedacht werden, da sonst Enttäuschungen vorprogrammiert sind. Der Umgang mit optischen Instrumenten wird am besten am Fernglas erlernt.

Erste Schritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie beginnen mit der Grundausrüstung:

  • einführendes Buch (z. B. aus dem Kosmos-Verlag, s. Literatur)
  • mit Übersichts-Sternkarten
  • warme Kleidung (wird oft unterschätzt; auch Sommernächte können auf 5° abkühlen)
  • Kompass, Taschenlampe mit Rotlicht (blendet am wenigsten), Notizheft
  • ruhiger, dunkler Beobachtungsort
  • gute Sitzgelegenheit
  • und ausreichend Geduld für den folgenden Lernprozess:

Orientierung am Nachthimmel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

in geeigneten Schritten:

  1. Lesen von Sternkarten – am besten drehbare Sternkarte (~15 €)
  2. Großer Wagen und Kassiopeia als Polfinder zum Polarstern
  3. Sternlinien (vom Großen Wagen zum Bärenhüter, zum Löwen usw.)
  4. Helle Sternbilder: am Winterhimmel ausgehend vom Wintersechseck um Orion, im Sommer und Frühherbst das Sommerdreieck (Leier, Schwan, Adler), Herbstviereck (Pegasus), Fünfsternreihe
  5. Je nach Jahreszeit 3–4 der 12 Tierkreiszeichen entlang der Ekliptik (jährliche Sonnenbahn)

Horizont-Astronomie“ bei Tage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beobachten des Sonnenuntergangs – je nach Jahreszeit zwischen Südwesten und Nordwesten
  2. Mittagshöhe der Sonne im Süden (Schattenstab +Winkelmesser)
  3. Raumvorstellung: Meridian (Südpunkt-Zenit-Nordpunkt), Ost- und Westpunkt
  4. Himmelsäquator (verlängerte Äquatorebene der Erde): ein schräger Großkreis (Höhe im Süden 90° – geografische Breite) durch Ost- und Westpunkt
  5. später auch Vorstellung der Ekliptik (Sonnenbahn, ~auch Mond und Morgen- bzw. Abendstern)

Weitere Schritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detlev Block: Astronomie als Hobby – Sternbilder und Planeten erkennen und benennen. Bassermann-Verlag, München 2005
  • Joachim Herrmann: Welcher Stern ist das? ISBN 3440091678, Kosmos-Verlag, Stuttgart 2002
  • Wolfgang Schroeder: Praktische Astronomie für Sternfreunde, mit Anhang zum Bau einfacher Instrumente. Kosmos-Verlag, Stuttgart 1960

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]