Historisches Museum Basel

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Das Historische Museum Basel in der Barfüsserkirche im September 2010

Das Historische Museum Basel (HMB) zählt zu den grössten und bedeutendsten Museen dieser Art in der Schweiz und ist eines der fünf staatlichen Museen in Basel. Der Hauptteil der Sammlung wird in der Barfüsserkirche im Zentrum der Stadt Basel ausgestellt. Seit 1. Juni 2017 hat der promovierte Kunsthistoriker Marc Fehlmann die Direktion inne.

Institution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum beherbergt die umfassendste kulturhistorische Sammlung am Oberrhein, und seine Ausstellungsfläche beträgt etwa 6'200 .

Das Museum ist eine eigenständige Institution, ihr Träger ist der Kanton Basel-Stadt. Es ging 1894 aus der 1856 geschaffenen Mittelalterlichen Sammlung hervor. Seinen Ursprung hat es aber, wie das Kunstmuseum Basel, in der bürgerlichen Kunstkammer der Familie Amerbach im 16. Jahrhundert.

Das Historische Museum Basel besteht aus drei Ausstellungshäusern im Zentrum der Stadt Basel: Historisches Museum Basel – Barfüsserkirche in der Barfüsserkirche, Historisches Museum Basel – Musikmuseum im Lohnhof und Historisches Museum Basel – Haus zum Kirschgarten im Haus zum Kirschgarten. Ein viertes Ausstellungshaus, das Museum für Pferdestärken, ehemals Kutschen- und Schlittensammlung in einer Scheune der Villa Merian in der Brüglinger Ebene musste 2016 geschlossen werden, da das Ausstellungsgebäude nicht mehr zur Verfügung stand.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Museum Basel – Barfüsserkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte

Innenansicht auf einer Postkarte von 1894

Der Bettelorden der Franziskaner erbaute 1298 die spätgotische Barfüsserkirche. Als aber die Franziskaner die Kirche in der Folge der Reformation von 1529 aufgaben, wurde sie schrittweise profaniert und anderweitig genutzt. So diente die ehemalige Kirche seit Mitte des 19. Jahrhunderts gar als Salz- und Warenlager. Als die Kandidatur von Basel um den Standort eines Schweizerischen Landesmuseums scheiterte, richtete man das Historische Museum 1894 in der Barfüsserkirche ein. Um Stellfläche zu gewinnen zog man in den Seitenschiffen Emporen ein. Zwischen 1975 und 1981 musste wegen der immer noch wirkenden Salzrückstände das Museum restauriert werden und man brachte eine Neuordnung in die Sammlung. Die seitlichen Emporen wurden herausgerissen und der Kirchenraum wurde resakralisiert. Daneben wurde das gezeigte Museumsgut reduziert und ein Teil in das neu geschaffene Untergeschoss verlegt.

Innenansicht heute
Ausstellungsgut
Adam und Eva von Hans Wydyz

Die Ausstellung in der Barfüsserkirche zeigt Zeugnisse der Kunst des Kunsthandwerks und der Alltagskultur. Dabei bilden das Mittelalter und die Renaissance bis hin zur Barockzeit die Schwerpunkte. Sie bietet Einblick in die Geschichte der Stadt Basel und in die des Oberrheingebietes.

Beachtenswert sind vor allem:

Historisches Museum Basel – Haus zum Kirschgarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 611500 / 266831

Geschichte
Das Haus zum Kirschgarten
Treppenhaus des Hauses zum Kirschgarten

Das Haus zum Kirschgarten wurde zwischen 1777 und 1780 für den «Bändelherren» (Seidenbandfabrikanten) und Obersten Johann Rudolf Burckhardt erbaut. Das Haus, dessen Architekt Ulrich Büchel war, gilt als das vornehmste Bürgerpalais von Basel. Nach verschiedenen Besitzerwechseln wurde das Haus 1951, verbunden mit dem Nachbarhaus, dem kleinen Kirschgarten, als Wohnmuseum eingerichtet.

Ausstellungsgut

Die Hälfte der fünfzig Ausstellungsräume ist den bürgerlichen Wohnräumen des 18. und 19. Jahrhunderts in Basel gewidmet. Dazu gesellen sich bedeutende Fachsammlungen.

Sehenswert sind vor allem:

Historisches Museum Basel – Musikmuseum, Im Lohnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 611255 / 267125

Lohnhof am Kohlenberg mit dem Musikmuseum im Zellentrakt
Foyer des Musikmuseums
Geschichte

Im Stadtzentrum über dem Barfüsserplatz, gegenüber der Barfüsserkirche, befindet sich der Gebäudekomplex des mittelalterlichen Chorherrenstifts St. Leonhard. Ab 1669 hatten dort die Lohnherren (Vorsteher über das Bauwesen) ihren Sitz, weshalb der Komplex Lohnhof heisst. Von 1835 bis 1995 dienten die Bauten als Untersuchungsgefängnis. Dazu waren grössere Um- und Ausbauten, unter anderem von 1852 bis 1855 und 1897, nötig. Nach der Aufhebung des Gefängnisses wurde der Lohnhof von 1996 bis 2000 zu Wohnungen, einem Hotel und dem Musikmuseum umgebaut. Im Jahr 2000 wurde das Musikmuseum eröffnet. Es belegt den ehemaligen Zellentrakt.

Ausstellungsgut

In einundzwanzig Zellen werden fünf Jahrhunderte europäischer Musikgeschichte gezeigt, mit den drei folgenden Schwerpunkten:

Über ein multimediales Informationssystem kann dabei die Welt der Instrumente klingend erfahren werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Historisches Museum Basel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien