Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

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Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
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Gründung 1878
Trägerschaft staatlich
Ort Karlsruhe
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektor N. N., in Vertretung Prorektor Dieter Höpfel
Studenten 8.500 Sommersemester 2017 [1]
Mitarbeiter 488
davon Professoren 209
Netzwerke HAWtech
Website www.hs-karlsruhe.de
Haupteingang der Hochschule
Mensa Moltke, 2007 nach einem Entwurf von Jürgen Mayer H. fertiggestellt.

Die Hochschule Karlsruhe ist mit ca. 8.500[2] Studierenden eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (vormals Fachhochschule) in Baden-Württemberg.

Das Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Studiengänge umfassen technisch-ingenieurwissenschaftliche, Informatik- und Wirtschafts- und bauspezifische Disziplinen und führen zu den Abschlüssen Bachelor und Master. Als erster berufsqualifizierender Abschluss lässt sich der Bachelor-Abschluss nach sieben Semestern Regelstudienzeit erwerben, der Master-Abschluss nach weiteren drei Semestern. Diese Abschlüsse wurden an der Hochschule Karlsruhe im Rahmen der Bologna-Reform seit 1999 eingeführt.

Teil des Studiums sind Laborübungen, praktische Studiensemester und Abschlussarbeiten, die meistens in einem externen Unternehmen angefertigt werden. In mehreren Studiengängen werden seit dem Jahr 2000 zunehmend Forschungsaktivitäten integriert, einige Studiengänge werden als forschungsorientiert angesehen.

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Hochschule Karlsruhe gibt es folgende Fakultäten:[3]

  • Architektur und Bauwesen (AB)
  • Elektro- und Informationstechnik (EIT)
  • Informatik und Wirtschaftsinformatik (IWI)
  • Informationsmanagement und Medien (IMM)
  • Maschinenbau und Mechatronik (MMT)
  • Wirtschaftswissenschaften (W)

Internationale Kontakte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule verfügt weltweit über Kontakte zu circa 100 Partnerhochschulen in 30 Ländern, die zentral über das Akademische Auslandsamt (AAA) gepflegt werden. Über Austauschprogramme sind Auslandssemester möglich.

Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen dienen darüber hinaus zur Planung und Durchführung von internationalen Forschungsprojekten, und es werden Gastdozenten zu Vorlesungen eingeladen. Der Masterstudiengang Sensor Systems Technology wird vollständig, der Masterstudiengang Geomatics überwiegend auf Englisch als Unterrichtssprache durchgeführt. Zusammen mit Partnerhochschulen in Frankreich und in der Schweiz wird ferner der trinationale Bachelor- und Masterstudiengang Bauingenieurwesen angeboten, der neben einem deutschen zu einem französischen und einem schweizerischen Hochschulabschluss führt.

Doppelabschlüsse in den Studiengängen Informatik, Bauingenieurwesen, Baumanagement und Baubetrieb, Fahrzeugtechnologie, Geomatik, Wirtschaftsinformatik, International Management und Elektrotechnik können mit Partnerhochschulen in Frankreich, Großbritannien, den USA, der Schweiz, Spanien und Kanada erworben werden.

Der viersemestrige ERASMUS-Mundus-Masterstudiengang Mechatronic and Micro-Mechatronic Systems (EU4M) startete erstmals zum Wintersemester 2008/09 und findet an drei europäischen Hochschulen in Spanien, Frankreich und Deutschland statt. Studierende können hier Kenntnisse in Mechatronik und Mikromechatronik vertiefen und Sprache und Kultur der anderen Länder erlernen.

Angewandte Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule Karlsruhe ist in der Forschung die drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dabei stehen anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Mittelpunkt. Der Ausbau der praxisorientierten Forschung ist ein strategisches Ziel der Hochschule.

Die Forschungsaktivitäten der Hochschule werden in zwei zentralen Forschungseinrichtungen gebündelt – dem Institut für Angewandte Forschung (IAF) und dem im Jahr 2009 gegründeten Institute of Materials and Processes (IMP). Neben diesen beiden zentralen Instituten bestehen weitere dezentrale Forschungseinrichtungen wie etwa das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik (IKKU), das zwischenzeitlich zu einem bundesweit einzigartigen Kältezentrum ausgebaut wurde.

Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wissenschaftliche Weiterbildung an der Hochschule Karlsruhe ist neben der Lehre und Forschung eine Kernaufgabe – so regelt es das Hochschulgesetz des Landes Baden-Württemberg. In vielen Disziplinen schreitet die technologische Entwicklung immer schneller fort. Gerade das Berufsbild des Ingenieurs unterliegt einem schnellen Wandel. In der Praxis sind zusätzliche Kenntnisse, beispielsweise in den Bereichen Management, Kommunikation oder im Investitionsgütervertrieb und Exportgeschäft dringend erforderlich. Lebensbegleitendes Lernen ist zur Regel geworden.

Die Hochschule Karlsruhe bietet deshalb ein Weiterbildungsprogramm auf anspruchsvollem Niveau, um dem neuen Bedarf gerecht zu werden. Dabei widmen sich Hochschullehrer dem Transfer neuer Erkenntnisse in die Praxis. Das Weiterbildungsangebot der Hochschule ist im Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) gebündelt.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Technologieregion Karlsruhe kooperiert die Hochschule mit dem KIT (dem Zusammenschluss von Universität Karlsruhe und Forschungszentrum Karlsruhe), hier sind ein gemeinsames Graduiertenkolleg sowie die Anbindung der Fachbibliothek Hochschule Karlsruhe an die KIT-Bibliothek zu nennen. Enge Kontakte bestehen auch zum Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB, früher IITB) in Karlsruhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule weist eine lange Tradition auf. Ihre Entwicklung lässt sich an den jeweiligen Namen ablesen[4]:

  • 1878: Gründung als Großherzogliche Badische Baugewerkeschule
  • 1919: Badische Höhere Technische Lehranstalt (Staatstechnikum)
  • 1963: Staatliche Ingenieurschule Karlsruhe
  • 1971: Fachhochschule Karlsruhe
  • 1995: Fachhochschule Karlsruhe – Hochschule für Technik
  • 2003: Fachhochschule Karlsruhe – Hochschule für Technik und Wirtschaft
  • 2005: Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dozenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Bauer (* 1961), Physiker
  • Detlev Fischer (* 1950), Richter am Bundesgerichtshof, Lehrbeauftragter für Bürgerliches Recht
  • Werner Fischer (* 1939), Maschinenbauingenieur und Hochschuldidaktiker, von 1980 bis 1990 Prorektor und von 1990 bis 2005 Rektor der Hochschule, seit 2005 Ehrenkurator
  • Ernst Frietsch (1905–2001), Professor und Leiter der Abteilung Maschinenbau
  • Peter A. Henning (* 1958), Physiker, Professor für Informatik, „Professor des Jahres 2007“, Landeslehrpreis Baden-Württemberg 2009.
  • Dirk Hoffmann (* 1972), Informatiker
  • Ludwig Levy (1854–1907), Architekt, Professor an der Baugewerkeschule Karlsruhe
  • Britta Nestler, Mathematikerin, Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2008, Landeslehrpreis Baden-Württemberg 2009
  • Christian Pape, Informatiker
  • Michael Rotert (* 1950), Wirtschaftsingenieur, Unternehmer und Internetpionier (Empfänger der ersten E-Mail in Deutschland)
  • Erich Schelling (1904–1986), Architekt (u.a. Generalbebauungsplan für das Kernforschungszentrum Karlsruhe), studierte hier auch
  • Gerd Schwandner (* 1951), Chirurg und Politiker, Professor für International Management & Marketing Strategies
  • Karl Hermann Zahn (1865–1940), Botaniker, Professor für darstellende Geometrie, Chemie und Baustofflehre

Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Eichler, Ingenieur, Ehrensenator der Hochschule Karlsruhe und Gründer der Alldos Eichler GmbH, Pfinztal
  • Peter Fritz (* 1952), Kerntechniker, Mitglied im Hochschulrat der Hochschule Karlsruhe
  • Erwin Vetter (* 1937), Politiker, Landtagsabgeordneter und Landesminister für die CDU, Kuratoriumsmitglied der Hochschule Karlsruhe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hs-karlsruhe.de/hochschule/ueber-uns/portrait/hochschule-in-zahlen/
  2. Hochschule in Zahlen – Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA). Abgerufen am 7. Mai 2017 (deutsch).
  3. Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) – Fakultäten und ihre Studiengänge. Hochschule Karlsruhe –̣ Technik und Wirtschaft, abgerufen am 28. Mai 2012.
  4. Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) – Geschichte. Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, abgerufen am 5. Mai 2012.

Koordinaten: 49° 0′ 56″ N, 8° 23′ 27″ O