Spötter

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Spötter
Gelbspötter (Hippolais icterina)

Gelbspötter (Hippolais icterina)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rohrsängerartige (Acrocephalidae)
Gattung: Spötter
Wissenschaftlicher Name
Hippolais
Conrad von Baldenstein, 1827

Die Spötter (Hippolais) sind eine Gattung der Vögel. Aktuell wird die Gattung zusammen mit anderen Gattungen in eine eigene Familie Acrocephalidae gestellt, traditionell wurde sie der Familie der Grasmückenartigen (Sylviidae) zugeordnet. Die Verbreitung der Spötter ist auf die westliche Paläarktis beschränkt. Zurzeit werden nur noch vier Arten anerkannt, vier weitere ehemals zu dieser Gattung gestellte Arten werden aktuell der Gattung Iduna zugeordnet.

Ihren Namen tragen sie daher, weil sie in ihren Gesang den anderer Vögel nachahmend aufnehmen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle früher zu dieser Gattung gestellten Arten sind kleine Singvögel mit recht flacher Stirn und einem relativ langen und an der Basis breitem und abgeflachtem Schnabel. Der Schwanz ist am Ende gerade oder leicht gerundet. Die vier aktuell zur Gattung gezählten Arten sind insgesamt recht einfarbig und ohne auffallende Zeichnungen, die Oberseite ist blassgrau oder grünlich gelb, die Unterseite weißlich oder gelblich. Die Geschlechter unterscheiden sich äußerlich nicht. Die Nestlinge sind zunächst noch nackt und haben einen gelben Rachen mit zwei schwarzen Flecken an der Zungenbasis. Die Randwülste ihres Schnabels sind blassgelb.[1]

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spötter sind auf die westliche Paläarktis beschränkt. Das Verbreitungsgebiet der vier Arten reicht von Nordafrika über große Teile Europas und den östlichen Mittelmeerraum bis in den Mittleren Osten. Die Areale der einzelnen Arten sind dabei weitgehend parapatrisch, wobei der Orpheusspötter die westlichste und der Dornspötter die östlichste Art ist.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell wird die Gattung zusammen mit anderen Gattungen in eine eigene Familie Acrocephalidae gestellt[2], traditionell wurde sie der Familie der Grasmückenartigen (Sylviidae) zugeordnet. Zurzeit werden nur noch vier Arten anerkannt, vier weitere ehemals zu dieser Gattung gerechnete Arten werden nun der Gattung Iduna zugeordnet.[2]

Die ehemals zu dieser Gattung gestellten Arten sind:

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nest ist tief napfförmig und wird in Büschen, Bäumen oder in der Bodenvegetation gebaut. Die Eier sind auf rosafarbenem Grund spärlich schwarz gepunktet oder gefleckt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Band 12/I, Passeriformes (3. Teil): Sylviidae. Aula, Wiesbaden 1991: S. 540–542
  2. a b F. Gill & D. Donsker (Eds) 2011: IOC World Bird Names (version 2.9.) - Old World Warblers and Babblers. (Online, abgerufen am 5. Oktober 2011)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Band 12/I, Passeriformes (3. Teil): Sylviidae. Zweigsänger, Seidensänger, Schwirle, Spötter. Aula, Wiesbaden, 1991, ISBN 3-923527-00-4: S. 540–542.
  • Lars Svensson, Killian Mullarney, Dan Zetterström: Der Kosmos Vogelführer. Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12384-3: S. 324–325.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hippolais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien