Hindernislauf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Frauenrennen im 3000-Meter-Hindernislauf

Der Hindernislauf ist ein leichtathletischer Laufwettbewerb über 3000 Meter, bei dem auf siebeneinhalb Stadienrunden jeweils vier Hindernisse sowie ein Hindernis mit Wassergraben zu überwinden sind. Da in den meisten Stadien der Wassergraben im Innenraum der Laufbahn platziert ist, verkürzt sich die Runde dort auf 390 Meter. Daraus ergibt sich ein Abstand von 78 Metern zwischen den Hindernissen. Es gibt allerdings Stadien, die von der World Athletics anerkannt sind, bei denen sich der Wassergraben außerhalb der Zielkurve befindet. Im Jugend- und Seniorenbereich werden auch kürzere Strecken von 1500 und 2000 Metern gelaufen.

Wassergraben beim 3000 Meter Hindernis (Männer)

Hindernisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hindernisse haben dieselbe Höhe wie beim 400-Meter-Hürdenlauf: Für Männer und männliche Jugend 91,4 Zentimeter (3 Fuß) und für Frauen und weibliche Jugend 76,2 Zentimeter (2,5 Fuß bzw. 2 Fuß und 6 Zoll). Im Gegensatz zum Hürdenlauf stehen die Hindernisse auf Stützen, die sich durch die Läufer nicht umkippen lassen. Als Breite sind mindestens 3,96 Meter (13 Fuß) vorgeschrieben, häufig werden breitere Hindernisse verwendet, um das gleichzeitige Überspringen durch mehrere Läufer zu erleichtern. Der Querbalken des Hindernisses hat einen Querschnitt von 12,7 mal 12,7 Zentimetern (5 × 5 Zoll). Der Hindernisbalken soll mit schwarzen und weißen Streifen oder anderen kräftigen Kontrastfarben (auch im Kontrast zur Umgebung) gestrichen sein, sodass sich die helleren Streifen mit einer Länge von mindestens 22,5 Zentimetern an den Außenseiten befinden. Das erste Hindernis darf erst nach dem erstmaligen Überlaufen der Ziellinie, also nach ca. einer halben Stadionrunde zu überwinden sein. Da die Läufer auf der Gegengeraden starten, müssen deshalb Helfer zwei der Hindernisse erst nach dem Start in die Laufbahn tragen.

Der Wassergraben befindet sich hinter einem Hindernis im Innenraum der Laufbahn im Bereich der Kurve vor der Ziellinie. Das Hindernis am Wassergraben muss 3,66 Meter (12 Fuß) lang und fest im Boden verankert sein, damit eine horizontale Bewegung unmöglich ist. Die Läufer laufen deshalb diese Kurve nicht auf der üblichen Laufbahn, sondern auf einer mit Fähnchen markierten Abkürzung. In seltenen Fällen befindet sich der Wassergraben in einem extra Abschnitt außerhalb dieser Kurve. Der Wassergraben einschließlich des Hindernisses hat eine Breite und eine Länge von jeweils 3,66 Metern (12 Fuß). Die Länge wird von der ersten Hinderniskante gemessen, die eigentliche Länge des Wassergrabens muss mindestens 2,50 Meter betragen. Am Beginn der Wasserfläche ist er 70 Zentimeter tief. Nach 30 Zentimetern läuft er flach bis zur Laufbahnhöhe aus. Der Boden ist mit Kunststoff oder Matten ausgelegt. Nach Zulassung des Hindernislaufes für Frauenwettkämpfe hatte die IAAF (heute: World Athletics) zunächst einen im Vergleich zu Männerwettbewerben verkürzten und flacheren Wassergraben vorgeschrieben. Die Regel wurde 2003 wieder zurückgenommen, um die Kosten und den organisatorischen Aufwand zu verringern.

Die Einzelheiten sind in Regel 169 der technischen Vorschriften der World Athletics festgelegt (siehe Abschnitt Weblinks).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hindernislauf soll um 1850 aus einer Wette von Oxforder Studenten entstanden sein, die das Pferderennen über Hindernisse nachempfanden und bei denen die Läufer Ausgleichsgewichte wie die Jockeys bekamen.

