Hnisdytschiw

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Hnisdytschiw
Гніздичів
Wappen von Hnisdytschiw
Hnisdytschiw (Ukraine)
Hnisdytschiw
Hnisdytschiw
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Schydatschiw
Höhe: keine Angabe
Fläche: 5,76 km²
Einwohner: 4.183 (1.1.2011)
Bevölkerungsdichte: 726 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 81740
Vorwahl: +380 3239
Geographische Lage: 49° 20′ N, 24° 6′ OKoordinaten: 49° 20′ 14″ N, 24° 6′ 19″ O
KOATUU: 4621555300
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs, 5 Dörfer
Bürgermeister: Iwan Ilijar
Adresse: вул. Грушевського 7
81740 смт. Гніздичів
Statistische Informationen
Hnisdytschiw (Oblast Lwiw)
Hnisdytschiw
Hnisdytschiw
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Hnisdytschiw (ukrainisch Гніздичів; russisch Гнездычев/Gnesdytschew, polnisch Hnizdyczów) ist eine Siedlung städtischen Typs im Rajon Schydatschiw der Oblast Lwiw im Westen der Ukraine.

Wallfahrtskirche im Ort

Die Siedlung ist 65 Kilometer südlich von Lemberg und 4 Kilometer südlich der Rajonshauptstadt Schydatschiw am Stryj gelegen.

Am 9. August 2015 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Hnisdytschiw (Гніздичівська селищна громада/Hnisdytschiwska selyschtschna hromada), zu dieser zählen auch noch die 5 Dörfer Hanniwzi (Ганнівці), Koroliwka (Королівка), Liwtschyzi (Лівчиці), Pokriwzi (Покрівці) und Ruda (Руда)[1], bis dahin bildete es zusammen mit den Dörfern Koroliwka und Pokriwzi die gleichnamige Siedlungsratsgemeinde.

Der Ort wurde 1646 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, lag zunächst in Polen, kam 1772 als Hnizdyczów zum österreichischen Galizien und war ab 1918 bis 1939 ein Teil der Polnischen Republik (im Powiat Żydaczów, Woiwodschaft Lemberg). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fiel der Ort an die Sowjetunion, seit 1991 ist er Teil der heutigen Ukraine. 1957 erhielt das nunmehr Gnesdytschew/Hnisdytschiw genannte Dorf den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Im ehemaligen Dorf Kochawina, heute ein Teil der Siedlung, kam es Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer Erscheinung der Muttergottes von Kochawina, ein daraufhin eingerichtetes Karmeliterkloster wurde 1789 säkularisiert. Die heute noch bestehende Wallfahrtskirche wurde 1894 erbaut.

1899 wurde südlich des Ortes ein Bahnhof an der heutigen Bahnstrecke Stryj–Ternopil eröffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hnisdytschiw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Львівській області у Жидачівському районі