Hobelbank

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Klassische Hobelbank im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck
Moderne Hinterzange
Moderne Vorderzange

Die Hobelbank ist die traditionelle Werkbank des Tischlers.[1]

Aufbau der Hobelbank[Bearbeiten]

Die meist recht starke (> 50 mm) Arbeitsfläche aus Hartholz (überwiegend aus Rotbuche) ruht auf einem sehr stabilen Gestell, welches die starken Schubkräfte, die bei Arbeiten wie beim Hobeln entstehen, leicht aufnimmt.

Die Hobelbank hebt sich durch die vorhandenen Spannmöglichkeiten von einer normalen Werkbank ab. Im Allgemeinen verfügt sie an der linken Seite über eine Vorderzange und eine an der rechten Seite angebrachten Hinterzange.

Diese Spannzangen sind bei alten Hobelbänken noch vollkommen aus Holz gearbeitet. Bei neueren Modellen sind die hölzernen Spannbacken an einer Flach- oder Trapezgewindespindel mit Führungsstangen aus Stahl befestigt, um eine möglichst exakte Parallelität und damit bei einseitiger Belastung gleichmäßige Drücke über die komplette Fläche zu erreichen. Das Rundholz, mit dem die Zangen festgezogen werden, wird Bankschlüssel genannt.

Mit der Hinterzange können Werkstücke nicht nur gegen den Tisch gespannt werden, vielmehr bietet sie auch die Möglichkeit, mit Bankhaken Werkstücke auf der Oberfläche der Hobelbank zu spannen und sie dadurch so zu fixieren, dass mit großem Kraftaufwand gearbeitet werden kann.

Die Bankhaken aus Holz oder Metall werden in die dazugehörigen Löcher in der Hobelbankplatte und der Hinterzange gesteckt und sind in viereckiger und runder Ausführung bekannt.

Die meisten Hobelbänke verfügen im hinteren Bereich über eine Beilade, also eine Vertiefung zur Aufnahme von Werkzeugen und kleineren Materialstücken. Manche haben ein Schrank- oder Schubladenteil im Gestell integriert.

Säge- oder Stemmarbeiten werden nie direkt auf der Arbeitsfläche der Hobelbank ausgeführt. Hierfür werden immer Zwischenlagen verwendet, um die Arbeitsfläche zu schonen. Schließlich kann eine gut gepflegte Hobelbank hundert und mehr Jahre voll funktionsfähig überleben. Dafür sollte auch die Arbeitsfläche von Zeit zu Zeit mit Öl gepflegt werden.

Zubehör[Bearbeiten]

Neben den regulären Bankhaken und -löchern existieren auch noch weitere Zubehöre[1]

  • Seitenbankhaken zum Spannen von Werkstücken vor der Bankplatte
  • Spitzbankhaken zum Halten dünner Werkstücke
  • Bankknecht mit verstellbarer Auflage zum Unterstützen langer Teile

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Hobelbank – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Category:Workbench (woodworking) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Wolfgang Nutsch und andere: Holztechnik Fachkunde, Verlag Europa Lehrmittel, Haan–Gruiten 2010, Seite 178–179