Hochschule für Musik Detmold

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Hochschule für Musik Detmold
Logo
Gründung 1946
Trägerschaft staatlich
Ort Detmold
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Rektor Martin Christian Vogel
Studenten 646 WS 2012/13[1]
Website www.hfm-detmold.de

Die Hochschule für Musik Detmold ist eine Musikhochschule in Detmold in Nordrhein-Westfalen und wurde im Jahr 1946 unter dem Namen Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold gegründet. Das Hauptgebäude befindet sich im Neuen Palais an der Neustadt 22. Die Zahl der Studierenden im Sommersemester 2012 betrug 670. Es finden rund 450 Konzerte pro Jahr statt, bei denen diese die Möglichkeit haben, ihr frisch erworbenes Können unter Beweis zu stellen.

Studiengänge[Bearbeiten]

An der Schule erfolgt die Ausbildung zum Komponisten, Orchestermusiker, Pianisten, Opern-, Lied- und Oratoriensänger, zum Dirigenten, zum Kirchenmusiker und zum Gesangs- und Instrumentalpädagogen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Schulmusik für die Lehrbefähigung am Gymnasium sowie der Gesamtschule sowie Elementare Musikpädagogik und Singen mit Kindern zu studieren; schließlich gibt es die Ausbildung zum Tonmeister im Erich-Thienhaus-Institut (ETI). Darüber hinaus bestehen Aufbau- und Zusatzstudiengänge zur Weiterbildung.[2], darunter auch der erste an einer deutschen Hochschule eingerichtete Masterstudiengang Musikvermittlung / Musikmanagement[3].

Aufbau und Struktur[Bearbeiten]

Hauptgebäude der Hochschule im Palais, Juni 2008
Hochschule für Musik Detmold, 2014 Winter

Rektor der Musikhochschule ist Martin Christian Vogel, der im Juni 2008 vom Senat der Hochschule einstimmig für eine weitere Amtsperiode gewählt wurde. Seit dem 6. Oktober 2008 sind André Stärk und Norbert Stertz als Prorektoren im Amt. Hans Bertels ist seit Mai 2007 Kanzler der Hochschule.[4]

Seit Dezember 2006 existiert die Stiftung der Hochschule für Musik Detmold zur Finanzierung außergewöhnlicher Aktivitäten.

Detmolder-Jungstudierenden-Institut[Bearbeiten]

Eine wichtige Einrichtung der Musikhochschule ist das Detmolder-Jungstudierenden-Institut, kurz DJI genannt, in dem junge Nachwuchstalente für ein Musikstudium vorbereitet werden. Das DJI strebt eine möglichst frühzeitige, hoch qualifizierte und umfassende Förderung von musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen an. Der Unterricht der Jungstudierenden findet in einem vierzehntäglichen Rhythmus an Wochenenden statt. Er beginnt am Freitagnachmittag und wird am Samstag fortgesetzt. Der Stundenplan beinhaltet unter anderem Chorsingen, Kammermusik, ein musikwissenschaftlichen Seminar, Tonsatz/Gehörbildung und Improvisationstraining. Außerdem findet in einer eigenen Konzertreihe des DJI, die Sprungbrett genannt wird, an jedem ersten Sonntag des Monats während des Hochschulsemesters ein Konzert im Brahmssaal statt. Hierdurch soll den Studierenden des DJI ein geeigneter Rahmen für ein Auftrittstraining gegeben werden.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte die in Detmold gegründete Nordwestdeutsche Musikakademie nach geeigneten Unterrichtsräumen. Schon seit 1946/47 fand in einigen Räumen Musikunterricht statt. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen der Museumsleitung und den Gründern der Akademie konnte die Hochschule das Neue Palais ab dem 24. Januar 1954 komplett für ihre Zwecke nutzen.[6]

Zuvor waren einige Umbauten notwendig, um das historische Gebäude als Musikhochschule nutzen zu können. Durch Herausnahme von Zwischenwänden wurden einige Räume vergrößert. Am Eingang entstand ein großzügiges Foyer und im Keller wurde Platz für eine Mensa geschaffen. 2004 bis 2006 erfolgte eine Renovierung sämtlicher Unterrichtsräume und das Gebäude bekam eine Aufzugsanlage und einen Wintergarten. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden zahlreiche historische Deckenmalereien und Fußböden freigelegt, die restauriert werden konnten.[6]

Nach ersten Planungen im Jahr 1944 wurde die Hochschule 1946 als Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold gegründet. 1956 erfolgte die Erweiterung des Namens auf Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold, Staatliche Hochschule für Musik. Nachdem die Hochschulen in Münster und Dortmund mit der Detmolder Hochschule zusammengelegt worden waren, gab es 1972 eine erneute Namensänderung in Staatliche Hochschule für Musik Westfalen-Lippe. Nordwestdeutsche Musikakademie Detmold. Entsprechend trugen die anderen Institute den Namen Staatliche Hochschule für Musik Westfalen-Lippe. Abteilung Münster bzw. Abteilung Dortmund. Im Jahr 1987 wurde der heutige Name Hochschule für Musik Detmold eingeführt.[7]

Ende 2003 hat sich die Abteilung Münster von der Hochschule abgespalten und wurde 2004 als Musikhochschule Münster der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angegliedert. Die Musikhochschule Dortmund wurde im Jahr 2004 aufgelöst.

Absolventen[Bearbeiten]

Zu den Absolventen seit 1949 gehören:

Ehemalige und gegenwärtige Lehrende der Hochschule[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Institutionen
  3. Weiterbildungs-Masterstudiengang Musikvermittlung / Musikmanagement
  4. Leitung der HfM
  5. Detmolder-Jungstudierenden-Institut
  6. a b  Thomas Dann: Neues Palais Detmold. In: Lippischer Heimatbund (Hrsg.): Lippische Kulturlandschaften. 16, 2010, ISBN 978-3-941726-16-1., Seite 23
  7. Geschichte der HfM

51.9287078.873456Koordinaten: 51° 55′ 43″ N, 8° 52′ 24″ O