Historisches Lexikon Bayerns

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Historisches Lexikon Bayerns
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www.historisches-lexikon-bayerns.de
Beschreibung Online-Lexikon zur Geschichte Bayerns
Registrierung nein
Sprachen deutsch
Eigentümer Referat Digitale Bibliothek der Bayerischen Staatsbibliothek
Urheber von der Redaktion beauftragte Autoren
Erschienen Mai 2006

Das Historische Lexikon Bayerns (kurz: HLB) ist ein wissenschaftliches Online-Lexikon zur bayerischen Geschichte, das wissenschaftlich fundierte Informationen zur Geschichte Bayerns im Internet verfügbar machen soll. Das Angebot dient ausschließlich wissenschaftlichen oder privaten, nicht-kommerziellen Zwecken.

Geschichte[Bearbeiten]

Begonnen wurde das Projekt im Februar 2005. Es teilt sich in drei Phasen auf. Die erste, bereits abgeschlossene Phase mit rund 550 Artikeln wurde in den Jahren 2005 bis 2007 durchgeführt und behandelte die Weimarer Republik sowie erste epochenübergreifende Artikel. Die zweite Phase mit Schwerpunkt Spätmittelalter und 800 Artikeln begann im Jahr 2007, Beiträge wurden ab Herbst 2008 publiziert. Die dritte Phase, die die Zeitgeschichte nach 1945 behandelt, wurde 2008 begonnen, geplant sind 500 Artikel. Die Veröffentlichung begann 2010.[1] Am 1. Dezember 2015 erfolgte eine technische Überarbeitung.[2]

Träger und Autoren[Bearbeiten]

Als Träger des Historischen Lexikons fungiert das Referat Bavarica der Bayerischen Staatsbibliothek in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Landeshistoriker an den bayerischen Universitäten und der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Der Projektleiter ist Stephan Kellner, der wissenschaftliche Leiter Ferdinand Kramer.[3]

Die Finanzierung übernimmt das Bayerische Kultusministerium, die zweite Phase wurde auch von der Bayerischen Sparkassenstiftung gefördert.[3]

Es besteht eine Redaktion, die sich aus sieben Mitarbeitern zusammensetzt. Diese erarbeitet mit dem wissenschaftliche Beirat, bestehend aus Professoren und Privatdozenten, die Epochenmodule und damit die Artikelvorschläge. Nach der Festlegung des Lemmas bestimmt die Redaktion einen Autoren, mit dem sie in ständigem Kontakt steht. Der entstandene Artikel wird von der Redaktion und dem wissenschaftlichen Beirat bearbeitet und geprüft. Änderungen und Ergänzungen werden mit dem Autor abgestimmt und der Beitrag anschließend publiziert.[4]

Rezeption[Bearbeiten]

In seinem Weblog Archivalia (ISSN 2197-7291) kritisiert der Historiker Klaus Graf u.a. die fehlende Verlinkung von bereits online verfügbaren Quellen, die „lieblose, karge Bebilderung, [die] teils schlechte Qualität[, die fehlende] Verlinkung von Personennamen“ sowie den Mangel von Einzelnachweisen[5][6] und beschreibt die Selbstdarstellung des Historischen Lexikons Bayerns später als „gewohnt unfähig“.[7] Ebenfalls bemängelt er die „Missachtung der maßgeblichen Forschung“ und falsche Quellenangaben in einigen Artikeln.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bearbeitungsstand. In: historisches-lexikon-bayern.de, abgerufen am 20. Januar 2016.
  2. Historisches Lexikon Bayerns. In: Bayerische Landesbibliothek Online, 2. Dezember 2015, abgerufen am 20. Januar 2016.
  3. a b Träger. In: historisches-lexikon-bayerns.de, abgerufen am 20. Januar 2016.
  4. Häufige Fragen. In: historisches-lexikon-bayerns.de, abgerufen am 20. Januar 2016.
  5. Klaus Graf: Historisches Lexikon Bayerns – 950. Artikel online – und das Internet immer noch nicht kapiert. In: Archivalia, 22. August 2015, abgerufen am 20. Januar 2016.
  6. Klaus Graf: Neue Artikel zum Spätmittelalter im Historischen Lexikon Bayerns, das immer noch nichts begreift. In: Archivalia, 30. April 2015, abgerufen am 20. Januar 2016.
  7. Klaus Graf: Geißlerzüge. In: Archivalia, 4. September 2015, abgerufen am 20. Januar 2016.
  8. Klaus Graf: Wieder unsägliche Artikel im Historischen Lexikon Bayerns. In: Archivalia, 1. Juli 2015, abgerufen am 20. Januar 2016.