1879 war der Hindernislauf Bestandteil der Englischen Leichtathletikmeisterschaften, ins Programm der Olympischen Spiele kam er 1900 – zunächst mit Laufstrecken von 2500 und 4000 Metern. 1904 wurden nur die 2500 Meter gelaufen, 1908 die von der 2-Meilen-Strecke abgeleiteten 3200 Meter.

Die bis in die Gegenwart gelaufene Streckenlänge von 3000 Metern wurde bei den Olympischen Spielen 1920 eingeführt, allerdings noch ohne genaue Festlegungen für die Beschaffenheit und den Abstand der Hindernisse – diese gibt es erst seit 1953.

Die IAAF ließ den Hindernislauf 1998 für Frauen zu, erstmals bei einem internationalen Höhepunkt stand er im Programm der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005.

Meilensteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer

  • Erster offiziell von der IAAF anerkannter Weltrekord: 8:49,6 min, Ungarn 1949 Sandor Rozsnyoi, 28. August 1954, Bern
  • Erster unter 10 Minuten: 9:49,8 min, Schweden Josef Ternström, 1914
  • Erster unter 9 Minuten: 8:59,6 min, Schweden Erik Elmsäter, 1944
  • Erster unter 8:30 Minuten: 8:29,6 min, Belgien Gaston Roelants, 1963
  • Erster unter 8:20 Minuten: 8:19,8 min, Kenia Ben Jipcho, 1973
  • Erster unter 8:10 Minuten: 8:09,70 min, Schweden Anders Gärderud, 1975
  • Erster unter 8 Minuten: 7:59,18 min, Kenia Moses Kiptanui, 1995

Frauen

Erfolgreichste Sportler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolgreichste Deutsche:

Technik und Training[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hindernisläufer überspringen in der Regel die Hindernisse ohne Wassergraben, wie ein 400-Meter-Hürdenläufer, also berührungslos. Wirklich kraftsparend ist dieser Hindernissprung aber nur ab einem Tempo, bei dem nicht mehr vorher beschleunigt werden muss (etwa 9 min oder schneller bei 3000 m Hindernis). Wenn langsamer gelaufen wird, sollte die Auf-Tipp-Technik angewendet werden (ein Mix ist auch möglich). Diese ist technisch allerdings nicht einfacher, als das Überspringen: Vor dem Hindernis braucht hierbei nicht beschleunigt zu werden, wer diese Technik gut beherrscht. Das Überspringen der Hindernisse sollte in beiden Fällen optimalerweise mit rechts und links angelaufen werden können. Nach dem Absprung wird mit dem zuerst zu überquerenden Bein das Hindernis nur leicht und möglichst locker am Ballen angetippt. Mit dem Absprungbein wird dann so zügig wie möglich nach dem Hindernis wieder Boden gefasst und möglichst danach im selben Tempo weiter gelaufen. Zu Beginn mag sich das Überqueren der Hindernisse zwar zeitlich auszahlen, dennoch werden am Ende alle gegenüber der Auf-Tipp-Technik 5 bis 15 Sekunden später im Ziel sein, je nach Gleichmäßigkeit im Rennverlauf. Beim Wassergraben ist es umgekehrt: In der Regel mit Drauf-tippen, wie oben beschrieben; in Ausnahmefällen schaffen es wenige Spitzen-Athleten auch diesen zu überspringen. Vor allem im Endspurt ist dies öfters zu beobachten.

Zum 400-Meter-Hürdenlauf bestehen zwei Unterschiede:

  • Da die Abstände zwischen den Hürden mit 78 Metern größer sind als beim 400-Meter-Hürdenlauf (35 Meter), lässt sich kein fester Schrittrhythmus einhalten.
  • Da nicht in Bahnen gelaufen wird, muss der Läufer die Position der anderen Wettkampfteilnehmer berücksichtigen. Insbesondere muss der Hindernisläufer das Überwinden der Hindernisse und des Wassergrabens beidseitig beherrschen, um sich auf Rhythmusänderungen im Wettkampf einstellen zu können.

