Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

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Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Gründung 1963
Trägerschaft staatlich
Ort Braunschweig
Bundesland Niedersachsen
Land Deutschland
Präsidentin Vanessa Ohlraun
Studenten 1.004 WS 2015/16[1]
Mitarbeiter 184[2]
davon Professoren 50
Website www.hbk-bs.de
Bibliothek der HBK, umgesetzter Pavillon Mexikos auf der Expo 2000

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK Braunschweig) ist eine 1963 gegründete Kunsthochschule in Braunschweig. Der Campus befindet sich am Johannes-Selenka-Platz, welcher nach dem Hofbuchbindermeister Johannes Selenka benannt ist. Zum Campusgelände gehören unter anderem ein von 1934 bis 1935 nach Plänen des Architekten Hans Bernhard Reichow als Bekleidungsamt erbautes Gebäude sowie der mexikanische Pavillon auf der Expo 2000 nach einem Entwurf des Architekten Ricardo Legorreta. Dieser entwickelte sich nach dem Aufbau in Braunschweig nach und nach zu einer Art Wahrzeichen der HBK Braunschweig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig begann im Jahr 1790: Johann Carl Kahnt gründete im Auftrag des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand ein architektonisch-technisches Zeicheninstitut. Nach dessen Schließung wurde der Unterricht vom Braunschweiger Gewerbeverein übernommen, der 1841 unter Federführung von Johannes Selenka das „Zeichnen-Institut“ ins Leben rief. Aus diesem Zeicheninstitut hat sich später über verschiedene Stationen die staatlich anerkannte städtische Handwerker-Kunstgewerbeschule und kurz darauf die Meisterschule des Deutschen Handwerks entwickelt.

Der Vorläufer der HBK war die Staatliche Hochschule für Bildende Künste (SHfBK), die 1963 aus der städtischen Werkkunstschule Braunschweig hervorging. 1978 gründete sich aus der SHfBK die Hochschule für Bildende Künste (HBK). Schon die SHfBK war seit 1972 den wissenschaftlichen Hochschulen des Landes gleichgestellt und wurde wenige Jahre später als künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule in das Niedersächsische Hochschulgesetz einbezogen; sie hat seitdem das Promotions- und Habilitationsrecht.

Mit dieser Anerkennung verbunden war eine personelle und räumliche Erweiterung der Hochschule. 1984 konnte ein preisgekrönter Neu- und Anbau der Braunschweiger Architekten Krämer, Sieverts & Partner eingeweiht werden. Einige Jahre später kam ein mehrstöckiges ehemaliges Fabrikgebäude in der Blumenstraße als Ateliergebäude hinzu, in dem heute viele der künstlerischen Klassen und Ateliers großzügig untergebracht sind. Als vorerst letzte Ergänzung des Hochschulcampus ist der Erweiterungsbau der Bibliothek aus Teilen des abgebauten mexikanischen Pavillons auf der EXPO 2000 nach einem Entwurf des Architekten Ricardo Legorreta dazu gekommen.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der HBK Braunschweig waren im Wintersemester 2015/16 etwa 1000 Studierende in 13 Studiengängen[3] sowie in vier auslaufenden Studiengängen eingeschrieben. Wie im Hochschulentwicklungsplan[4] beschlossen, wurde zuletzt eine Neuausrichtung der Studiengänge im Bereich Design vorgenommen. Seit dem Wintersemester 2015/16 werden die Design-Studiengänge Bachelor Visuelle Kommunikation (B.A.), Design in der digitalen Gesellschaft (B.A.) und Master Transformation Design (M.A.) angeboten.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen zugleich eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie hat eine Präsidialverfassung. Die HBK Braunschweig ist nicht im herkömmlichen Sinn in Fakultäten gegliedert. Das Besondere der HBK besteht darin, dass die Aufgaben eines Fakultätsrats durch den Senat, die Dekanatsfunktion durch das Präsidium wahrgenommen werden. Um die Arbeitsfähigkeit innerhalb des Lehr- und Dozentenkörpers der HBK Braunschweig sicherzustellen, wurden auf einer Ebene innerhalb von Senat und Präsidium durch entsprechende Vorbereitungen der Senats- und Präsidiumsbeschlüsse alle an der HBK durch Hochschullehrer vertretenen Studiengänge insgesamt drei Fächergruppen zugeordnet. Entsprechende Fachkommissionen der Studiengänge, die sich in drei Fächergruppen eingliedern, wurden gebildet. Die Beschlüsse werden gefestigt und aufeinander abgestimmt durch Wahlen innerhalb der Senatssitzungen mit den jeweiligen Vertretern der Fachkommissionen. Diesen Fachkommissionen sind Aufgaben in Anlehnung an die Regelungen für Fakultäten beziehungsweise Dekanate zugewiesen:

  • Fachkommission (FK) I Freie Kunst
  • Fachkommission (FK) II Gestaltung
  • Fachkommission (FK) III Kunstwissenschaft, Medienwissenschaften

An der Hochschule für Bildende Künste bestehen zurzeit folgende wissenschaftliche Einrichtungen (Institute):

  • Institut für Kunstwissenschaft (IKW)
  • Institut für Medienforschung (IMF) mit den Abteilungen Medienkunst, Mediendesign und Medienwissenschaft
  • Institut für Performative Künste und Bildung (IPKB)
  • Institut für Transportation Design (ITD)

Lehrkörper[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerhochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig unterhält offizielle Hochschulpartnerschaften mit:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia bei der Wieden: 50 Jahre HBK Braunschweig – Geschichte einer Kunsthochschule und ihrer Vorgängereinrichtungen
  • Barbara Straka (Hrsg.): HBK Katalog Volume 1+2, Kunst – Design – Wissenschaften. (Studienjahre 2004 bis 2006).
  • Barbara Straka (Hrsg.): HBK Katalog Volume 3, Kunst – Design – Wissenschaften. (Studienjahre 2006 bis 2008).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierende an Hochschulen – Vorbericht – Fachserie 11 Reihe 4.1 – Wintersemester 2015/2016, S. 35, abgerufen am 22. August 2016
  2. Hochschule für Bildende Künste Braunschweig: Jahresbericht 2015, S. 100, abgerufen am 5. März 2015
  3. Die Studiengänge der HBK Braunschweig. Abgerufen am 23. August 2016.
  4. Hochschulentwicklungsplan 2020 der HBK Braunschweig. Abgerufen am 23. August 2016 (PDF).

Koordinaten: 52° 15′ 27″ N, 10° 30′ 6″ O