Hitoshi Nagai

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Hitoshi Nagai (jap. 永井 均, Nagai Hitoshi; * 1951) ist ein japanischer Philosoph, der als Vertreter der Metaphysik und Metaethik gilt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nagai verbrachte seine Schulzeit bis zum Jahre 1970 an der Keiō-Gijuku-Oberschule (慶應義塾高等学校, Keiō Gijuku Kōtō Gakkō) und studierte Philosophie an der Keiō-Universität bis 1974. Er erlangte den Magistergrad an der Keiō-Universität im Jahre 1976; 1982 schloss er das Promotionsstudium ab. Von 1990 bis 1994 war er außerordentlicher Professor an der Shinshū-Universität und lehrte von 1995 bis 1997 als Professor an dieser Universität. Von 1998 bis 2006 war er als Professor an der Universität Chiba tätig. Seit 2007 ist er Professor an der Nihon-Universität.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nagai ist Professor der Philosophie an der Nihon-Universität. Er betont vor allem in der Egologie die Einzigkeit bzw. Unvergleichbarkeit des Ich (Er benutzt im Japanischen das Zeichen ‹› (watashi, <Ich>), um diesen Charakter des Ich auszudrücken). Ihm zufolge hat in der Geschichte der Philosophie jede europäische Ich-Lehre noch keine entscheidende Antwort auf die Frage, warum nur mein Selbst (jibun) als <Ich> zu bezeichnen bzw. anzuerkennen sei und jedes andere Selbst (他者, tasha) nicht <Ich> sein könne, gegeben. In diesem Sinne habe die echte Egologie noch niemals begonnen. Diese Einsicht stamme aus der Frage, die er bereits als Kind hatte: Warum dieser Junge, nicht jener oder jeder, sondern „dieser“ (Nagai selbst ist gemeint) <Ich> sei, und warum ein Freund X oder Y nicht <Ich> sei. Er hat mittlerweile für sich die Fragwürdigkeit in der anscheinend weithin geltenden Regel als die Regel der Beschränkung des Utilitarismus, die im Allgemeinen als Moral oder Moralphilosophie zu bezeichnen ist, gefunden. Im Lauf der Zeit kam er zu der Einsicht, dass diese beiden, scheinbar unterschiedlichen Problematiken (egologische und ethische) doch eine und dasselbe seien. Der Schlüssel zu diesem Problem sei, wie man den Begriff des <Ich> oder des Selbst verstehen solle. Nagai arbeitet in diesem Zusammenhang auch über die Philosophie Ludwig Wittgensteins,[1][2] Friedrich Nietzsches,[3] Nishida Kitarōs[4] und John Ellis McTaggarts. Er hat sich mit der Lehre des Selbst (自己, jiko) im Werk des Zenmeisters Uchiyama Kōshō auseinandergesetzt, bei dem er Parallelen zu seinem eigenen Standpunkt sieht.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine Metaphysik des Ich! (engl. A Metaphysics of I!), Keiso Shobo,1986.
  • Das Verhalten zur Seele (engl. The Attitude Towards the Soul), Keiso Shobo, 1991.
  • Eine Einführung in Wittgenstein (engl. An Introduction to Wittgenstein), Chikuma Shobo, 1995.
  • Philosophie für Kinder! (engl. Philosophy for Kids!), Kodansha, 1996.
  • Philosophie des Ressentiments (engl. The Philosophy of Ressentiment), Kawade Shobo, 1997.
  • Die Unvergleichbarkeit des Existenz des Ich! (engl. The Incomparability of the Existence of I!), Keiso Shobo, 1998.
  • Das ist Nietzsche (engl. This Is Nietzsche), Kodansha, 1998.
  • Philosophieren von Manga (engl. Manga Philosophizes), Kodansha, 2000.
  • Ein Schulwechsler und Black Jack: Ein Seminar über Solipsismus (engl. A Transfer Student and Black Jack: A Seminar on Solipsity), Iwanami Shoten, 2001.
  • Was ist Ethik? (engl. What Is Ethics?), Sangyo Tosho, 2002.
  • Ich, Jetzt und Gott: Philosophie des Anfangs (engl. I, Now, and God: Philosophy of the Opening), Kodansha, 2004.
  • Philosophie von Kitaro Nishida: Was ist das „absolute Nichts“? (engl. The Philosophy of Kitaro Nishida), NHK, 2007.
  • Warum ist das Bewusstsein nicht real? (engl. Why Isn’t Consciousness Real?), Iwanami Shoten, 2008.
  • Wittgensteins Missdiagnose (eng. Wittgenstein's Misdiagnosis), Nakanishiya Shuppan, 2012.
  • Ein geheimer Kampf der Philosophie (engl. A Secret Battle of Philosophy), Pneuma Sha, 2013.
  • Ein lebhaftes Murmeln der Philosophie (engl. A Lively Murmur of Philosophy), Pneuma Sha, 2013.
  • Onkel Tetsu und Manabu (engl. Uncle Tetsu and Manabu), Nihon-Keizai-Shinbun Shuppan Sha, 2014.
  • Sein und Zeit – Philosophische Untersuchungen 1 (engl. Being and Time – Philosophical Investigations 1), Bungei Shunju, 2016.

Mitarbeit

Mitherausgabe

  • Der Baum der Philosophie: Enzyklopädie von Philosophy. Kodansha, 2002, ISBN 4-06-211080-6.

Übersetzung

Arbeiten in englischer Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Opening: A Philosophy of Actuality (1) Philosophia OSAKA No. 2, 2007, S. 45–61. (PDF)
  • The Opening: A Philosophy of Actuality (2) Philosophia OSAKA No. 3, 2008, S. 1–24. (PDF)
  • The Opening: A Philosophy of Actuality (3) Philosophia OSAKA No. 4, 2009, S. 1–29. (PDF)
  • The Opening: A Philosophy of Actuality (4) Philosophia OSAKA No. 5, 2010, S. 23–40. (PDF)
  • Why Isn’t Consciousness Real? (1) Philosophia OSAKA No. 6, 2011, S. 41–61. (PDF)
  • Why Isn’t Consciousness Real? (2) Philosophia OSAKA No. 7, 2012, S. 47–63. (PDF)
  • Why Isn’t Consciousness Real? (3) Philosophia OSAKA No. 8, 2013, S. 37–51. (PDF)
  • Why Isn’t Consciousness Real? (4) Philosophia OSAKA No. 9, 2014, S. 41–60. (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Eine Einführung in Wittgenstein" (1995)
  2. "Wittgensteins Missdiagnose" (2012)
  3. "Das ist Nietzsche" (1998)
  4. "Philosophie von Kitaro Nishida: Was ist das "absolute Nichts"?" (2007)
  5. "Philosophieren über Buddhismus 3.0" (2016)