Hochscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hochscheid
Hochscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hochscheid hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 7° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Bernkastel-Kues
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 15,39 km2
Einwohner: 259 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54472
Vorwahl: 06536
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 056
Adresse der Verbandsverwaltung: Gestade 18
54470 Bernkastel-Kues
Webpräsenz: www.bernkastel-kues.de
Ortsbürgermeister: Erhard Wolf
Lage der Ortsgemeinde Hochscheid im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Hochscheid ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ländlich geprägte Ort Hochscheid liegt inmitten der Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks am Fuße des Idarkopfs. Benachbarte Gemeinden im Umkreis von fünf Kilometern sind Horbruch (Entfernung: 1,2 km Luftlinie), Wahlenau (3,0 km), Hirschfeld (3,0 km), Kleinich (3,0 km) und Krummenau (3,6 km). Nächstgelegenes Mittelzentrum ist Bernkastel-Kues.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiligtum des Apollo und der Sirona, Informationstafel und Statue der Sirona

In Hochscheid wurde ein Heiligtum des Apollo und der Sirona aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ausgegraben.[2] Dort fand sich auch die Inschrift „DEO APOLLINI ET SANCTE SIRONE“[3], wobei sich „Apollini“ auf den Heilgott Apollo Grannus bezieht, der im Zuge der Interpretatio Romana mit Apollon identifiziert wurde.

Hochscheid gehörte zur Hinteren Grafschaft Sponheim.[4]

Evangelische Kirche Hochscheid

Eine erste Kapelle stand schon vor 1529. Sie war wahrscheinlich dem hl. Aegidius geweiht. 1743 war diese Kapelle zerstört, wohl schon im Dreißigjährigen Krieg. 1752 wurde die Kapelle neu aufgebaut, aber schon 1790 stand nur noch der Turm. Später wurde an diesen Turm eine Winterschule angebaut. In der Kapelle war eine Glocke von 1629 mit der Inschrift „Johann Burchart Trarbach Pfarher zu Clenich. Johann Schüßler Kirchenmeister. Anno MDCXXIX“ aufgehängt.[5]

Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Hochscheid besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat sechs Ratsmitglieder an.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hochscheid
Blasonierung: „In grünem Feld über silbernem Wasser links eine Leier, rechts ein Lorbeerzweig.“
Wappenbegründung: Das Wappen leitet sich von einem hoch im Wald ausgegrabenen römischen Quellheiligtum aus dem 2. Jahrhundert ab. Es zeigt die Attribute des Quellengottes Apollo, Leier und Lorbeer, sowie Wasser der Quelle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochscheid zählt zum Verkehrsverbund Region Trier (VRT).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Gerd Weisgerber: Das Pilgerheiligtum des Apollo und der Sirona von Hochscheid im Hunsrück. Habelt, Bonn 1975.
  3. AE 1941, 89: Deo Apolli/ni et sanc/t(a)e Siron(a)e / r(eficiundum) c(uravit) pro Con/[g]e feci[t
  4. Encyclopaedia Perthensis; or Universal dictionary of the arts, sciences, literature, &c. intended to supersede the use of other books of reference (v. 11). John Brown, 1816.
  5. Pfarrer Martin Sinemus: Die Geschichte des Kirchspiel Cleinich. Selbstverlag des Verfassers, 1925.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen