Hirschfeld (Sachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Hirschfeld führt kein Wappen
Hirschfeld (Sachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hirschfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 38′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchberg
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 18,98 km2
Einwohner: 1184 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08144
Vorwahl: 037607
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 110
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 41
08144 Hirschfeld
Webpräsenz: www.hirschfeld-sachsen.de
Bürgermeister: Rainer Pampel
Lage der Gemeinde Hirschfeld im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Hirschfeld ist eine Gemeinde im sächsischen Landkreis Zwickau. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Kirchberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Lichtentanne und die Städte Kirchberg, Wilkau-Haßlau und Stadt Zwickau im Landkreis Zwickau sowie Heinsdorfergrund und die Stadt Lengenfeld im Vogtlandkreis. Die Gemeinde liegt im Westerzgebirge. Durch Hirschfeld und Voigtsgrün fließen Bäche, die bei Niedercrinitz in das Crinitzer Wasser münden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hirschfeld
  • Niedercrinitz (am 1. Januar 1998 eingemeindet[2])
  • Voigtsgrün (am 1. Juli 1950 eingemeindet[3])

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1998 - 1336
  • 1999 - 1332
  • 2000 - 1328
  • 2001 - 1331
  • 2002 - 1301
  • 2003 - 1294
  • 2004 - 1296
  • 2005 - 1275
  • 2007 - 1256
  • 2008 - 1244
  • 2012 - 1203
  • 2013 - 1205
Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen

Hirschfeld und Niedercrinitz gehörten nachweislich ab 1606 zum Amt Zwickau und ab 1764 zum Amt Wiesenburg, welches im Jahre 1843 in Amt Kirchberg umbenannt wurde. 1856 kamen beide Orte zum Gerichtsamt Kirchberg und gehörten seit 1875 zur Amtshauptmannschaft Zwickau, deren Nachfolger der Landkreis Zwickau war. 1912 wurde der Hirschfelder Ortsteil Lauterholz nach Lauterhofen umgemeindet.

Voigtsgrün gehörte zum Amt Zwickau und kam 1856 zum Gerichtsamt Kirchberg und 1875 zur Amtshauptmannschaft Zwickau. 1950 wurde Voigtsgrün nach Hirschfeld eingemeindet.

Niedercrinitz wurde 1998 nach Hirschfeld eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 60,0 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,5 %
33,8 %
23,7 %
FVH
FVN

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 5 Sitze
  • Feuerwehrverein Hirschfeld e.V. (FVH): 4 Sitze
  • Feuerwehrverein Niedercrinitz e.V. (FVN): 3 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1945: Hermann Stosch, unbekannt
  • 1947: Wolfgang Hauptmann, unbekannt
  • 1950–1975: Felix Eichler, SED
  • 1975–1990: Gerd Weber, SED
  • 1990–2001: Christine Wahsner, CDU
  • seit 2001: Rainer Pampel, parteilos

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Voigtsgrün liegt direkt an der Autobahnanschlussstelle Zwickau-West (Anschlussstelle 10) der A 72. Nach Niedercrinitz wurde ein Rastplatz auf der A 72 benannt. Ferner hält in Voigtsgrün die Vogtlandbahn auf dem Weg von Zwickau nach Klingenthal. Die Ortsteile Hirschfeld und Voigtsgrün erhielten im Zuge des Baus eines Autobahnzubringers (Mitteltrasse) eine Ortsumgehung, welche am 11. September 2008 für den Verkehr freigegeben wurde.


Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Voigtsgrün befindet sich der Tierpark Hirschfeld. Hirschfeld besitzt eine Grundschule und eine Schule für geistig Behinderte.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaeliskirche Hirschfeld

Die ev.-luth. Michaelisgemeinde Hirschfeld bildet ein Kirchspiel mit der Gemeinde im Nachbarort Ebersbrunn. Die Kirchgemeinde Niedercrinitz gehört mit dem Nachbarort Culitzsch zur Michaelisgemeinde Wilkau-Haßlau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottlob Leberecht Schulze (1779–1856), Theologe und Pädagoge, wurde in Hirschfeld geboren
  • Oswald Bleier (1889–1936), Politiker (KPD), antifaschistischer Widerstandskämpfer und von 1926 bis 1929 Abgeordneter des Landtags von Sachsen
  • Heini Scheffler, Zeichner und Karikaturist der Freien Presse, lebte einige Jahre in Niedercrinitz.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Familienbuch Hirschfeld (Krs. Zwickau/Sachsen); ca. 1530 bis ca. 1870. Personen und Familien in Hirschfeld und Wolfersgrün sowie Amtshandlungen Auswärtiger in den Hirschfelder Kirchenbüchern. Leipzig: Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung 1998 (= Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher der AMF 7)
  • Richard Steche: Hirschfeld. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 12. Heft: Amtshauptmannschaft Zwickau. C. C. Meinhold, Dresden 1889, S. 29.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hirschfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Hirschfeld im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Voigtsgrün im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014