Technik am Wassergraben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Wassergraben springt der Läufer mit dem Fuß auf das Hindernis und stößt sich zu einem möglichst weiten Sprung ab. Für ein flüssiges Auflaufen muss der Hindernisläufer sein Tempo auf den letzten zehn Schritten steigern und ca. 1,50 bis 1,80 Meter vor dem Hindernis abspringen, abhängig von der Beinlänge. Bei einem optimalen Absprung wird der Lauf nicht gebremst.

Ähnlich wie beim Hürdenlauf wird der Oberkörper kurz vor dem Aufsetzen des Schwungbeins stark nach vorn gebeugt, um den Körperschwerpunkt zu senken. Ebenfalls zugunsten eines niedrigen Körperschwerpunktes ist das Knie beim Überwinden des Hindernisses etwa rechtwinklig gebeugt. Das Sprungbein setzt nicht auf dem Balken auf, sondern schwingt am Schwungbein vorbei nach vorn. Für einen sicheren Absprung ist eine besondere Technik nötig, bei der die vorderen Spikes-Dornen um die Kante des Balkens fassen.

Ein günstiger Aufsprungpunkt liegt ca. 30 Zentimeter vor dem Grabenende. Der Läufer muss dafür eine Sprungweite von ca. 3,20 Metern erreichen. Um beim Aufsprung ein temporaubendes Abknicken im Kniegelenk zu vermeiden, muss das vordere Bein fast gestreckt sein. Im günstigsten Fall wird mit dem nächsten Schritt wieder normales Lauftempo erreicht.

Häufige Fehler am Wassergraben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aufspringen statt Auflaufen auf den Balken ist ein Anzeichen für zu nahes Heranlaufen
  • Zu kurzer Sprung (ins tiefe Wasser) am Wassergraben durch zu langsames Aufspringen und einen technisch mangelhaften Absprung
  • Der Läufer springt zu hoch über den Wassergraben und geht beim Abfangen in die Knie
  • Aufsprung im Wassergraben mit beiden Beinen durch schlecht vorbereitete Landung
  • Mangelhaftes räumliches Anpassungsvermögen führt zu Störungen im Laufrhythmus vor und nach dem Wassergraben (das trifft für die Hindernisse gleichermaßen zu).

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillengewinner der Olympischen Spiele (3000-Meter-Hindernislauf)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1920 Vereinigtes Konigreich Percy Hodge Vereinigtes Konigreich Patrick Flynn Italien Ernesto Ambrosini
1924 Finnland Ville Ritola Finnland Elias Katz Frankreich Paul Bontemps
1928 Finnland Toivo Loukola Finnland Paavo Nurmi Finnland Ove Andersen
1932 Finnland Volmari Iso-Hollo Vereinigtes Konigreich Tom Evenson Vereinigte Staaten 48 Joe McCluskey
1936 Finnland Volmari Iso-Hollo Finnland Kalle Tuominen Deutsches Reich NS Alfred Dompert
1948 Schweden Tore Sjöstrand Schweden Erik Elmsäter Schweden Göte Hagström
1952 Vereinigte Staaten 48 Horace Ashenfelter Sowjetunion 1923 Wladimir Kasanzew Vereinigtes Konigreich John Disley
1956 Vereinigtes Konigreich Chris Brasher Ungarn 1949 Sándor Rozsnyói Norwegen Ernst Larsen
1960 Polen Zdzisław Krzyszkowiak Sowjetunion 1955 Nikolai Sokolow Sowjetunion 1955 Semjon Rschischtschin
1964 Belgien Gaston Roelants Vereinigtes Konigreich Maurice Herriott Sowjetunion 1955 Iwan Bjeljajew
1968 Kenia Amos Biwott Kenia Benjamin Kogo Vereinigte Staaten George Young
1972 Kenia Kipchoge Keino Kenia Ben Jipcho Finnland Tapio Kantanen
1976 Schweden Anders Gärderud Polen Bronisław Malinowski Deutschland Demokratische Republik 1949 Frank Baumgartl
1980 Polen Bronisław Malinowski Tansania Filbert Bayi Athiopien 1975 Eshetu Tura
1984 Kenia Julius Korir Frankreich Joseph Mahmoud Vereinigte Staaten Brian Diemer
1988 Kenia Julius Kariuki Kenia Peter Koech Vereinigtes Konigreich Mark Rowland
1992 Kenia Matthew Birir Kenia Patrick Sang Kenia William Mutwol
1996 Kenia Joseph Keter Kenia Moses Kiptanui Italien Alessandro Lambruschini
2000 Kenia Reuben Kosgei Kenia Wilson Boit Kipketer Marokko Ali Ezzine
2004 Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Brimin Kiprop Kipruto Kenia Paul Kipsiele Koech
2008 Kenia Brimin Kiprop Kipruto Frankreich Mahiedine Mekhissi-Benabbad Kenia Richard Kipkemboi Mateelong
2012 Kenia Ezekiel Kemboi Frankreich Mahiedine Mekhissi-Benabbad Kenia Abel Mutai
2016 Kenia Conseslus Kipruto Vereinigte Staaten Evan Jager Frankreich Mahiedine Mekhissi-Benabbad
2020 Marokko Soufiane el-Bakkali Athiopien Lamecha Girma Kenia Benjamin Kigen

