Hirm

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Hirm
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hirm
Hirm (Österreich)
Hirm
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Fläche: 3,11 km²
Koordinaten: 47° 47′ N, 16° 27′ OKoordinaten: 47° 47′ 16″ N, 16° 27′ 20″ O
Höhe: 183 m ü. A.
Einwohner: 1.023 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 329 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7024
Gemeindekennziffer: 1 06 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Hirm
7024 Hirm
Website: https://www.hirm.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Inge Posch-Gruska (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(15 Mitglieder)
11
4
11 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Hirm im Bezirk Mattersburg
AntauBad SauerbrunnBaumgartenDraßburgForchtensteinHirmKrensdorfLoipersbachMarzMattersburgNeudörflPöttelsdorfPöttschingRohrbach bei MattersburgSchattendorfSieggrabenSigleßWiesenZemendorf-StötteraBurgenlandLage der Gemeinde Hirm im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Hirm ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Félszerfalva.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hirm ist der einzige Ort in der Gemeinde Hirm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hirm (Mitte) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Archäologische Funde aus der Kupferzeit (Badener Kultur) und aus der Bronzezeit weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet von Hirm schon in urgeschichtlicher Zeit besiedelt war.

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Hirm dann in der Provinz Pannonia. Aus dieser Zeit zeugt östlich auf den Kirchäckern ein großer römischer Gutshof.

Im 16. und 17. Jahrhundert standen die Hirmer Edlen in den Diensten der Grafen von Mattersdorf-Forchtenstein. Während der Kriegsjahre 1605 und 1620 hatten die Hirmer unter ungarischen Rebellen, Türken und Tataren zu leiden.

1627 gliederte der neue Besitzer der Grafschaft Forchtenstein, Graf Nikolaus Esterhazy, Hirm seinen Besitzungen an. Die Errichtung einer großen Zuckerfabrik im Jahr 1850 führte zum entscheidenden Einschnitt in der Gemeindegeschichte und war mit einem rasanten Anwachsen der Siedlung verbunden.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Félszerfalva verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

1944 wurde die ehemalige Zuckerfabrik, in der zu diesem Zeitpunkt Material für die Wiener Neustädter Flugzeugwerke lagerte, von amerikanischen Flugzeugen bombardiert. Während der Ort nach und nach seine Kriegsspuren verlor, blieb die Fabrik nach dem Kriege herrenlos und war dem Verfall preisgegeben. Ab den 1960er-Jahren siedelten sich auf dem Areal der ehemaligen Zuckerfabrik neue Produktionsstätten an: jene der Österreichischen Kuvertindustrie (ÖKI), damals noch Myrtle Mill, die Heinrich Sachs KG (SAX), die Koh-i-Noor Hardtmuth AG, heute Cretacolor, die Firma Erwin Mach Gummitechnik GesmbH (EM).

1971 erfolgte der Zusammenschluss mit Antau, Sitz der neu geschaffenen Gemeinde Hirm-Antau war Hirm. 1991 wurden die beiden Ortsteile wieder getrennt und erneut zwei eigenständige Gemeinden.[1]

Siehe auch: Geschichte des Burgenlandes

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeamt Hirm

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
73,27
(+2,69)
26,73
(+3,10)
n. k.
(-8,79)

Bürgermeisterin seit 2007: Inge Posch-Gruska

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 15 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
SPÖ 466 73,27 11 475 70,58 11 440 68,01 11 556 92,36 12 474 85,87 12
ÖVP 170 26,73 4 159 23,63 4 188 29,06 4 nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert 39 5,79 0 4 0,62 0 nicht kandidiert 78 14,13 1
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 15 2,32 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 815 832 792 728 687
Wahlbeteiligung 81,60 % 85,10 % 85,98 % 88,74 % 88,50 %

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska (SPÖ) und Vizebürgermeister Ernst Mörz (SPÖ) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Kerstin Bedenik (SPÖ), Daniel Gschaider (ÖVP) und Uschi Wallner (SPÖ) dem Gemeindevorstand an.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin seit 2007 Inge Posch-Gruska (SPÖ).[7] Die ehemalige Abgeordnete zum Burgenländischen Landtag (2005–2010) und ist zudem seit 2010 Mitglied des österreichischen Bundesrates. Bei der Bürgermeisterdirektwahl 2017 wurde Posch-Gruska mit 72,50 % im Amt bestätigt, ihr Mitbewerber Daniel Gschaider (ÖVP) erhielt 27,50 %.[2] In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Ernst Mörz (SPÖ) zum Vizebürgermeister gewählt.[6]

Amtsleiter ist Alfred Wiesinger.[8]

Chronik der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Hirm vor der Zusammenlegung
Jahr Jahr Bürgermeister
1945 Josef Löffler, Stefan Schappelwein
Franz Zaglitsch
Alfred Wagentristl (SPÖ)
Josef Koch (KPÖ)
1950 Stefan Schappelwein (SPÖ)
1958 Johann Resch (SPÖ)
1967 1971 Karl Mangold
Gemeinde Hirm-Antau
Jahr Jahr Bürgermeister
1971 1974 Karl Mangold
1975 1989 Georg Puhm (SPÖ)
1990 1991 Alfred Schreiner (SPÖ)
Gemeinde Hirm nach der Trennung
Jahr Jahr Bürgermeister
1997 2006 Josef Aufner (SPÖ)
seit 2007 Inge Posch-Gruska (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksschule Hirm
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hirm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hirm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Atlas Burgenland: Hirm. Abgerufen am 16. Mai 2017.
  2. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Hirm 2017 (abgerufen am 5. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Hirm 2012 (abgerufen am 5. Dezember 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Hirm 2007 (abgerufen am 5. Dezember 2017)
  5. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Hirm 2002 (abgerufen am 5. Dezember 2017)
  6. a b Gemeinde Hirm: Gemeinderat (abgerufen am 5. Dezember 2017)
  7. Gemeinde Hirm: Bürgermeisterin (abgerufen am 5. Dezember 2017)
  8. Gemeinde Hirm: Gemeindeamt (abgerufen am 5. Dezember 2017)