Hochfilzen

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Hochfilzen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hochfilzen
Hochfilzen (Österreich)
Hochfilzen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 32,66 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 12° 37′ OKoordinaten: 47° 28′ 10″ N, 12° 37′ 21″ O
Höhe: 959 m ü. A.
Einwohner: 1.182 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 36 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6395
Vorwahl: 05359
Gemeindekennziffer: 7 04 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 35
6395 Hochfilzen
Website: www.hochfilzen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Konrad Walk (Bürgerliste)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)

6 Bürgerliste Hochfilzen - Liste des Bürgermeisters - Bürgerliste, 2 Unabhängige Partei und Sozialdemokraten - UP&S, 2 Aufwind, 1 Hochfilzen aktiv, 2 Alternative für Hochfilzen - ah!

Lage der Gemeinde Hochfilzen im Bezirk Kitzbühel
Aurach bei Kitzbühel Brixen im Thale Fieberbrunn Going am Wilden Kaiser Hochfilzen Hopfgarten im Brixental Itter Jochberg Kirchberg in Tirol Kirchdorf in Tirol Kitzbühel Kössen Oberndorf in Tirol Reith bei Kitzbühel Schwendt St. Jakob in Haus St. Johann in Tirol St. Ulrich am Pillersee Waidring Westendorf TirolLage der Gemeinde Hochfilzen im Bezirk Kitzbühel (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hochfilzen, Turm der Katholischen Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Maria Schnee
Hochfilzen, Turm der Katholischen Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Maria Schnee
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hochfilzen ist eine Gemeinde im Bezirk Kitzbühel in Tirol in Österreich mit 1182 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfilzen ist eine der fünf Pillerseetalgemeinden und liegt am Grießenpass an der Grenze zum Bundesland Salzburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochfilzen war einst eine Streusiedlung von Bauernhäusern innerhalb der ehemaligen Hofmark Pillersee. Im Güterverzeichnis des Klosters Rott steht, dass Hochfilzen im Jahre 1377 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Als die Region von Tirol 1504 übernommen wurde, blieben die Rechte des Klosters als Hofmark aber erhalten.

Sgraffito an der Schule
Gemeindeamt

Schon 1762 taucht das kleine bäuerliche Dorf beim Landgericht Kitzbühel auf. 1753 errichtete man die erste Schule, die sich aber nicht durchsetzen konnte. Etwa 30 Jahre später konnte wieder eine Schule eingerichtet werden. Der Unterricht wurde im Dorfwirtshaus abgehalten. Schließlich errichtete man 1813 das erste Schulgebäude. 1906 erfolgte ein Neubau. Bei der Verwaltungsreform von 1833 entwickelte sich das kleine Viertel Hochfilzen zur Gemeinde.

1875 errichtete man die Salzburg-Tiroler-Bahn, und somit wurde Hochfilzen damals an das modernste Verkehrsmittel angeschlossen.

1878 richtete man erstmals einen Artillerie-Schießplatz in der Schüttach-Au von der k.u.k Armee ein, der aber 1908 wieder geschlossen wurde. 1939 wurde er wieder eröffnet und nach dem Zweiten Weltkrieg vom Bundesheer übernommen.

Mit der Errichtung des Magnesitwerkes im Jahre 1957 fand in Hochfilzen ein wirtschaftlicher Aufschwung statt. Der Betrieb, welcher derzeit zu der RHI AG gehört, fördert bis heute Magnesit, und stellt feuerfeste Massen als Endprodukt her.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 28. Februar 2016 statt. Konrad Walk, welcher das Amt am 19. April von Sebastian Eder übernahm, wurde mit einer Zweidrittelmehrheit im Amt bestätigt.

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Davon entfallen sechs auf die Bürgerliste, zwei auf die SPÖ, zwei auf die Liste Aufwind, zwei auf die Liste Alternative für Hochfilzen-ah!, sowie einer auf die Liste Hochfilzen Aktiv.[1]

Der Gemeindevorstand besteht aus Bürgermeister Konrad Walk, Vizebürgermeisterin Michaela Wallner und Johann Eder von der Liste Aufwind, Helmuth Perterer von der Liste Alternative für Hochfilzen und Georg Arnold von der SPÖ.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innere der Kirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hochfilzen
  • 1745/46 errichtete Pfarrkirche mit barocker Hochaltarstatue Maria Loreto aus der 1682 erbauten Vorgängerkapelle und Rokokokrippe mit bekleideten Figuren; die Kirche wurde 1960/61 erweitert

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Magnesitgewinnung
  • Magnesitabbau im Tagebauverfahren am Weißenstein (Gemeindegebiet Fieberbrunn) auf einer Seehöhe zwischen 1430 und 1700 Metern und Magnesitverarbeitung kennzeichnen seit Mitte der 1950er-Jahre die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde.
  • Die RHI AG, Weltmarktführer für Feuerfestprodukte, betreibt seit 1959 ein Werk zur Herstellung von Feuerfestprodukten auf Magnesitbasis (Sintermagnesia) in Hochfilzen. Zu diesem Werk gehört auch ein 105 Meter hoher Kamin. Eine Kombination aus Schlauchfilter- und Naßfilteranlage reduziert den Schadstoff- und Schmutzausstoß.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biathlonstadion

In touristischer Hinsicht fördert die Lage zwischen Leoganger Steinbergen, Loferer Steinbergen und den Kitzbüheler Alpen den Sommertourismus und vor allem aufgrund des Schneereichtums den Wintertourismus mit Schwerpunkt auf dem nordischen Skisport. Das Langlauf- und Biathlonzentrum ist als Austragungsort von Langlauf- und Biathlon-Weltcups bekannt und war Austragungsort der Biathlon-Weltmeisterschaften 1978, 1998, 2005 und 2017[3].

Zwei Schlepplifte befördern Skifahrer auf das Skigebiet Buchensteinwand, welches Hochfilzen mit St. Ulrich im Pillerseetal verbindet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße nach Hochfilzen mit deutlich sichtbaren Schlot des Magnesitwerkes
  • Straße: Hochfilzen liegt an der Hochkönigstraße und an der Salzburg-Tiroler-Bahn.
  • Bahn: Sein Bahnhof wird von der S-Bahn Tirol und von Regionalexpresszügen bedient.

Truppenübungsplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1875 wurde Hochfilzen an das Eisenbahnnetz angeschlossen, bald danach wurde ein Truppenübungsplatz errichtet. Der Truppenübungsplatz wird heute vom österreichischen Bundesheer als Heeressportzentrum für Biathlon sowie für die Überlebenstrainingslehrgänge des Jagdkommandos genutzt. Der Truppenübungsplatz war einer der Schauplätze im Lucona-Skandal, der Ende der 1970er Jahre das politische Österreich erschütterte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochfilzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinderatswahl 2016. Gemeinde Hochfilzen, abgerufen am 1. Mai 2017.
  2. Gemeindevorstand. Gemeinde Hochfilzen, abgerufen am 1. Mai 2017.
  3. Hochfilzen bekommt WM 2017; abgerufen am 18. Februar 2016