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
2008 Russland Gulnara Samitowa-Galkina Kenia Eunice Jepkorir Russland Tatjana Petrowa
2012 Tunesien Habiba Ghribi Athiopien Sofia Assefa Kenia Milcah Chemos
2016 Bahrain Ruth Jebet Kenia Hyvin Kiyeng Vereinigte Staaten Emma Coburn
2020 Uganda Peruth Chemutai Vereinigte Staaten Courtney Frerichs Kenia Hyvin Kiyeng

Medaillengewinner der Olympischen Spiele (nicht mehr gelaufene Streckenlängen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Strecke Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1900 2500 m Kanada 1868 George Orton Vereinigtes Konigreich Sidney Robinson Frankreich Jean Chastanié
1900 4000 m Vereinigtes Konigreich John Rimmer Vereinigtes Konigreich Charles Bennett Vereinigtes Konigreich Sidney Robinson
1904 2590 m Vereinigte Staaten 45 James Lightbody Vereinigtes Konigreich John Daly Vereinigte Staaten 45 Arthur Newton
1908 3200 m Vereinigtes Konigreich Arthur Russell Vereinigtes Konigreich Archie Robertson Vereinigte Staaten 46 John Eisele

Medaillengewinner der Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Deutschland BR Patriz Ilg Polen Boguslaw Maminski Vereinigtes Konigreich Colin Reitz
1987 Italien Francesco Panetta Deutschland Demokratische Republik 1949 Hagen Melzer Belgien William Van Dijck
1991 Kenia Moses Kiptanui Kenia Patrick Sang Algerien Azzedine Brahmi
1993 Kenia Moses Kiptanui Kenia Patrick Sang Italien Alessandro Lambruschini
1995 Kenia Moses Kiptanui Kenia Christopher Koskei Saudi-Arabien Saad Shaddad Al-Asmari
1997 Kenia Wilson Boit Kipketer Kenia Moses Kiptanui Kenia Bernard Barmasai
1999 Kenia Christopher Kosgei Kenia Wilson Boit Kipketer Marokko Ali Ezzine
2001 Kenia Reuben Kosgei Marokko Ali Ezzine Kenia Bernard Barmasai
2003 Katar Saif Saaeed Shaheen Kenia Ezekiel Kemboi Spanien Eliseo Martin
2005 Katar Saif Saaeed Shaheen Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Brimin Kiprop Kipruto
2007 Kenia Brimin Kiprop Kipruto Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Richard Kipkemboi Mateelong
2009 Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Richard Kipkemboi Mateelong Frankreich Bouabdellah Tahri
2011 Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Brimin Kiprop Kipruto Frankreich Mahiedine Mekhissi-Benabbad
2013 Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Conseslus Kipruto Frankreich Mahiedine Mekhissi-Benabbad
2015 Kenia Ezekiel Kemboi Kenia Conseslus Kipruto Kenia Brimin Kiprop Kipruto
2017 Kenia Conseslus Kipruto Marokko Soufiane el-Bakkali Vereinigte Staaten Evan Jager
2019 Kenia Conseslus Kipruto Athiopien Lamecha Girma Marokko Soufiane el-Bakkali
2022 Marokko Soufiane el-Bakkali Athiopien Lamecha Girma Kenia Conseslus Kipruto

