hinterfotzig

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Das Wort hinterfotzig kommt aus der österreichischen und süddeutschen Umgangssprache und hat Eingang in den deutschen Sprachraum gefunden. Es ist gleichbedeutend mit „hinterhältig“ oder „hinterlistig“ und heißt wörtlich „hinter dem Mund“.[1] Hinterfotzig leitet sich nicht von der sexuellen Bedeutung des Wortes „Fotze“ (Vulva, Vagina) ab, sondern von der in Bayern und Österreich gebräuchlichen Bedeutung für Mund beziehungsweise Gesicht. Wird eine Person als hinterfotzig bezeichnet, ist damit gemeint, dass sie nicht ehrlich gegenüber anderen ist, sondern hinter deren Rücken schlecht redet, lästert und intrigiert.

Zum Teil findet der Ausdruck hinterfotzig auch Verwendung als Synonym für „gemein“ oder als pauschale Beschimpfung oder Diskreditierung, möglicherweise volksetymologisch aufgrund der Assoziation zum Ausdruck Fotze, der als derbes Schimpfwort verwendet wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: hinterfotzig – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Kluge (Hrsg.), Elmar Seebold (Bearb.): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin [u. a.] 2002, ISBN 3-11-017473-1, S. 414.