Hochschule für Musik und Tanz Köln

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Hochschule für Musik und Tanz Köln
Logo
Gründung 1850
Trägerschaft staatlich
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Rektor Heinz Geuen[1]
Studenten 1.568 WS 2012/13[2]
Website www.hfmt-koeln.de

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln ist Europas größte Musikhochschule. Sie ist auch unter dem bis 2009 gültigen Namen Hochschule für Musik Köln bekannt. Umgangssprachlich ist weiterhin die Bezeichnung Musikhochschule Köln sehr geläufig.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie gliedert sich in sechs Fachbereiche in Köln sowie jeweils einen Standort in Aachen und Wuppertal, die seit 1987 in „Abteilung“ umbenannt worden sind und den Status weiterer Fachbereiche haben. Darüber hinaus richtete die Hochschule an ihrem Standort in Köln seit dem 2005/2006 das Pre-College Cologne für musikalisch Hochbegabte ein.

Pre-College Cologne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wirkung zum Wintersemester 2005/2006 wurde unter dem Namen Pre-College Cologne ein Ausbildungszentrum eingerichtet, an dem musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 16 Jahren für die Instrumente, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier auf ein Musikstudium vorbereitet werden. Seit dem Wintersemester 2009/2010 wurde das Angebot auf alle Instrumente der künstlerischen Instrumentalausbildung ausgeweitet. Die Unterrichtseinheiten, bestehend aus Einzelunterricht, Ausbildung in einem Zweitinstrument, Kammermusik, Harmonie- und allgemeine Musiklehre, finden an jeweils an drei Wochenenden im Monat außerhalb der Schulzeiten statt. Erfolgreich absolvierte Fächer können in einem anschließenden Vollstudium auf Antrag anerkannt werden. Die künstlerische Leitung des Pre-College Cologne wurde der Professorin und Violinistin Ute Hasenauer übertragen. (Die Bezeichnung PCC darf nicht mehr verwendet werden, da das Markenpatent auf PCC bei Personal Coaching & Consulting in Aachen liegt. Eine Zuwiderhandlung würde mit einer Abmahnung geahndet.)

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachbereich 1: Komposition, Tasteninstrumente, Tonsatz, Hörerziehung, Zupfinstrumente, Institut für Neue Musik, elektronische Komposition
  • Fachbereich 2: Streichinstrumente, Orchesterleitung, Institut für Alte Musik
  • Fachbereich 3: Blasinstrumente, Schlagzeug, Harfe
  • Fachbereich 4: Gesang, Musiktheater
  • Fachbereich 5: Musikwissenschaft, Musikpädagogik, Kirchenmusik, Chorleitung
  • Fachbereich 6: Jazz/Pop
  • Zentrum für Zeitgenössischen Tanz

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Wintersemester 2008/09 werden Bachelor- und Master-Abschlüsse angeboten in der Ausprägung B of Music, B of Arts in Dancing, B of Education in Music sowie Master of Music.

  • Künstlerische Instrumentalausbildung
  • Künstlerische Gesangsausbildung
  • Dirigieren
  • Komposition
  • Jazz, Populäre Musik, Weltmusik
  • Tanz
  • Evangelische und katholische Kirchenmusik
  • Musikpädagogik
  • Lehramt Musik

Die Studierendenzahlen verteilen sich wie folgt (WS 2011/2012):

  • Köln: 1.188
  • Wuppertal 172
  • Aachen: 145

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulgebäude in Köln

Als Vorläuferinstitution gilt die 1845 gegründete Rheinische Musikschule. Ab 1850 wurde diese in Conservatorium der Musik in Coeln benannt. Nach Einführung einer neuen Studien- und Prüfungsordnung teilte sich 1925 die Musikausbildung in der weiterhin existierenden Rheinischen Musikschule und einer inhaltlich neu aufgestellten Musikhochschule auf, die daraufhin nun nach Leipzig und Berlin als dritte Staatliche Hochschule für Musik anerkannt wurde. Diese wurde im Jahre 1945 dem Land NRW unterstellt, und bot von da an ausschließlich berufsbildende Studiengänge an.

1972 wurde durch die Angliederung der bis dahin selbständigen Konservatorien in Wuppertal und in Aachen – des früheren Grenzlandkonservatoriums – die Staatliche Hochschule für Musik Rheinland konstituiert, die 1987 in Hochschule für Musik Köln sowie schließlich 2009 in Hochschule für Musik und Tanz Köln umbenannt wurde.

Abteilung Aachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort Aachen

Die Abteilung Aachen, das ehemalige Grenzlandkonservatorium Aachen, zeichnet sich neben ihrer qualifizierten Lehrtätigkeit insbesondere durch eine intensive Zusammenarbeit mit der städtischen Oper und dem Sinfonieorchester der Stadt Aachen aus, die durch einen Kooperationsvertrag seit 1993 fest geregelt wurde. So finden hier von Fall zu Fall beispielsweise gemeinsame Opernproduktionen aber auch spezielle künstlerisch-musikalische Projektarbeiten statt. Ebenso bietet das Theater Aachen den Musikstudentinnen und Musikstudenten die Gelegenheit, berufsbezogene Praktika in ihren Abteilungen zu absolvieren.

Ein hier eigens eingerichteter „Verein der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik in Aachen e.V.“ sorgt dabei für die nötige finanzielle und logistische Unterstützung ihrer 145 Studierenden. Nach einer umfangreichen Restaurierung und Modernisierung des Gebäudetraktes zum Wintersemester 2011 ist die Abteilung Aachen auf den neuesten Stand einer modernen Musikhochschule gebracht worden und die Studentenzahlen konnte deutlich erhöht werden.

Abteilung Wuppertal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort Wuppertal

Im Wuppertaler Standort der Kölner Musikhochschule studieren 172 Studenten. Er ging aus dem Wuppertaler Konservatorium hervor, das 1972 an die Kölner Hochschule angeschlossen wurde. Seit 2008 befindet er sich im alten Amtsgericht in Barmen am Sedansberg. Im Mai 2010 wurde das Gebäude in „Günter Wand Haus“ umbenannt. Der Schwerpunkt der Ausbildung in Wuppertal ist traditionell im Bereich der Musikpädagogik. Als Besonderheit findet sich hier der europaweit einzige Lehrstuhl für Mandoline und ein Salonorchester.

Außenstelle in Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kooperation mit allen 23 Deutschen Musikhochschulen betreibt die Kölner Hochschule im Palazzo Ricci in Montepulciano die Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst als Haus für junge Musiker aus ganz Europa. Seit 2007 wird zur Festwoche Europäischer Musikhochschulen eingeladen. Unter der Schirmherrschaft des Außenministeriums präsentiert jedes Jahr eine Region ihre Musik und ihre jungen Künstler. Hervorgegangen ist sie aus dem vom Kölner Komponisten Hans Werner Henze 1976 gegründeten Festival Cantiere Internazionale d’Arte, das auch heute noch in Kooperation mit der Kommune und der Provinz veranstaltet wird.

Bekannte Absolventen und Dozenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige bekannte und bedeutende Personen studierten oder lehrten bzw. lehren an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und den angegliederten Abteilungen in Aachen und Wuppertal sowie an ihrer Vorläuferinstitution. Sie sind aufgeführt in der:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochschule für Musik und Tanz Köln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Senat der Musikhochschule wählt neuen Rektor, in Köln-Nachrichten online vom 21. März 2013
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)

Koordinaten: 50° 56′ 52″ N, 6° 57′ 40″ O