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
2005 Uganda Dorcus Inzikuru Russland Jekaterina Wolkowa Kenia Jeruto Kiptum
2007 Russland Jekaterina Wolkowa Russland Tatjana Petrowa Kenia Eunice Jepkorir
2009 Russland Julija Saripowa Kenia Milcah Chemos Cheywa Russland Gulnara Galkina
2011 Tunesien Habiba Ghribi Kenia Milcah Chemos Cheywa Kenia Mercy Wanjiku Njoroge
2013 Kenia Milcah Chemos Cheywa Kenia Lidya Chepkurui Athiopien Sofia Assefa
2015 Kenia Hyvin Kiyeng Tunesien Habiba Ghribi Deutschland Gesa Felicitas Krause
2017 Vereinigte Staaten Emma Coburn Vereinigte Staaten Courtney Frerichs Kenia Hyvin Kiyeng
2019 Kenia Beatrice Chepkoech Vereinigte Staaten Emma Coburn Deutschland Gesa Felicitas Krause
2022 Kasachstan Norah Jeruto Athiopien Werkuha Getachew Athiopien Mekides Abebe

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltrekordentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internationale Leichtathletik-Föderation IAAF legte erst 1953 Einzelheiten zur Anzahl, Reihenfolge und Beschaffenheit der Hindernisse fest und führt von da an eine offizielle Weltrekordliste. Bestleistungen werden seit 1933 registriert, für diese sind die Streckenlänge und die Anzahl der Hindernisse verbürgt.

Ab dem 1. Januar 2000 werden Weltrekorde auch für Frauen anerkannt. Erster offizieller Rekord wurde die damalige Weltbestzeit von Jelena Motalowa.

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern: Elektronisch gestoppte Zeit, als Weltrekord wurde aber die handgestoppte Zeit registriert.

Zeit (min) Name Datum Ort
8:49,6 Ungarn 1949 Sándor Rozsnyói 28. August 1954 Bern
8:47,8 Finnland Pentti Karvonen 1. Juli 1955 Helsinki
8:45,4 Finnland Pentti Karvonen 15. Juli 1955 Oslo
8:45,4 Sowjetunion 1955 Wassili Wlassenko 18. August 1955 Moskau
8:41,2 Polen Jerzy Chromik 31. August 1955 Brno
8:40,2 Polen Jerzy Chromik 11. September 1955 Budapest
8:39,8 Sowjetunion 1955 Semjon Rschischtschin 14. August 1956 Moskau
8:35,6 Ungarn 1949 Sándor Rozsnyói 16. September 1956 Budapest
8:35,6 Sowjetunion 1955 Semjon Rschischtschin 2. August 1958 Tallinn
8:32,0 Polen Jerzy Chromik 2. August 1958 Warschau
8:31,4 Polen Zdzisław Krzyszkowiak 26. Juni 1960 Tula
8:31,2 Sowjetunion 1955 Grigorij Taran 28. Mai 1961 Kiew
8:30,4 Polen Zdzisław Krzyszkowiak 26. Juni 1961 Wałcz
8:29,6 Belgien Gaston Roelants 7. September 1963 Leuven
8:26,4 Belgien Gaston Roelants 7. August 1965 Brüssel
8:24,2 Finnland Jouko Kuha 17. Juli 1968 Stockholm
8:22,2 Sowjetunion 1955 Vladimiras Dudinas 19. August 1969 Kiew
8:22,0 (8:21,98) Australien Kerry O’Brien 4. Juli 1970 Berlin
8:20,8 Schweden Anders Gärderud 14. September 1972 Helsinki
8:19,8 Kenia Ben Jipcho 19. Juni 1973 Helsinki
8:14,0 (8:13,91) Kenia Ben Jipcho 27. Juni 1973 Helsinki
8:10,4 Schweden Anders Gärderud 25. Juni 1975 Oslo
8:09,8 (8:09,70) Schweden Anders Gärderud 1. Juli 1975 Stockholm
8:08,02 Schweden Anders Gärderud 28. Juli 1976 Montreal
8:05,4 Kenia Henry Rono 13. Mai 1978 Seattle
8:05,35 Kenia Peter Koech 3. Juli 1989 Stockholm
8:02,08 Kenia Moses Kiptanui 19. August 1992 Zürich
7:59,18 Kenia Moses Kiptanui 16. August 1995 Zürich
7:59,08 Kenia Wilson Boit Kipketer 13. August 1997 Zürich
7:55,72 Kenia Bernard Barmasai 24. August 1997 Köln
7:55,28 Marokko Brahim Boulami 24. August 2001 Brüssel
7:53,63 Katar Saif Saaeed Shaheen 3. September 2004 Brüssel

