Hischylos

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Augenschale des Hischylos, Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum L 467

Hischylos (griechisch Ἱσχύλος) (tätig um 540–515 v. Chr.) war ein attischer Töpfer.

Von ihm sind nur Schalen bekannt, zunächst fertigte er Augenschalen, dann Bandschalen[1]. Der Beginn seiner Schaffenszeit fällt in die Phase des Übergangs von der schwarzfigurigen zur rotfigurigen Vasenmalerei. Aus beiden Stilen haben sich Werke erhalten. Aus der schwarzfigurigen Phase, hier wird er zu den Kleinmeistern gerechnet, haben sich drei signierte Schalen erhalten. Die überwiegende Mehrheit der Werkstattproduktion wurde jedoch im rotfigurigen Stil bemalt. Seine Werkstatt muss groß gewesen sein, er beauftragte zahlreiche Vasenmaler, seine Gefäße zu bemalen, so unter anderem Epiktetos, Pheidippos, Sakonides und die nach ihm benannten Hischylos-Maler und Maler der Cambridger Hischylos-Schale.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern hinter der jeweiligen Vase steht der ausführende Maler

  • Basel, Antikenmuseum und Sammlung Ludwig
Augenschale BS 436 (Epiktetos)
  • Berlin, Antikensammlung
Fragment einer Augenschale F 2100 (Epiktetos)
  • Cambridge, Fitzwilliam Museum
Augenschale GR 38.1864 (G 60) (Sakonides) • Augenschale GR 14.1937
  • Civitavecchia, Museo Civico
Bandschale 1524
Fragment einer Augenschale 8 (Pheidippos) • Fragment einer Augenschale 18 (Epiktetos)
  • London, British Museum
Augenschale E 3 (Epiktetos)
  • Malibu, J. Paul Getty Museum
86.AE.276 (Oltos)
  • New York, Metropolitan Museum of Art
Bandschale 29.131.6
  • New York, Christie’s
Augenschale 5./6. Dezember 2001, Nr. 435
  • Orvieto, Museo Civico (Collezione Faina)
Augenschale 97 (Epiktetos)
  • Rom, Museo Torlonia
Augenschale 158 (Epiktetos)
  • St. Petersburg, Eremitage
Augenschale ГР-7029 (645) (Epiktetos)
  • Vatikan, Museo Gregoriano Etrusco
Fragment einer Augenschale AST 297
  • Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum
Augenschale L 467 (Pheidippos)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Signatur auf dem Kolonettenkrater Kassel, Staatliche Museen T 698 ist modern: John D. Beazley: Paralipomena. Clarendon Press, Oxford 1971, S. 69.