Hochschuldozentur

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Die Hochschuldozentur ist eine Stelle im Lehrkörper einer baden-württembergischen Hochschule. Die Amtsbezeichnung der Stelleninhaber ist „Hochschuldozent“. Diese Position in der Gruppe der Hochschullehrer wurde 2007 mit einer Novelle des Landeshochschulgesetzes[1] eingeführt. Mit diesem Amt wird das Konzept einer Lehrprofessur umgesetzt.

In der DDR gehörten seit der Hochschulreform von 1968 Hochschuldozenten und Professoren zur Gruppe der Hochschullehrer (Hochschullehrerberufungsverordnung, seit 6. November 1968, Gesetzblatt Teil II).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschuldozenten werden gemäß der Besoldungsgruppe W2 verbeamtet oder mit einer entsprechenden Vergütung angestellt. Die Dozentur kann befristet sein. Voraussetzung für die Ernennung zum Hochschuldozenten ist in der Regel eine Juniordozentur, eine Juniorprofessur oder eine Habilitation.

Das Hochschulgesetz weist die Hochschuldozenten der Gruppe der Hochschullehrer zu, zu der auch Professoren und Juniorprofessoren gehören. Hochschuldozenten sind nicht berechtigt, einen besonderen, mit ihrem Amt verbundenen Titel zu führen. Insbesondere dürfen sie sich nicht – trotz der W2-Besoldung, die für Professoren vorgesehen ist – als „Professoren“ bezeichnen. Das Hochschulgesetz ermöglicht allerdings die Verleihung des Professorentitels im Rahmen einer außerplanmäßigen Professur.

Die Hochschullehrerberufungsverordnung (HBVO) der DDR kannte als Hochschullehrer "Hochschuldozenten" und "Ordentliche Professoren", die an Universitäten und wissenschaftlichen Hochschulen auf zugehörige Planstellen unbefristet berufen und in zwei abgestuften Gehaltsgruppen bezahlt wurden.[2] Hochschuldozenten der DDR sind berechtigt, den besonderen akademischen Titel "Hochschuldozent" zu führen (abgekürzt: Dozent; Doz.). Jedoch dürfen sie sich nicht als „Professoren“ bezeichnen, aber die HBVO ermöglichte die Verleihung des Professorentitels im Rahmen einer "außerplanmäßigen Professur".

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Änderungsgesetz vom 7. November 2007 (PDF-Datei; 120,8 KB)
  2. Hochschullehrerberufungsverordnung (HBVO) vom 6. November 1968, veröffentlicht im Gesetzblatt der DDR, Teil II, S. 997-1003.