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeit (min) Name Datum Ort
9:55,28 Rumänien 1965 Daniela Petrescu 21. Juni 1998 Bukarest
9:48,88 Russland Jelena Motalowa 1. August 1999 Tula
9:43,64 Rumänien Cristina Iloc 7. August 2000 Bukarest
9:40,20 Rumänien Cristina Iloc 30. August 2000 Reims
9:25,31 Polen Justyna Bąk 9. Juli 2001 Nizza
9:22,29 Polen Justyna Bąk 5. Juni 2002 Mailand
9:21,72 Belarus Alesja Turawa 12. Juni 2002 Ostrava
9:16,51 Belarus Alesja Turawa 28. Juli 2002 Danzig
9:08,33 Russland Gulnara Samitowa 10. August 2003 Tula
9:01,59 Russland Gulnara Samitowa 4. Juli 2004 Iraklio
8:58,81 Russland Gulnara Samitowa-Galkina 17. August 2008 Peking
8:52,78 Bahrain Ruth Jebet 27. August 2016 Paris
8:44,32 Kenia Beatrice Chepkoech 20. Juli 2018 Monaco

Weltbestenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Läufer mit einer Zeit von 8:07,13 Minuten oder schneller.

Letzte Veränderung: 6. September 2022

  1. 7:53,63 min Katar Saif Saaeed Shaheen, Brüssel, 3. September 2004
  2. 7:53,64 min Kenia Brimin Kiprop Kipruto, Monaco, 22. Juli 2011
  3. 7:54,31 min Kenia Paul Kipsiele Koech, Rom, 31. Mai 2012
  4. 7:55,28 min Marokko Brahim Boulami, Brüssel, 24. August 2001
  5. 7:55,72 min Kenia Bernard Barmasai, Köln, 24. August 1997
  6. 7:55,76 min Kenia Ezekiel Kemboi, Monaco, 22. Juli 2011
  7. 7:56,16 min Kenia Moses Kiptanui, Köln, 24. August 1997
  8. 7:56,81 min Kenia Richard Kipkemboi Mateelong, Doha, 11. Mai 2012
  9. 7:57,29 min Kenia Reuben Kosgei, Brüssel, 24. August 2001
  10. 7:58,15 min Marokko Soufiane el-Bakkali, Monaco, 20. Juli 2018
  11. 7:58,41 min Kenia Jairus Birech, Brüssel, 5. September 2014
  12. 7:58,68 min Athiopien Lamecha Girma, Ostrava, 31. Mai 2021
  13. 7:59,08 min Kenia Wilson Boit Kipketer, Zürich, 13. August 1997
  14. 8:00,09 min Frankreich Mahiedine Mekhissi-Benabbad, Saint-Denis, 6. Juli 2013
  15. 8:00,12 min Kenia Conseslus Kipruto, Birmingham, 5. Juni 2016
  16. 8:00,45 min Vereinigte Staaten Evan Jager, Saint-Denis, 4. Juli 2015
  17. 8:01,18 min Frankreich Bouabdellah Tahri, Berlin, 18. August 2009
  18. 8:01,67 min Kenia Abel Mutai, Rom, 31. Mai 2012
