Hirschbach im Mühlkreis

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Hirschbach im Mühlkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hirschbach im Mühlkreis
Hirschbach im Mühlkreis (Österreich)
Hirschbach im Mühlkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 23,63 km²
Koordinaten: 48° 29′ N, 14° 25′ OKoordinaten: 48° 29′ 19″ N, 14° 24′ 44″ O
Höhe: 640 m ü. A.
Einwohner: 1.202 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 51 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4242
Vorwahl: 07948
Gemeindekennziffer: 4 06 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Museumsweg 5
4242 Hirschbach im Mühlkreis
Website: www.hirschbach.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Schartmüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Hirschbach im Mühlkreis im Bezirk Freistadt
Bad ZellFreistadtGrünbachGutauHagenberg im MühlkreisHirschbach im MühlkreisKaltenbergKefermarktKönigswiesenLasbergLeopoldschlagLiebenauNeumarkt im MühlkreisPierbachPregartenRainbach im MühlkreisSandlSt. Leonhard bei FreistadtSt. Oswald bei FreistadtSchönau im MühlkreisTragweinUnterweißenbachUnterweitersdorfWaldburgWartberg ob der AistWeitersfeldenWindhaag bei FreistadtOberösterreichLage der Gemeinde Hirschbach im Mühlkreis im Bezirk Freistadt (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortsansicht
Ortsansicht
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hirschbach im Mühlkreis ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 1202 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Freistadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hirschbach im Mühlkreis liegt auf 640 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,4 km, von West nach Ost 8,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 23,6 km². 29,7 % der Fläche sind bewaldet, 65,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Auerbach (151)
  • Berg (32)
  • Gossenreith (38) samt Haid
  • Guttenbrunn (110)
  • Hirschbach im Mühlkreis (380)
  • Hofreith (58)
  • Kirchberg (74)
  • Oberdorf (35)
  • Oberhirschgraben (32)
  • Pemsedt (37)
  • Thierberg (96) samt Leiten
  • Tischberg (42)
  • Unterhirschgraben (85)
  • Vorwald (32)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Guttenbrunn und Hirschbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichenthal
Schenkenfelden Nachbargemeinden Waldburg
Ottenschlag Neumarkt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Die erste urkundliche Erwähnung von Hirschbach stammt aus dem Jahr 1150. Im Jahr 1374 wurde die Pfarre Hirschbach als neugegründete Pfarre urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde der heiligen Gottesmutter geweiht. Seit 1490 wird er dem Lande 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. In diese Zeit fällt auch der Neubau der Kirche der Gemeinde, deren Bausubstanz veränderte sich in den folgenden 500 Jahren kaum. Im 13. und 14. Jahrhundert bestand die Burg Kernegg.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 lag Hirschbach in der sowjetischen Besatzungszone. Nach 1955 erfolgte ein Aus- und Neubau der Infrastruktur.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[2]
Jahr Einwohner   Jahr Einwohner
1869 1.146   1951 1.092
1880 1.119   1961 1.163
1890 1.079   1971 1.186
1900 1.085   1981 1.152
1910 1.190   1991 1.162
1923 1.188   2001 1.186
1934 1.110   2011 1.127
1939 1.056   2018 1.194

Entwicklung und Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1869 wohnten im Gemeindegebiet 1146 Menschen. Bis 2001 schwankte die Bevölkerungszahl um den Wert von 1869 und erreichte 2001 mit 1186 Menschen den bisher höchsten Stand in der Geschichte. Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 1162 Einwohner, bei der Volkszählung 2001 bereits 1186, was einem Abstieg von 2 % entspricht. Am 1. Jänner 2008 verzeichnete die Gemeinde 1124 Einwohner, ein Rückgang.[2]

Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre und älter waren, 18,9 %; 20,7 % waren unter 15 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag bei 50,4 %.[3]

Von den 1081 Bewohnern Hirschbachs, die 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 2,6 % eine Universität, Fachhochschule oder Akademie abgeschlossen. Weitere 8,9 % hatten eine Matura absolviert, 45,7 % hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht und 43 % aller Hirschbacher hatten die Pflichtschule als höchsten Abschluss.[3]

Hirschbach Ortsmitte

Herkunft und Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Dialekt, der im Raum Hirschbach sowie in Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist das Mittelbairische. 98,3 % der Hirschbacher gaben 2001 Deutsch als Umgangssprache an. Weitere 0,7 % sprachen hauptsächlich türkisch, 0,5 % tschechisch, der Rest sprach andere Sprachen.

Der Anteil der Hirschbacher mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 mit 1,1 % weit unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. Dabei hatten 0,8 % der Hirschbacher Bevölkerung eine Staatsbürgerschaft der Türkei, 0,1 % eine aus Deutschland und 0,2 % entfielen auf sonstige Staatsbürger. Insgesamt waren 2001 etwa 2,3 % der Hirschbacher in einem anderen Land als in Österreich geboren.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Seit dem Jahr 1945 erreichte die ÖVP immer die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Partei wurde meistens die SPÖ. 2015 wurde die ÖVP mit 66,3 % stimmenstärkste Partei. Die SPÖ erreichte 33,7 %.

Zum Bürgermeister der Gemeinde wurde Wolfgang Schartmüller von der ÖVP mit 91,3 % der Stimmen gewählt. Der Gemeinderat besteht aus 19 Mitgliedern, davon 13 ÖVP und 6 SPÖ.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Hirschbach Mkr.

Das Gemeindewappen zeigt in Silber über einer blauen, erniedrigten Wellenleiste einen roten, springenden Hirsch. Dies verdeutlicht den Ortsnamen und honoriert auch eine lokale Sage. Die Sage berichtet, dass die ersten Siedler, die dem Gusental entlang kamen, die äsenden Hirsche aufschreckten. Die Hirsche flüchteten über einen Bach, daher der Name Hirschbach.

Die Verleihung des Gemeindewappens und der Gemeindefarben erfolgte am 27. September 1971.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauernmöbelmuseum Hirschbach
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hirschbach im Mühlkreis
  • Pfarrkirche Hirschbach im Mühlkreis: denkmalgeschützt; die römisch-katholische Pfarrkirche Hirschbach wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet und steht an erhöhter Stelle in der Ortsmitte.
  • Bauernmöbelmuseum Hirschbach: Es sind alte, künstlerisch gestaltete Bauernmöbel, die "Hirschbacher Bauernmöbel" aus der Zeit von 1780 und 1860, ausgestellt, ein Raum des Museums ist dem Maler Franz von Zülow gewidmet. Das Museum veranstaltet auch mehrere Sonderausstellungen im Jahr.
  • In Hirschbach Zülow und seine Zeit: Franz von Zülow war ein Maler am Beginn des 20. Jhdts., lebte einige Jahre im Ort.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hirschbach ist der Hauptort der österreichischen Genussregion Mühlviertler Bergkräuter.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort stehen ein Kindergarten und eine Volksschule zu Verfügung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es steht ein 38.200 m² großes INKOBA (Interkommunale Betriebsansiedlung) Betriebsbaugebiet zur Verfügung.

  • Freiwillige Feuerwehr: Im Gemeindegebiet sorgt die 'Freiwillige Feuerwehr Hirschbach' für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seraphin Johann Wiesinger (1918–2002), Klosterbruder des Kapuzinerordens

Ehrenbürger:

  • Franz von Zülow (1883–1963), österreichischer Maler und Grafiker, lebte von 1928 bis 1963 großteils in seiner Wahlheimat Hirschbach
  • Gossenreiter Josef, Dipl.-Ing. Bürgermeister a. D.
  • Wiesinger Stefan, Bürgermeister a. D.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hirschbach im Mühlkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. a b Statistik Austria: Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (download als pdf; 35 kB)
  3. a b c Volkszählung 2001: Demografische Daten (download als pdf; 10 kB)
  4. Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 13. Mai 2019.
  5. Land Oberösterreich, Landesgeschichte: Wappen der Gemeinde Hirschbach (abgerufen am 28. Oktober 2008)