Hochkreuz (Bonn)

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Koordinaten: 50° 42′ 10″ N, 7° 8′ 26″ O

Hochkreuz
Bundesstadt Bonn
Einwohner: 1951 (31. Dez. 2014)[1]
Postleitzahl: 53175
Vorwahl: 0228
Alt-Godesberg Auerberg Beuel-Mitte Beuel-Ost Brüser Berg Buschdorf Bonn-Castell Dottendorf Dransdorf Duisdorf Endenich Friesdorf Geislar Godesberg-Nord Godesberg-Villenviertel Graurheindorf Gronau Hardthöhe Heiderhof Hochkreuz Hoholz Holtorf Holzlar Ippendorf Kessenich Küdinghoven Lannesdorf Lengsdorf Lessenich/Meßdorf Limperich Mehlem Muffendorf Nordstadt Oberkassel Pennenfeld Plittersdorf Poppelsdorf Pützchen/Bechlinghoven Ramersdorf Röttgen Rüngsdorf Schwarzrheindorf/Vilich-Rheindorf Schweinheim Südstadt Tannenbusch Ückesdorf Venusberg Vilich Vilich-Müldorf Weststadt Bonn-ZentrumKarte
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Lage des Ortsteils Hochkreuz im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg

Das Hochkreuz

Hochkreuz ist ein Ortsteil der Bundesstadt Bonn im Norden des Stadtbezirks Bad Godesberg und Teil des Bundesviertels. Benannt ist er nach einem Wegekreuz, das an der Kreuzung der Bundesstraße 9 mit der Straße zwischen Friesdorf und Plittersdorf stand.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochkreuz ist Teil des sogenannten Rheinviertels. Seine südwestliche, bebaute Hälfte liegt in der Gemarkung Friesdorf und seine zur Rheinaue gehörende nordöstliche Hälfte in der Gemarkung Plittersdorf. Der statistische Bezirk Hochkreuz-Bundesviertel besitzt über eine vom Ortsteil Hochkreuz leicht abweichende Abgrenzung. Er umfasst darüber hinaus westlich der Bundesstraße 9 einen schmalen Streifen des Ortsteils Friesdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Bonn 1949 Bundeshauptstadt geworden war, fand sich die dünn besiedelte Gegend in unmittelbarer Nähe des neu entstandenen Regierungsviertels in der Gronau wieder. In der Folge entstanden hier etliche Bundesbehörden und -ministerien, teilweise erst in den späten 1980er-Jahren (seinerzeit auch die syrische Botschaft). Ursprünglich war geplant, Hochkreuz mit Gronau durch mehrere Ministerienneubauten zusammenwachsen zu lassen. Um die Grünflächen im neuen Herzen der Stadt zu erhalten, legte die Stadt Bonn zur Bundesgartenschau 1979 den Landschaftspark Rheinaue an.

Luftbild der Rheinaue mit Blick auf Hochkreuz

Neben den Wohnungen der rund 2000 Einwohner befinden sich in Hochkreuz heute mehrere Bundesministerien, Bundesbehörden und Botschaften, darunter das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den „Kreuzbauten“, die Bundesministerien für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), der Finanzen (BMF) und für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Zudem ist der Ortsteil Sitz des Bundeseisenbahnvermögens (BEV), des neuangesiedelten Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und des ebenfalls hierhingezogenen Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Des Weiteren sind Büros verschiedener Großunternehmen angesiedelt. In Hochkreuz befindet sich die Zentrale des Fernsehsenders Phoenix, in dessen Gebäude das Lokal- und Bundesstudio des WDR sowie ein Studio des ZDF angesiedelt ist.

Ansicht der Bürogebäude an der Grenze zu Gronau


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das für den Ortsteil namensgebende Hochkreuz ist eine gotische Votivsäule, die 1333 unter dem Einfluss der Kölner Dombauhütte errichtet wurde. Eine Kopie steht heute an der Stadtbahn-Haltestelle Hochkreuz/Deutsches Museum. Die originale Steinsäule befindet sich seit 1979 in der Obhut des Rheinischen Landesmuseums Bonn.

Im Ortsteil Hochkreuz befindet sich am Ende einer Sackgasse (Anhalter Straße) die zur katholischen Kirchengemeinde St. Andreas und St. Evergislus gehörende und nach dem Hochkreuz benannte Kirche Heilig Kreuz. Sie wurde für die bereits 1957 gegründete Heilig-Kreuz-Gemeinde im Jahre 1965 nach Plänen der Architekten Stefan Leuer und Willi Zachert fertiggestellt, 1967 kam ein freistehender Glockenturm hinzu. Das Gebäude ist ein roter Backsteinbau in der Form eines Zeltes.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Kugler: Geschichte der Baukunst. 3. Band, Verlag von Ebner und Seubert, Seite 226 f., 1859

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochkreuz (Bonn) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstatistik – Bevölkerung in Bonn – Stichtag: 31.12.2014, Bundesstadt Bonn, Statistikstelle, April 2015
  2. Peter Jurgilewitsch, Wolfgang Pütz-Liebenow: Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, Bouvier Verlag, Bonn 1990, ISBN 3-416-80606-9, S. 157/158.
  3. Heilig Kreuz, Kath. Kirchengemeinde St. Andreas und Evergislus