  19. 8:01,69 min Kenia Kipkirui Misoi, Brüssel, 24. August 2001
  20. 8:03,41 min Kenia Patrick Sang, Köln, 24. August 1997
  21. 8:03,57 min Marokko Ali Ezzine, Saint-Denis, 23. Juni 2000
  22. 8:03,57 min Kenia Hillary Yego, Shanghai, 18. Mai 2013
  23. 8:03,74 min Kenia Raymond Yator, Monaco, 18. August 2000
  24. 8:03,81 min Uganda Benjamin Kiplagat, Lausanne, 8. Juli 2010
  25. 8:03,89 min Kenia John Kosgei, Monaco, 16. August 1997
  26. 8:04,95 min Niederlande Simon Vroemen, Brüssel, 26. August 2005
  27. 8:05,01 min Kenia Eliud Barngetuny, Monaco, 25. Juli 1995
  28. 8:05,21 min Athiopien Getnet Wale, Doha, 4. Oktober 2019
  29. 8:05,23 min Frankreich Djilali Bedrani, Doha, 4. Oktober 2019
  30. 8:05,35 min Kenia Peter Koech, Stockholm, 3. Juli 1989
  31. 8:05,37 min Kenia Philip Barkutwo, Rieti, 6. September 1992
  32. 8:05,40 min Kenia Henry Rono, Seattle, 13. Mai 1978
  33. 8:05,43 min Kenia Christopher Koskei, Zürich, 11. August 1999
  34. 8:05,51 min Kenia Julius Kariuki, Seoul, 30. September 1988
  35. 8:05,68 min Kenia Wesley Kiprotich, Brüssel, 3. September 2004
  36. 8:05,69 min Spanien Fernando Carro, Monaco, 12. Juli 2019
  37. 8:05,72 min Kenia Abraham Kibiwot, Monaco, 12. Juli 2019
  38. 8:05,75 min Schweden Mustafa Mohamed, Heusden, 28. Juli 2007
  39. 8:05,88 min Kenia Bernard Nganga, Berlin, 11. September 2011
  40. 8:05,99 min Kenia Joseph Keter, Monaco, 10. August 1996
  41. 8:06,13 min Bahrain Tareq Mubarak Taher, Athen, 13. Juli 2009
  42. 8:06,13 min Kenia Benjamin Kigen, Rom, 6. Juni 2019
  43. 8:06,16 min Athiopien Roba Gari, Doha, 11. Mai 2012
  44. 8:06,29 min Athiopien Hailemariyam Amare, Rabat, 5. Juni 2022
  45. 8:06,48 min Athiopien Chala Beyo, Rabat, 16. Juni 2019
  46. 8:06,77 min Kenia Gideon Chirchir, Zürich, 16. August 1995
  47. 8:06,88 min Kenia Richard Kosgei, Monaco, 9. September 1995
  48. 8:06,96 min Kenia Gilbert Kirui, London, 27. Juli 2013
  49. 8:07,02 min Marokko Brahim Taleb, Heusden, 28. Juli 2007
  50. 8:07,13 min Kenia Paul Malakwen Kosgei, Saint-Denis, 3. Juli 1999

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Läuferinnen mit einer Zeit unter 9:15,04 min (Letzte Veränderung: 8. September 2022)

  1. 8:44,32 min Kenia Beatrice Chepkoech, Monaco, 20. Juli 2018
  2. 8:52,78 min Bahrain Ruth Jebet, Paris, 27. August 2016
  3. 8:53,02 min Kasachstan Norah Jeruto, Eugene, 20. Juli 2022
  4. 8:54,61 min Athiopien Werkuha Getachew, Eugene, 20. Juli 2022
  5. 8:56,06 min Athiopien Mekides Abebe, Eugene, 20. Juli 2022
  6. 8:56,55 min Bahrain Winfred Mutile Yavi, Paris, 18. Juni 2022
  7. 8:57,77 min Vereinigte Staaten Courtney Frerichs, Eugene, 21. August 2021
  8. 8:58,78 min Kenia Celliphine Chepteek Chespol, Eugene, 27. Mai 2017
  9. 8:58,81 min Russland Gulnara Galkina, Peking, 17. August 2008
  10. 9:00,01 min Kenia Hyvin Kiyeng, Eugene, 28. Mai 2016
  11. 9:01,45 min Uganda Peruth Chemutai, Tokio, 4. August 2021
  12. 9:02,35 min Vereinigte Staaten Emma Coburn, Doha, 30. September 2019
  13. 9:02,43 min Kenia Jackline Chepkoech, Brüssel, 2. September 2022
  14. 9:03,30 min Deutschland Gesa Felicitas Krause, Doha, 30. September 2019 (Deutscher Rekord)
  15. 9:05,36 min Tunesien Habiba Ghribi, Brüssel, 11. September 2015
  16. 9:06,14 min Kenia Faith Cherotich, Zürich, 8. September 2022
  17. 9:06,37 min Athiopien Zerfe Wondemagegn, Zürich, 8. September 2022
  18. 9:06,57 min Russland Jekaterina Wolkowa, Osaka, 27. August 2007
  19. 9:06,66 min Kenia Daisy Jepkemei, Zürich, 29. August 2019
  20. 9:07,06 min Athiopien Sofia Assefa, Hengelo, 11. Juni 2017
  21. 9:07,14 min Kenia Milcah Chemos Cheywa, Oslo, 7. Juni 2012
  22. 9:07,41 min Kenia Eunice Jepkorir, Peking, 17. August 2008
  23. 9:07,87 min Vereinigtes Konigreich Elizabeth Bird, Monaco, 10. August 2022
  24. 9:08,23 min Kenia Rosefline Chepngetich, Monaco, 20. Juli 2018
  25. 9:08,39 min Russland Julija Saripowa, Berlin, 17. August 2009
  26. 9:09,19 min Russland Tatjana Petrowa, Osaka, 27. August 2007
  27. 9:09,19 min Athiopien Sembo Almayew, Paris, 18. Juni 2022
  28. 9:09,29 min Russland Olga Wowk, Tscheboksary, 3. August 2022
  29. 9:09,39 min Spanien Marta Domínguez, Barcelona, 25. Juli 2009
  30. 9:09,61 min Athiopien Hiwot Ayalew, Oslo, 7. Juni 2012
  31. 9:09,91 min Vereinigte Staaten Courtney Wayment, Monaco, 10. August 2022
  32. 9:10,04 min Albanien Luiza Gega, Eugene, 20. Juli 2022
  33. 9:10,27 min Vereinigte Staaten Colleen Quigley, Berlin, 2. September 2018
  34. 9:11,39 min Russland Jekaterina Iwonina, Tscheboksary, 3. August 2022
  35. 9:12,14 min Tunesien Marwa Bouzayani, Eugene, 16. Juli 2022
  36. 9:12,50 min Vereinigte Staaten Jennifer Simpson, Berlin, 17. August 2009
  37. 9:12,55 min Kenia Lidya Chepkurui, Moskau, 13. August 2013
  38. 9:13,16 min Kenia Ruth Bisibori Nyangau, Berlin, 17. August 2009
  39. 9:13,22 min Kenia Gladys Jerotich Kipkemoi, Rom, 10. Juni 2010
  40. 9:13,25 min Athiopien Etenesh Diro, Paris, 1. Juli 2017
  41. 9:13,35 min Norwegen Karoline Bjerkeli Grøvdal, Sandnes, 26. August 2017
  42. 9:13,46 min Danemark Anna Emilie Møller, Doha, 30. September 2019
  43. 9:13,53 min Turkei Gülcan Mingir, Sofia, 9. Juni 2012
  44. 9:13,85 min Kenia Virginia Nyambura Nganga, Monaco, 17. Juli 2015
  45. 9:14,03 min Athiopien Lomi Muleta, Hengelo, 8. Juni 2021
  46. 9:14,09 min Jamaika Aisha Praught, Brüssel, 31. August 2018
  47. 9:14,28 min Australien Genevieve LaCaze, Paris, 27. August 2016
  48. 9:14,34 min Frankreich Alice Finot, Eugene, 16. Juli 2022
  49. 9:14,84 min Slowenien Maruša Mišmaš Zrimšek, Tokio, 4. August 2021
  50. 9:15,04 min Uganda Dorcus Inzikuru, Athen, 14. Juni 2005

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hindernislauf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien